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In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Beseitigungspflicht von tierischen Nebenprodukten
im Jahr 1998 an die SecAnim GmbH übertragen
Backhaus besucht SARIA-Betriebe in Malchin 

Die SARIA-Gruppe ist international tätig als Hersteller von Qualitätserzeugnissen für die menschliche und tierische Ernährung, für die Landwirtschaft, für die Aquakultur und für industrielle Anwendungen. Außerdem produziert SARIA neue Energien und erbringt Dienstleistungen für die Land- und Ernährungswirtschaft. Die Muttergesellschaft der SARIA-Gruppe ist die SARIA SE & Co. KG mit Sitz in Selm (Deutschland). die zum Rethmann-Konzern gehört. Die SARIA-Gruppe beschäftigt 9.000 Mitarbeiter an über 180 Standorten in 20 Ländern.

Die deutschen Tochtergesellschaften der SARIA-Gruppe bieten ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsspektrum. Die speziell auf die jeweiligen Märkte abgestimmten Produkte werden in unterschiedlichsten Branchen eingesetzt. Die Bandbreite der Einsatzgebiete reicht von der menschlichen Ernährung, über die Futtermittelindustrie und Landwirtschaft bis zu neuen Energien und vielfältigen industriellen Anwendungen. Darüber hinaus erbringen die SARIA-Tochterunternehmen ReFood und SecAnim wichtige Dienstleistungen mit der sicheren, schnellen und hygienischen Entsorgung von Speiseresten und tierischen Nebenprodukten.

Die Beseitigung von tierischen Nebenprodukten (Tierkörper, Teile von Tieren oder Erzeugnisse tierischen Ursprungs, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind), sogenanntem Material der Kategorien 1 und 2 ist in Deutschland eine öffentliche Aufgabe, die von stets funktions- und handlungsfähigen Institutionen getragen werden muss. In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Beseitigungspflicht im Jahr 1998 an die SecAnim GmbH übertragen.

„Die SecAnim GmbH hat sich in den vergangenen 19 Jahren als zuverlässiges Unternehmen erwiesen, das sich auf neue Situationen schnell einstellen kann. Das letzte Geflügelpestgeschehen hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wandlungsfähig und unberechenbar bestimmte Viren sein können. Vorhersagen über den genauen Verlauf von Epidemien sind daher oft schwierig. Ein funktionierendes Krisenmanagement ist in einer solchen Situation das A und O. Die Tierkörperbeseitigungsanlage in Malchin ist ein wichtiger Partner bei der Seuchenbekämpfung im Land“, so der Minister.

Es gehe aber nicht nur um die Entsorgung von Tierkörpern im Seuchenfall, sondern auch um die tägliche Beseitigung von tierischen Nebenprodukten im Normalbetrieb von Tierhaltungen, Schlachtbetrieben und Verarbeitungsbetrieben. Auch in diesen Fällen muss die Beseitigung stets ordnungsgemäß nach den rechtlichen Bestimmungen erfolgen.

Die bei der Verarbeitung entstehenden Mehle dienen als Alternativbrennstoff für Kraftwerke oder die Zementindustrie.  Die tierischen Fette werden direkt bei der am Standort ansässigen ecoMotion GmbH zu Biodiesel verarbeitet. Insbesondere der Biodiesel, der auf Basis von tierischen Fetten hergestellt wird, gilt als besonders nachhaltig und wird als Kraftstoff der zweiten Generation bezeichnet. Denn hier werden beseitigungspflichtige Reststoffe zu einem neuen Produkt verarbeitet. Biodiesel aus tierischen Fetten vermindert den Treibhausgasausstoß im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen um rund 90 Prozent.

Die ecoMotion-Biodieselanlage in Malchin ist eines der ersten Biodiesel-Pilotprojekte in Deutschland. Bereits 2001 wurde die Multifeedstock-Biodieselanlage auf Initiative des Ministers eröffnet, um pflanzliche Öle und tierische Fette einer sinnvollen Weiterverarbeitung zuzuführen. Jährlich werden 10.000 Tonnen Biodiesel und 1.000 Tonnen Glycerin produziert, die in Deutschland aufgrund gesetzlicher Einschränkungen nicht auf die Biokraftstoffquote anrechnet werden können.

Backhaus: „Es ist widersinnig, dass der in Malchin produzierte Kraftstoff zum Verkauf in die Niederlande transportiert werden muss. Im Sinne der Ressourcenschonung und des Klimaschutzes ist es angebracht, Biodiesel aus Tierfetten auch in Deutschland zu verwenden und nicht weiter durch gesetzliche Einschränkungen zu blockieren. Die aktuelle Rechtslage widerspricht dem Gedanken, dass vorhandene Ressourcen sinnvoll genutzt werden müssen.“

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erschienen am: 2017-08-23 im europaticker

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