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Keine aussergewöhnlichen seismischen Ereignisse registriert
Geothermie-Bohrloch in Basel: Öffnung hat begonnen

Ende März 2017 haben das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und IWB über die Zunahme von Mikroerdbeben im Umkreis des 2011 verschlossenen Basler Geothermie-Bohrlochs sowie über die Verfügung zu dessen Öffnung informiert. Nach der Bewilligung des von IWB erarbeiteten technischen Konzeptes hat IWB nun begonnen, das Bohrloch zu öffnen und den Druck langsam abzulassen. Bei der ersten Öffnung lief alles nach Plan.

Die erste Öffnung dauerte rund 6 Stunden. Es wurden keine aussergewöhnlichen seismischen Ereignisse registriert. Beim Öffnen sind wie erwartet etwa 20 Kubikmeter Wasser ausgetreten. Dieses Wasser wurde aufgefangen und in einem nächsten Schritt in die Kanalisation geleitet.

Der gemäss Öffnungskonzept definierte Alarmlevel liegt im Bereich, bei dem das Öffnen fortgesetzt werden kann. Deshalb fahren die Verantwortlichen nun mit einer weiteren Ablassrate von 0.5 bar fort und erhöhen die Rate danach auf 1 bar-Schritte. Dieses Vorgehen einer stufenweisen Öffnung und eines kontrollierten Ablassens des Drucks über einen Zeitraum von zehn Wochen sieht das Mitte Juni 2017 bewilligte technische Konzept vor. Zwischen jedem Ablass wird eine Woche gewartet sowie die Entwicklung der Seismizität und der Druckkurve evaluiert. Das Bohrloch kann während des Druckabbaus jederzeit verschlossen werden.

Ziel: Wahrscheinlichkeit eines spürbaren Bebens deutlich verringern
Das Öffnen des Bohrloches hatte das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt als zuständige Behörde zur Gefahrenprävention in Absprache mit IWB und dem kantonalen Amt für Umwelt und Energie Ende März 2017 verfügt, nachdem der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich in den vergangenen Monaten eine erhöhte Seismizität festgestellt hatte. Die Verfügung erfolgte, um die Wahrscheinlichkeit eines für die Bevölkerung spürbaren Bebens zu verringern. Das Ziel, die Wahrscheinlichkeit eines spürbaren Bebens zu verringern, hat oberste Priorität. Die Experten schliessen jedoch nicht aus, dass selbst nach erfolgter Öffnung des Bohrlochs in den nächsten Jahren ein spürbares Erdbeben auftreten kann, wobei nach heutiger Einschätzung Schadensbeben unwahrscheinlich bleiben.

Hinweise: Hintergrundinformationen zum Geothermieprojekt auf der Webseite des Schweizerischen Erdbebendienstes

Bild: Zwei Techniker lesen Messwerte während der kontrollierten Öffnung der Geothermie - Bohrung in Kleinhüningen ab. Fotograf: IWB, Erik Rummer

erschienen am: 2017-08-14 im europaticker

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