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Schweizer Helikopter im Einsatz zur Bekämpfung der Waldbrände in Portugal
Großbrände: Trockenheit und hohe Temperaturen

Seit 21. August 2017 bekämpfen die Schweizer Super Pumas und ihre Teams die Waldbrände gemeinsam mit dem portugiesischen Zivilschutz. Die Helikopter haben seit Beginn der Mission in rund 172 Flügen über 325 Tonnen Wasser abgeworfen. Heute hat die Armee ein neues Piloten- und Mechaniker-Team an die Basis nach Monte Real entsandt. Ein Soforteinsatzteam der Humanitären Hilfe des Bundes koordiniert den Einsatz mit den Behörden vor Ort. Sollten sich die Wetterprognosen wie erwartet entwickeln und keine unvorhersehbaren Ereignisse eintreten, wird der Schweizer Einsatz am 28. August 2017 beendet. Die Gesamtverantwortung für den Einsatz liegt bei der Humanitären Hilfe des Bundes in enger Zusammenarbeit mit der Armee.

Die der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) angegliederte Humanitäre Hilfe des Bundes und das Detachement der Schweizer Armee sind nun den vierten Tag im Einsatz. Seit Montag absolvieren zwei Super Pumas Flug um Flug, um die an mehreren Orten des Landes wütenden Brände zu löschen. Für den Fall, dass einer der Helikopter ausfällt, steht ein dritter Super Puma bereit. Die grosse Hitze stellt die Maschinen auf eine harte Probe.

Heute Vormittag ist ein Flugzeug des Lufttransportdiensts des Bundes mit zusätzlichem Material sowie Piloten und Mechanikern zur Ablösung vom Flughafen Bern-Belp gestartet.

Mehrere Brände gelöscht und Häuser gerettet

Die Super Puma waren in einiger Entfernung von ihrem Stützpunkt in Monte Real (100 Kilometer nordöstlich von Lissabon) im Einsatz: in den Regionen Marinha Grande, Porto de Mos, Viseu, Souselo und Sertã. Die Situation vor Ort ist äusserst unbeständig. Infolge der Trockenheit und der hohen Temperaturen brechen jeden Tag neue Brandherde aus.

Seit ihrer Ankunft in Portugal haben die Helikopter in 172 Löscheinsätzen über 325 Tonnen Wasser abgeworfen (Stand 24.08.2017, 0700 Uhr). „Der erfolgreiche Einsatz zeigt auch, wie gut die Humanitäre Hilfe und die Armee in Notsituationen im Ausland zusammenarbeiten. Dank diesem gemeinsamen Einsatz konnte verhindert werden, dass die Feuer auf bewohnte Häuser übergreifen“, sagt der Leiter des Soforteinsatzteams, David Sochor. Die Löscheinsätze werden jeweils bis Sonnenuntergang geflogen.

Koordination mit den portugiesischen Behörden

Jeder Flug wird von einem Angehörigen des portugiesischen Zivilschutzes begleitet, der die Koordination mit den am Boden eingesetzten Kräften sicherstellt. „Das und die Fähigkeiten unserer Leute und Helikopter ergeben zusammen eine sehr präzise und effiziente Arbeit“, zeigt sich Oberstleutnant Lukas Meier, der Chef des Armee-Detachements zufrieden.

Das Engagement der Schweiz in Portugal wird von der Humanitären Hilfe des Bundes geleitet, die die Koordination mit den portugiesischen Behörden sicherstellt. Die Humanitäre Hilfe unterstützt die Piloten zudem bei ihrer Arbeit, indem sie zum Beispiel ausfindig macht, wo die Super Pumas tanken und ihre Wasserbehälter füllen können. Rund 2000 Feuerwehrleute, rund 60 Fahrzeuge sowie gegen 20 Löschflugzeuge und Helikopter sind Tag und Nacht im Einsatz, um die Brände zu löschen.

Für die kommenden Tage sehen die Wetterprognosen etwas tiefere Temperaturen und ab Mitte nächster Woche eventuell auch einzelne Regenfälle vor. Der Einsatz der Schweizer Super Pumas ist deshalb nach aktuellem Stand der Planung bis 28. August 2017 vorgesehen. Je nach Entwicklung kann auch eine Verlängerung des Einsatzes ins Auge gefasst werden.

erschienen am: 2017-08-24 im europaticker

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