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Entsorgung von gefährlichem Abfall ist österreichweit geregelt - nicht gefährliche
Abfälle sind Landessache
Feldkirchen: Finanzminister Schelling zu Besuch bei Saubermacher

Finanzminister Hans Jörg Schelling besuchte am Freitag, dem 18.08.2017, den steirischen Umweltpionier in seiner Zentrale in Feldkirchen bei Graz und den operativen Standort Graz-Puchstraße. Dabei wurden u. a. die neuesten Entwicklungen im digita-len Bereich wie etwa die App wastebox.biz, der Onlineshop wastebox.at oder die Gemeinde-App Daheim präsentiert. Auch über die aktuellen Herausforderungen der Ab-fallwirtschaft in Österreich, von neun verschiedenen Abfallwirtschaftsgesetzen bis hin zu langwierigen Genehmigungsverfahren neuer Betriebsanlagen, wurde diskutiert.

Digitale Innovation. Im Rahmen des Minister-Besuchs unterstrich das Unternehmen seine Innovationsführerschaft in den Bereichen moderne Recyclingwirtschaft, neue Verwertungs-technologien, F&E-Projekte und digitale Eigenentwicklungen wie die App wastebox.biz, auf die Saubermacher besonders stolz ist. Denn mit Hilfe der App wird die Baustellenentsorgung für Baufirmen stark vereinfacht und die Betriebe sparen Kosten aufgrund effizienterer Abläu-fe und Datenverfügbarkeit auf Knopfdruck. Auch die Umwelt wird geschont. „Wird die App nur für 50 % der Mulden-Transporte in Österreich eingesetzt, kann der CO2-Ausstoß um rund 6.000 to/Jahr reduziert werden“, betonte Ralf Mittermayr, Sprecher des Vorstandes, den klimarelevanten Aspekt von wastebox.biz.

Recycling mit Mehrwert. Saubermacher betreibt verschiedenste Abfallaufbereitungsanla-gen im In- und Ausland. Im Rahmen seines Betriebsbesuches führte die Unternehmensspit-ze Minister Schelling auch durch den operativen Standort in Graz-Puchstraße, wo unter an-derem die modernste Kunststoffsortieranlage Österreichs Leichtverpackungen verarbeitet.

Herausforderungen und Wünsche. Gleichzeitig nutzten Saubermacher Eigentümer Hans Roth und der gesamte Vorstand die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Finanzminister aktuel-le Herausforderungen und Wünsche zu diskutieren. Besonders die Bürokratie mit langen Verfahrenszeiten, wie zum Beispiel bei der Genehmigung neuer Betriebsanlagen, ist ein großes Hindernis für die gesamte Branche. „Betriebs- und Anlagengenehmigungen müssen beschleunigt werden. Die aktuellen Abläufe gefährden das gesamte Entsorgungssystem“, sind sich Georg Ketzler, CFO, und Gerhard Ziehenberger, COO, einig. Aber auch die neun verschiedenen Abfallwirtschaftsgesetze für die Entsorgung von nicht gefährlichem Abfall – jedes Bundesland hat sein eigenes – stellt Unternehmen und Entsorger vor große Herausforderungen.

Es ist praktisch unmöglich, Unternehmen mit Filialen bzw. Niederlassungen in verschiedenen Bundesländern ein einheitliches Angebot zu legen. „Das führt zu großem Mehraufwand und hoher Komplexität und lässt auch unsere überregional tätigen KundInnen stöhnen“, erläuterte Saubermacher-Eigentümer Roth. „Die Entsorgung von gefährlichem Abfall ist hingegen bundesweit geregelt. Das wünschen wir uns auch für den nicht gefährlichen Bereich“, so Roth weiter.

erschienen am: 2017-08-24 im europaticker

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