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IK neuer Trägerverband der Netzwerkinitiative der Bundesregierung
Kunststoffverpackungsindustrie gründet Energieeffizienznetzwerk

"Energiesparen bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern ist vor allem besonders nachhaltig. Am besten für unsere Umwelt ist die Energie, die erst gar nicht verbraucht wird", so Ulf Kelterborn, Hauptgeschäftsführer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V., anlässlich der Gründung des ersten IKEnergieeffizienznetzwerkes in Bad Homburg.

Mit 18 Mitgliedsunternehmen der IK geht jetzt das erste Netzwerk der deutschen Kunststoffverpackungs-Branche an den Start. Die Netzwerkteilnehmer treffen sich von nun an regelmäßig zu einem Erfahrungs- und Ideenaustausch rund um das Thema Energieeffizienz und vereinbaren ein konkretes Einsparziel.

Seit Anfang Juli ist die IK Mitunterzeichner der deutschlandweiten Initiative Energieeffizienz-Netzwerke der Bundesregierung. Gemeinsam mit 22 Wirtschaftsverbänden setzt sich die Initiative unter Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums dafür ein, bis zum Jahr 2020 rund 500 neue Netzwerke zu gründen. Erklärtes Ziel ist dabei, durch die Netzwerkarbeit eine Einsparung von 5 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Die Bundesregierung hat am 3. Dezember 2014 gemeinsam mit Verbänden und Organisationen der Wirtschaft eine Vereinbarung zur flächendeckenden Einführung von Energieeffizienz-Netzwerken geschlossen. Ziel des Aktionsbündnisses ist es, bis zum Jahr 2020 rund 500 neue Netzwerke zu initiieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz in Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe zu leisten.

Umsetzung der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke

Beteiligt waren zunächst 21 Verbände und Organisationen der deutschen Wirtschaft sowie das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und das Bundesumweltministerium (BMUB).

Im Jahr 2015 wurde ein Praxis-Leitfaden (PDF: 901 KB) eerarbeitet, der die geschlossene Vereinbarung hinsichtlich der Initiierung und Durchführung von Netzwerken weiter konkretisiert. Des Weiteren wurde eine Geschäftsstelle eingerichtet, die im Auftrag des BMWi von der Deutschen-Energie-Agentur (dena) geleitet wird und im Dezember 2015 ihre Arbeit aufgenommen hat (Kontakt-Hotline: 030 66 777 66). Die Geschäftsstelle fungiert als Ansprechpartner für Netzwerke und Netzwerkinitiatoren, übernimmt die Registrierung neuer Netzwerke, organisiert Abstimmungsprozesse zwischen den Trägern der Initiative und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative. Seit dem Start der Initiative wurden 100 Netzwerke mit über 1000 Unternehmen und Standorten (Stand: Dezember 2016) neu gegründet. Die Partner der Initiative arbeiten gemeinsam daran, die Dynamik der Netzwerkgründungen weiter auszubauen. Informationen zum Nutzen von Energieeffizienz-Netzwerken und zur Initiative sind auf der Internetseite www.effizienznetzwerke.org abrufbar.

Im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft im Jahr 2015 haben Bundesregierung und Wirtschaft darauf hingewirkt, dass die Idee der Energieeffizienz-Netzwerke auch auf internationaler Ebene vorgestellt und diskutiert wird. Der internationale Austausch zu Energieeffizienz-Netzwerken und ähnlichen Ansätzen wurde im Rahmen der International Partnership for Energy Efficiency Cooperation (IPEEC) im Jahr 2016 fortgesetzt.

Energieeffizienz Netzwerk

Ein Energieeffizienz-Netzwerk besteht aus 8 bis 15 Unternehmen. In einer Potenzialanalyse zu Beginn der Netzwerkarbeit werden in den Unternehmen mit Hilfe eines erfahrenen Energieberaters Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz ermittelt. Auf Basis dieser Analyse formulieren die Unternehmen ein individuelles Einsparziel und unterlegen dies mit Maßnahmen. Auch das Netzwerk als Ganzes setzt sich ein Effizienzziel für die Dauer der Netzwerkarbeit. Im Verlauf des Netzwerkprozesses findet ein regelmäßiger moderierter Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen den teilnehmenden Unternehmenspraktikern statt. Die Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk versetzt die Unternehmenspraktiker in die Lage, Investitionen in Energieeffizienz auf solider Datenbasis zu planen und umzusetzen. Ergebnisse aus einem durch die Bundesregierung geförderten Netzwerke-Projekt haben gezeigt, dass die teilnehmenden Unternehmen ihre Energieeffizienz nach drei bis vier Jahren im Vergleich zum Branchendurchschnitt deutlich stärker verbessern konnten.

Die unterzeichnenden Verbände und Organisationen der Wirtschaft haben zugesagt, die Verbreitung von Energieeffizienz-Netzwerken bei den Unternehmen über die gesamte Laufzeit der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke zu fördern, unter anderem auch, indem sie als Initiatoren von Netzwerken auftreten. Die Bundesregierung trägt u. a. durch Informationen und Instrumente für die praktische Durchführung tatkräftig zum Erfolg der Initiative bei. Die Umsetzung der Vereinbarung wird durch ein jährliches Monitoring begleitet, welches erstmalig im Jahr 2017 durchgeführt wird (nachdem die ersten Netzwerke in die Phase der Maßnahmenumsetzung eingetreten sind).



Die folgenden Unternehmen sind Teilnehmer des IK-Energieeffizienznetzwerkes:

A+C Plastic Kunststoff GmbH
allvac Folien GmbH
Coveris Rigid Ravensburg Deutschland GmbH
DUO Plast AG
EBK Kunststoffe GmbH
E-proPLAST GmbH
Georg Menshen GmbH & Co. KG
GIZEH Verpackungen GmbH & Co. KG
Hopf Packaging GmbH
hünersdorff GmbH
Infiana Germany GmbH & Co.
KISICO Kirchner Simon & Co. GmbH
Rebhan FPS Kunststoff-Verpackungen GmbH
RKW SE Frankenthal
RPC Bebo Plastik GmbH
RPC Verpackungen Kutenholz GmbH
Schaumaplast GmbH & Co. KG Reilingen
Steinacker GmbH

erschienen am: 2017-08-27 im europaticker

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