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Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie arbeitet dafür,
den Wirtschaftsstandort Bayern wettbewerbsfähig zu halten
Internationales Ranking: Bayern zweitbester Industriestandort

Vor diesem Hintergrund ist eine fundierte wirtschaftliche Standortbestimmung von wichtiger Bedeutung – eine Standortbestimmung, welche die IW Consult mit dem „Industriebericht Bayern 2014“ geliefert hat. Im Auftrag des Staatsministeriums analysierte und evaluierte die IW Consult die wirtschaftliche Lage im südlichsten Bundesland. Im Fokus: Wie ist die Wirtschaft im Freistaat aufgestellt? Wie entwickelt sich die Industrie bezogen auf einzelne Branchen und Regierungsbezirke? Welche Anwendungspotenziale lassen sich auf dem Weg zur Industrie 4.0 für Bayern identifizieren?

Brossardt: "Verbesserung der Standortqualität ist eine Daueraufgabe"

Im internationalen Vergleich der Industriestandorte liegt Bayern zum dritten Mal in Folge auf dem zweiten Platz. Das hat das aktuelle Standort-Ranking der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ergeben, das IW Consult erstellt hat. Dabei wurden die für Investitionsentscheidungen relevanten Standortfaktoren von insgesamt 45 Volkswirtschaften untersucht. Lediglich die Schweiz bietet noch bessere Bedingungen als Bayern, auf Platz drei folgen die USA. Deutschland insgesamt belegt Platz vier. "Bayern hat eine starke Industrie. Über ein Viertel der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung wird im verarbeitenden Gewerbe erzielt, in den vergangenen Jahren hat das Gewicht der Industrie sogar weiter zugenommen. Basis für diesen Erfolg ist ein starker und wettbewerbsfähiger Industriestandort. Doch der Wettbewerbsdruck ist groß und der Unterschied zwischen Industrie- und Schwellenländern wird langsam, aber stetig kleiner", sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Hinzu kommt, dass laut Studie eine klare Verschiebung der globalen industriellen Wertschöpfung von den Industrieländern hin zu den Schwellenländern stattgefunden hat, doch Bayern konnte seinen Anteil halten. Die größten Stärken hat der Freistaat in den Bereichen Staat (Ordnungsrahmen), Wissen (Innovationsumfeld), Markt (Industrie-Dienstleistungsverbund, Cluster, breite Wertschöpfungskette) und Infrastruktur. In fünf von sechs untersuchten Teilbereichen liegt der Freistaat in den Top 10. Als größte Herausforderung für unseren Standort gelten die Arbeits- und Energiekosten. Im Bereich Kosten rangiert der Freistaat weit am Ende der Rangliste auf Rang 40.

Die Studie hat ermittelt, welche Länder die stärksten Wettbewerber Bayerns auf den wichtigsten Exportmärkten des Freistaats sind. Die zehn Länder mit der so genannten größten Wettbewerbsintensität sind: China, Kanada, Mexiko, USA, Japan, Südkorea, Großbritannien, Niederlande, Frankreich und Italien.
"Angesichts des globalen Standort-Wettbewerbs dürfen wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen. Die Verbesserung der Qualität unseres Industriestandortes ist eine Daueraufgabe. Wir müssen Schwächen ab- und Stärken ausbauen. Hier sind vor allem Politik und Tarifparteien gefragt", fordert Brossardt.

Kernergebnisse des Industrieberichts

Die bayerische Industrie erwies sich 2013 einmal mehr als Zugpferd der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Auftragseingänge und der Umsatz stiegen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt überdurchschnittlich. Im ersten Quartal 2014 nahm die konjunkturelle Dynamik dabei noch weiter zu. Dies ist das Ergebnis der hohen Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen auf den Weltmärkten. Sie zeigt sich in einem expandierenden Auslandsgeschäft und in verbesserten Absatzperspektiven, insbesondere auch wieder im Euroraum. Die Exportquote des Verarbeitenden Gewerbes ist erneut gestiegen und liegt jetzt bei einem Rekordwert von 52,2 Prozent.

Bayerische Unternehmen sind auf den Weltmärkten auch deshalb hervorragend aufgestellt, weil sie an einem starken Standort zu Hause sind. Dabei ist das Verarbeitende Gewerbe in der ganzen Fläche verankert. Der Anteil der Industriebeschäftigten ist in ganz Bayern im Vergleich zu Deutschland überdurchschnittlich. Alle Rankings zur Standortqualität attestieren Bayern eine Spitzenposition. Hier sticht der Freistaat insbesondere durch seine sehr gut ausgebaute Infrastruktur und ein günstiges Umfeld für Innovationen hervor.

Der Innovationsmotor des 21. Jahrhunderts ist die Digitalisierung. Sie bietet hervorragende Chancen für alle Branchen auf dem Weg zur Industrie 4.0. Das Gutachten der IW Consult hat die Forderung des Staatsministeriums unterstrichen: Jedes Unternehmen braucht eine Digitalisierungsstrategie.

erschienen am: 2017-08-11 im europaticker

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