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Hebenstreit: Studie belegt: Bahn ist deutlich billiger als Auto
Gewerkschaft vida: ÖVP will Ende des günstigen Bahnfahrens

Mit der Bahn pendeln ist deutlich billiger als mit dem Auto. Das ist die Erkenntnis einer groß angelegten Studie von „immoscout.at“, über die der „Kurier“ heute berichtet. Es wurden die Kosten für das Pendeln in Ballungsräume errechnet. Bei allen Rechenbeispielen stellt sich heraus, dass BahnfahrerInnen wesentlich weniger für den Weg in die Arbeit bezahlen als AutofahrerInnen.

Ein Beispiel: Für die Strecke St. Pölten–Wien zahlt man laut der Studie für die Bahn (inklusive Kernzone Wien) jährlich 1.588 Euro, für den Pkw aber 4.250 Euro – Parkplatzgebühren sind dabei gar nicht einberechnet. Daraus ergebe sich durchs Bahnfahren eine jährliche Ersparnis von 2.662 Euro. Ein weiteres Ergebnis der Studie: BahnfahrerInnen sind schneller am Ziel. Für die Strecke St. Pölten nach Wien benötigt man mit dem Auto doppelt so lang wie mit der Bahn.

„Diese Studie bestätigt unsere Überzeugung: Die Bahn ist schneller, sicherer, klimafreundlicher und vor allem günstiger als das Auto. Darum ist Österreich ja auch das Bahnland Nummer eins in der EU mit den am meisten gefahrenen Bahn-Kilometern pro Kopf“, so der Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Roman Hebenstreit.

„Ein wichtiger Faktor für diesen Erfolg ist die Direktvergabe, durch die Bund und Länder verschiedene Bahnunternehmen mit dem Bereitstellen attraktiver Bahnverbindungen beauftragen“, so der Gewerkschafter weiter.

„Die ÖVP will aber ein Ende dieser Direktvergabe. Das würde bedeuten, dass ausländische Bahnunternehmen mit Dumpingpreisen um Aufträge von Ländern und Bund mitbieten. Ein paar Jahre später, wenn die Konkurrenz kaputt ist, werden die Preise saftig erhöht, die Intervalle ausgedünnt und es wird bei der Sicherheit gespart - siehe die Entwicklung in Großbritannien. Übrig bleiben zigtausende arbeitslose EisenbahnerInnen und SteuerzahlerInnen, die ausländische Bahnen für schlechtere Leistungen bezahlen“, betont Hebenstreit.

So weit darf es in Österreich nicht kommen. „Darum haben wir als Gewerkschaft vida gemeinsam mit der Wirtschaftskammer die Initiative ‚Sag ja zur Bahn in Rot Weiß Rot‘ gestartet. Je mehr Menschen dafür unterschreiben, desto größer wird der Gegendruck gegen die Zerstörung der heimischen Bahnen!“, so vida-Vorsitzender Hebenstreit abschließend.

erschienen am: 2017-08-21 im europaticker

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