europaticker:
Verdacht: Handelt Landesregierung offenbar als Befehlsempfänger des Kohlekonzerns?
Umweltverband GRÜNE LIGA: Aufweichen von Brandenburgs Klimazielen nicht nachvollziehbar

Der Umweltverband GRÜNE LIGA kritisiert die geplante Aufweichung des Brandenburger Klimazieles als Unterwürfigkeit der Landesregierung gegenüber dem Kohlekonzern LEAG und veröffentlichte heute ein entsprechendes Hintergrundpapier.

„Wir haben das Prognos-Gutachten zur Energiestrategie ausgewertet und können die Schlussfolgerungen der Landesregierung nicht nachvollziehen. Eine Aufweichung des Klimazieles ist selbst dann nicht notwendig, wenn die Einsparziele bei Verkehr und Industrie verfehlt werden.“ sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA. Schuster weiter: „Mit der Aufweichung des Ziels von 25 auf 41 Millionen Tonnen soll die Energiestrategie dem Revierkonzept des Kohlekonzerns LEAG angepasst werden. Damit macht sich die Landesregierung zum wiederholten Male zum Befehlsempfänger des Kohlekonzerns.“

Für einen Betrieb des Kraftwerkes Jänschwalde bis nach 2030 liefert weder das LEAG-Revierkonzept noch das Prognos-Gutachten der Landesregierung eine nachvollziehbare Begründung. Das „Basisszenario“ des Gutachtens wurde von der Landesregierung als Auftraggeber absichtlich so definiert, dass das Kraftwerk im Jahr 2030 enthalten ist. Eine Empfehlung für dieses Szenario sprechen die Gutachter an keiner Stelle aus.

Die wichtigsten Informationen zur geplanten Aufweichung des Klimaziels hat die GRÜNE LIGA in einem Infoblatt zusammengestellt, das unter folgendem Link abrufbar ist:

http://www.kein-tagebau.de/index.php/de/aktuell/321-die-koalition-der-wortbruechigen

erschienen am: 2017-08-22 im europaticker

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 15. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken