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Phase-II-Untersuchung des geplanten Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto
Bayer bietet konstruktive Zusammenarbeit mit der EU-Kommission an

Die Europäische Kommission hat am Dienstag beschlossen, die Phase II in der Untersuchung des geplanten Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto einzuleiten. Aufgrund der Größe und des Umfangs der geplanten Übernahme von Monsanto hat Bayer eine nähere Untersuchung erwartet. Bayer ist von den Vorteilen des geplanten Zusammenschlusses für die Landwirte und Kunden überzeugt und wird die EU-Kommission bei der Untersuchung wie bisher eng und konstruktiv unterstützen.

Die Unternehmen haben die Transaktion am 30. Juni 2017 bei der EU-Kommission angemeldet und am 31. Juli 2017 Verpflichtungsangebote vorgelegt.

Bayer sieht einer Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit mit der EU-Kommission entgegen mit dem Ziel, die Genehmigung der Kommission für die Transaktion bis Ende 2017 zu erhalten.

Mögliche Monsanto-Bayer-Fusion: Risiken für Umwelt und Gesundheit jetzt eingehend prüfen

 Zur Einleitung einer vertieften Prüfung der Fusion von Bayer und Monsanto bei der EU-Kommission erklären Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, und Katharina Dröge, Sprecherin für Wettbewerbspolitik: Die geplante Fusion von Bayer und Monsanto wäre schlecht für den Wettbewerb und schlecht für die Umwelt. Daher ist es gut, dass die EU-Kommission diese Fusion nicht einfach durchwinkt, sondern einer vertieften Prüfung unterzieht.

Wir fordern Kommissarin Vestager dabei auf, neben Wettbewerbsaspekten auch die Auswirkungen auf die Umwelt und die Ernährungssouveränität zu prüfen. Die Notwendigkeit der Prüfung dieser Aspekte zeigt auch ein Rechtsgutachten unserer Fraktion. Ein Megakonzern wie BaySanto würde nicht nur eine wettbewerbsschädliche Marktkonzentration erzeugen, sondern auch erhebliche Risiken nach sich ziehen, weil der Konzern auf den vermehrten Einsatz von Glyphosat und Gentechnik setzen will.

Auch die Bundesregierung steht der Pflicht, die EU-Kommission aufzufordern, diese Risiken für Umwelt und Gesundheit bei Ihrer Prüfung zu berücksichtigen.

Es ist besorgniserregend, dass vermehrte Großfusionen im Agro-Chemiesektor dazu führen, dass die Lebensmittelversorgung ganzer Volkswirtschaften in empfindlicher Weise von wenigen Konzernen abhängen. Gegen eine solche Entwicklung muss sich die Kommission mit einer Untersagung der Fusion stellen. Einen Megakonzern wie BaySanto darf es aus unserer Sicht nicht geben.

Übernahme von Monsanto (USA) durch Bayer (Deutschland) würde das weltweit größte integrierte Pestizid- und Saatgut-Unternehmen schaffen
Die Kommission hat vorläufige Bedenken dahingehend, dass die geplante Übernahme den Wettbewerb auf einer Reihe unterschiedlicher Märkte einschränken könnte, was zu höheren Preisen, einer geringeren Qualität, weniger Auswahl und geringerer Innovation führen würde. Die erste Marktuntersuchung führte zu vorläufigen Bedenken in drei Bereichen.
Kommission leitet eingehende Prüfung der geplanten Übernahme von Monsanto durch Bayer ein

Bayer: Science For A Better Life
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als "Corporate Citizen" sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern mit rund 115.200 Beschäftigten einen Umsatz von 46,8 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,7 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter http://www.bayer.de.


Weitere Informationen sind verfügbar unter: http://www.advancingtogether.com/de

erschienen am: 2017-08-26 im europaticker

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