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Eine der größten Küstenschutzmaßnahmen dieses Jahres in Niedersachsen
Strandaufspülung auf Langeoog schreitet planmäßig voran

Die Strandaufspülung vor dem Pirolatal auf Langeoog, die unter Regie des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) durchgeführt wird, schreitet planmäßig voran. „Die Maßnahme ist erforderlich, um die Dünen vor dem Pirolatal durch Erhöhung des Strandes vor Abbrüchen zu schützen. So kann die Sturmflutsicherheit rechtzeitig vor den Herbst und Winterstürmen wieder hergestellt werden" begründet Frank Thorenz, Leiter der Betriebsstelle Norden-Norderney des NLWKN, die Notwendigkeit der Küstenschutzmaßnahme. Ohne diese Aufspülung wäre nicht nur der Ort Langeoog, sondern auch seine Trinkwasserversorgung gefährdet.

„Die eigentlichen Aufspülarbeiten haben im Juli begonnen und schreiten planmäßig voran" erläutert Thorenz. Gegen Ende September sollen die Spülarbeiten beendet sein.

Auf einer Länge von zwei Kilometern werden insgesamt ca. 600.000 Kubikmetern Sand aufgefüllt. Der Strand wird dabei auf eine Gesamtbreite von ca. 200 Meter verbreitert und zum Teil mehr als zwei Meter erhöht. Hierdurch werden die Wellen in Sturmfluten wirksam gebremst und ein Abbrechen der Dünen verhindert.

Bereits ein Drittel der geplanten Gesamtmenge ist mit Hilfe von Baggerschiffen der dänischen Firm Rohde-Nielsen, die das Material vor dem Flinthörn am Rand der Accumer Ee entnimmt und vor der Mitte des Pirolatals in eine Spülleitung pumpt, eingespült worden. Die Arbeiten schreiten derzeit in Richtung Westen voran und enden kurz vor dem Badestrand. Der Erfolg der Aufspülung ist auch vor Ort durch den hohen und breiten Strand im Vergleich zu den Nachbarbereichen bereits deutlich sichtbar. Der zweite Abschnitt der Aufspülung orientiert sich nach Fertigstellung des westlichen Abschnittes in Richtung Osten.

Die Aufspülung stößt auch bei den Inselgästen auf großes Interesse. „Der aufgespülte Strand kann gefahrlos betreten werden, sobald er freigegeben ist" erläutert Projektleiter Theo van Hoorn vom NLWKN. Nur dort, wo unmittelbar aufgespült wird, ist der Spülbereich durch Spüldämme aus Sand abgegrenzt. Dieser Bereich darf nicht betreten werden, da hier Planierraupen arbeiten und der Untergrund noch nicht ausreichend tragfähig ist. Warnschilder machen diesen Bereich neben den Dämmen deutlich kenntlich. Der NLWKN appelliert gemeinsam mit dem Langeooger Bürgermeister Uwe Garrels an alle Gäste auf diese Hinweise und die Spülfeldbegrenzungen zu achten. Der Aufspülbereich kann von Spaziergängern entlang der Düne passiert werden.

Zur Information der Insulaner und der Inselgäste hat der NLWKN Informationstafeln aufgestellt. Zusätzlich ist eine Informationsbroschüre zu der Maßnahme verfügbar, die an verschiedenen Stellen und auch im Internet unter www.nlwkn.niedersachsen.de erhältlich ist.

erschienen am: 2017-08-19 im europaticker

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