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Mit der Umgestaltung des Fahrzeuges setzen sich die Müllbusters bewusst vom regulären
Erscheinungsbild der Stadtreiniger ab
Kassel: Müllbusters im neuen Gewand

Mit schwarzer Folie ist der orange Transporter der schnellen Eingreiftruppe der Stadtreiniger Kassel überklebt. Auf den Seitenwänden des Fahrzeuges erscheinen die Müllbusters, die sich gegen den Müll zur Wehr setzen. In Anlehnung an den Kino-Kassenschlager „Ghostbusters“ (Geisterjäger) sind die Müllbusters in Kassel die neuen Müll-Jäger. Wobei die Müllbusters weniger den Müll jagen, als vielmehr die Verursacher. Die Müllbusters treten in Aktion, wenn sich Menschen gleichgültig gegenüber der Umwelt verhalten und ihre Abfälle rücksichtlos fallen lassen.

Mit der Umgestaltung des Fahrzeuges setzen sich die Müllbusters bewusst vom regulären Erscheinungsbild der Stadtreiniger ab.

„Kassel ist eine wunderbare Stadt und das gepflegte und saubere Stadtbild ist für die meisten Menschen ein wichtiges Stück Lebensqualität. Besondere Unverschämtheiten, wie den Müll rücksichtslos in die Gegend zu werfen, erfordern besondere Maßnahmen. Die Müllbusters sind nicht die Heinzelmännchen, die im Verborgenen ihre Arbeit erledigen, sondern sie sollen in der Öffentlichkeit sichtbar sein. Ziel ist es, das Bewusstsein zu schärfen für einen verantwortlichen Umgang mit dem öffentlichen Raum, unseren Straßen und Plätzen, Parks, Grünanlagen, Spielplätzen kurzum unserem Lebensumfeld“, so Stadtbaurat und Abfalldezernent Christof Nolda.

Seit 2009 gibt es bei den Stadtreinigern die schnelle Eingreiftruppe, die auch ämter-übergreifend im Einsatz ist. Hierbei gilt es, Verschmutzungen im Stadtgebiet möglichst schnell zu beseitigen, denn dort wo Müll liegt, kommt weiterer Müll hinzu.

Die Liste der aufgefundenen Abfälle reicht vom Abfallsack mit Restmüll über Sperrmüll, Gelbe Säcke, Altpapier, Reifen, Elektroschrott bis hin zu Grünabfällen. Rund 80 Prozent der aufgefundenen Abfälle könnten die Verursacher kostenlos bei den Recyclinghöfen abgeben.

Die Müllbusters, die unter der Rufnummer 5003-222 zu erreichen sind, sammeln am Straßenrand, an Bachläufen, Spielplätzen oder Wertstoffinseln abgeladenen Müll ein. Sie verstehen sich als Ansprechpartner für die Probleme der Bürger. Ihre feste Tour wird ergänzt durch Hinweise aus der Bevölkerung.

Bevor die Mitarbeiter eine Wildablagerung beseitigen, dokumentieren sie die vorgefundenen Abfälle mit Fotos. Finden sich Hinweise zum Verursacher in den Abfallsäcken, setzt sich ein Mitarbeiter des Betriebes mit dem Verursacher der Ablagerung in Verbindung. Konfrontiert mit den Fotos sind die Menschen meistens einsichtig und lassen sich über den richtigen Entsorgungsweg informieren und zahlen die kostenpflichtigen Abfälle.

Im letzten Jahr traten die Müllbusters rund 5.000-mal in Aktion und sammelten dabei ca. 1.400 m³ Abfall ein.

erschienen am: 2017-08-17 im europaticker

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