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Eine Million Menschen werden durch die Verbesserung der Trinkwasserversorgung profitieren
Bessere Wasserversorgung in Jordanien

Die KfW hat Ende Juli im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) mit der jordanischen Regierung Verträge über Zuschüsse in Höhe von 40 Mio. EUR unterzeichnet. Darüber hinaus sollen für das Projekt in Kürze Darlehen in gleicher Höhe zur Verfügung gestellt werden. Daraus werden Investitionen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung sowie der Abwasserentsorgung in der besonders vom Flüchtlingszustrom betroffenen Provinz Irbid finanziert.

Die KfW und die französische Entwicklungsbank AFD haben sich für Vorbereitung und Durchführung des Vorhabens zusammengeschlossen. Zusammen mit Mitteln der Europäischen Union wird mit einem Gesamtvolumen von 152 Mio. EUR erstmals eine gemeinsame europäische Antwort auf die besonderen aktuellen Herausforderungen im jordanischen Wassersektor gegeben.

Aus dem deutschen Finanzierungsbeitrag werden Maßnahmen zur verbesserten Wasserverteilung sowie zur Sicherstellung einer hygienischen Abwasserentsorgung finanziert. Damit soll die Versorgung von insgesamt rund einer Million Menschen, darunter rund 200.000 syrischer Flüchtlinge, gesichert und verbessert werden.

Jordanien zählt zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Deshalb ist der effiziente und nachhaltige Umgang mit den knappen Wasserressourcen für die nachhaltige Versorgung und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes von größter Bedeutung. Insbesondere vor dem Hintergrund des starken Zustroms syrischer Flüchtlinge ist dies auch ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung und Konfliktvermeidung in der Region.

Seit Ausbruch des Syrien-Konfliktes sind laut UNHCR über 600.000 Menschen aus Syrien in das Nachbarland Jordanien geflüchtet. Insbesondere in den aufnehmenden Gemeinden im Norden des Landes kommt es dadurch zu großen Engpässen bei der Wasserversorgung. Auch im Bereich Abwasserentsorgung stehen die Kommunen zunehmend vor immensen Herausforderungen. Um die jordanische Regierung in dieser akuten Krise zu unterstützen, hat die KfW im Auftrag der Bundesregierung ihr laufendes Programm im jordanischen Wassersektor seit 2012 kontinuierlich erweitert, u.a. durch mehrere Eilvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 100 Mio. EUR.

erschienen am: 2017-08-18 im europaticker

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