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Grüne: Bedarf an Baurohstoffen ist gedeckt
Kiesabbau an der Kanisfluh ist ein unzulässiger Eingriff

Die Grünen sprechen sich im Zuge der Diskussion um den Kiesabbau am Fuße der Kanisfluh dafür aus, die Kansifluh großflächig unter Naturschutz zu stellen. „Ein Eingriff wie der Kiesabbau wäre eine dauerhafte Wunde im Landschaftsbild und ist daher unzulässig. Die Kanisfluh ist außerdem das Kapital für den Tourismus im Bregenzerwald“, so die Grüne Wirtschaftssprecherin Sandra Schoch bezugnehmend auf eine aktuelle Anfrage an den zuständigen Landesrat Johannes Rauch.

Die Kanisfluh ist ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv im zentralen Bregenzerwaldgebirge (Österreich) zwischen den Orten Mellau und Au. Die sagenumwobene Kanisfluh gilt als bekanntester Berg und Wahrzeichen des Bregenzerwalds. Die Kanisfluh ist ein typischer Kalkstock, sie gehört aber nicht zum Deckensystem der Nördlichen Kalkalpen, sondern bildet sich aus Jurakalk des Helvetikums, der mit dem schweizerisch-französischen Juragebirge näher verwandt ist als mit dem Wetterstein- oder Dachsteinkalk der Ostalpen

Die Grünen betonen, dass es keinen hinreichenden Grund für den Kiessabbau an diesem markanten Berg gibt. „Es besteht der dringende Verdacht, dass der Bedarf an Baurohstoffen in dieser Region mehr als gedeckt ist und, dass ein nennenswerter Anteil der in Vorarlberg abgebauten Rohstoffe ins Ausland exportiert wird. Das Argument der mangelnden Versorgung mit Baurohstoffen hält daher nicht stand“, schließt Schoch.

erschienen am: 2017-08-29 im europaticker

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