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Offizielle Bestätigung der Verhaftung wurde vom rumänischen Nachrichtensender "Antena 3" verbreitet
SPÖ stellt jegliche Zusammenarbeit mit Silberstein ein
Österreich: Kerns Wahlkampf-Berater Tal Silberstein verhaftet

Der österreichische Nachrichtensender oe24.TV und das Nachrichtenportal oe24 der Tageszeitung ÖSTERREICH berichten von einer dramatischen Entwicklung im österreichischen Wahlkampf: Danach wurde Silberstein gemeinsam mit dem israelischen Milliardär Beny Steinmetz wegen des Vorwurfs der Geldwäsche in Milliardenhöhe, der Bestechung und der Urkundenfälschung in einer großangelegten Razzia in Israel verhaftet. Laut israelischen Quellen geht es bei der Verhaftung in erster Linie um die Bestechung des Präsidenten von Guinea, von dem Steinmetz und Silberstein eine milliardenschwere Diamantenmine erhalten hätten.

Nach den oe24.TV vorliegenden Informationen hat die israelische Polizei heute früh in einer groß angelegten Razzia fünf Personen wegen Geldwäsche festgenommen. Der prominenteste von ihnen ist der israelische Billionär Beny Steinmetz. Für Österreich freilich ist laut oe24.TV einer der weiteren vier Verhafteten von noch größerem Interesse: Laut oe24.TV befindet sich unter den Verhafteten auch der bekannte Polit-Konsulent Tal Silberstein.

Silberstein ist bisher der führende Berater im Wahlkampf-Team der SPÖ und von Bundeskanzler Kern. Kern hat Silberstein bereits im vergangenen Jahr mit der Entwicklung seiner Wahl-Kampagne, insbesondere mit der Wahl- und Motivforschung bei Österreichs Wählern beauftragt. Seither ist Silberstein zum "Mastermind" des Kanzler-Wahlkampfs und des SPÖ-Wahlkampf-Teams geworden. Auch der viel diskutierte Slogan "Holen Sie sich was Ihnen zusteht" soll von Silberstein stammen.

Warum Silberstein konkret verhaftet wurde, ist bisher noch nicht bekannt. Laut israelischer Polizei handelt es sich bei dem Geldwäsche-Skandal um eine der größten Betrugsaffären der letzten Jahre mit zahllosen Delikten von Betrug, Dokumentenfälschung, Geldwäsche bis zu Irreführung der Justiz. In die Ermittlungen waren sowohl das FBI als auch die Schweizer Polizei involviert.

Niedermühlbichler: SPÖ stellt jegliche Zusammenarbeit mit Tal Silberstein ein.

Nach den heute aus Israel bekannt gewordenen rechtlichen Vorwürfen stellt die SPÖ jegliche Zusammenarbeit mit Berater Tal Silberstein ein. „Tal Silberstein hat die SPÖ-Wahlkampagne beraten und sozialwissenschaftliche Forschung im Bereich Meinungsumfragen betrieben. Die SPÖ stellt mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Tal Silberstein ein“, so SPÖ-Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Georg Niedermühlbichler.

FPÖ: Kickl: ORF bildet Vertuschungs- und Niederhaltungskartell um Kanzler-Affäre Silberstein
Berichterstattung in der ZiB13 kaum über der Wahrnehmungsschwelle

Massive Kritik an der ORF-Berichterstattung über die heutige Verhaftung des Kanzlerberaters Tal Silberstein kommt von FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl. „Nicht nur, dass der 38-sekündige Bericht in der Mittags-ZiB ohne Schlagzeile kaum über die Wahrnehmungsschwelle hinwegkam, tut man auch noch so, als ob hier die SPÖ der aktive Teil wäre und verkauft die Geschichte unter dem Aufmacher ‚SPÖ trennt sich von Kern-Berater‘. ZiB-Moderator Stefan Gehrer nimmt den Namen von Kanzler Kern kein einziges Mal in den Mund“, so Kickl. Ähnliches gelte für den ORF-Teletext, wo es der internationale Kriminalfall mit mutmaßlicher Beteiligung des Kanzler-Spindoktors nicht einmal in die Hauptschlagzeilen geschafft habe, sondern unter „Politik Österreich/EU“ abgelegt wurde.

„In diesem Fall haben praktisch alle anderen Medien die Brisanz dieser Affäre erkannt und berichten, angeführt von ‚Österreich‘ und der ‚Kronen Zeitung‘ dem Anlass entsprechend breit und intensiv“, so Kickl. Die sicherlich erfolgten Versuche der SPÖ, die Sache medial klein zu halten, hätten offenbar nur am Küniglberg gefruchtet. „Dieses ORF-Kartell des Verschweigens, Niederhaltens und Zudeckens steht unter der vollen Verantwortung von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, der ja die Informations-Agenden während des Wahlkampfs an sich gezogen hat. Spätestens seit heute wissen wir auch warum. Die zweite Hauptrolle spielt TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher“, macht der FPÖ-Generalsekretär die Verantwortlichen dieses Medienskandals namhaft.

erschienen am: 2017-08-15 im europaticker

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