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Abfallbilanz 2016 dokumentiert die guten Ergebnisse zu den Abfallmengen in Baden-Württemberg
Ulm im Bereich Abfall mit an der Spitze im Süden

Jede Ulmer Bürgerin und jeder Ulmer Bürger produzierte 2016 im Schnitt 134 kg Haus- und Sperrmüll. Das sind 7 kg weniger als der Durchschnitt in Baden-Württemberg. Noch besser sieht die Bilanz bei einem Vergleich der 8 kreisfreien Großstädte Baden-Württembergs aus. Hier liegt Ulm an zweiter Stelle hinter Freiburg. Dort produziert jeder im Schnitt 109 kg Haus- und Sperrmüll.

Beim Vergleich der Sperrmüllmengen wird Ulm mit 43 kg pro Einwohner nur von Mannheim mit 45 kg pro Einwohner übertroffen. Nach der Einführung der neuen Regelung bei der Abgabe von Sperrmüll an den Ulmer Recyclinghöfen Anfang 2017 sind hier die angelieferten Mengen deutlich zurückgegangen. Das Gros der „fehlenden“ Mengen wird jetzt in den angrenzenden Kommunen abgegeben. Dieser Trend kann eindeutig durch die Anliefermengen in den Nachbarkreisen belegt werden, auch wenn in Ulm die wilden Abfallablagerungen leicht zugenommen haben.

Bei der getrennten Sammlung von Wertstoffen liegen die Ulmer unter den kreisfreien Städten mit 193 kg pro Einwohner vorn. Heilbronn folgt mit 154 kg je Einwohner. Kunststoffe trennen die Ulmer so fleißig, dass die Menge sogar landesweit spitze ist. Mit 28,8 kg sammelt jeder Einwohner 19 kg mehr als der durchschnittliche Baden-Württemberger. Auch ausgediente Elektrogeräte werden in Ulm mit 11,9 kg je Einwohner rege getrennt gesammelt. Hier werden nur in Baden-Baden mit 12,7 kg je Einwohner mehr E-Geräte dem Recycling zugeführt.

Die Gebühren sind in Ulm im Vergleich mit den anderen kreisfreien Städten im unteren Drittel angesiedelt. Und das trotz des guten Leistungsspektrums in der Stadt wie z. B. die Anzahl und das Angebot an Recyclinghöfen, Gartenabfall- und Häckselplätzen.

Die Zahlen stammen aus der Abfallbilanz Baden-Württemberg, die jährlich vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft aufgestellt wird.

Die Stadt- und Landkreise (öffentlich rechtlichen Entsorgungsträger) erstellen jährlich bis zum 1. April jeweils für das vorhergehende Kalenderjahr eine Abfallbilanz über Art, Menge, Herkunft und Verbleib der in ihrem Gebiet angefallenen und von ihnen entsorgten Abfälle. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) veröffentlicht die zusammengefassten Ergebnisse zeitnah im Sommer.

Die Abfallbilanz 2016 dokumentiert die guten Ergebnisse zu den Abfallmengen in Baden-Württemberg. So ist das durchschnittliche Haus- und Sperrmüllaufkommen pro Einwohner und Jahr dank der vorbildlichen Mülltrennung in den privaten Haushalten auch im Jahr 2016 erneut gesunken.

erschienen am: 2017-08-21 im europaticker

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