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Die Sanierungsarbeiten der LMBV werden voraussichtlich im III. Quartal 2018 abgeschlossen sein
Ende der KSE-Bergbausanierung in Bischofferode kommt in Sicht

Am 31. August 2017 trafen sich Mitarbeiter der LMBV vom Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz und der Fa. Schachtbau Nordhausen zu einer gemeinsamen Grubeninspektionsfahrt in Bischofferode. Acht Männern und einer Frau kam die Aufgabe zu, noch einmal in die ehemalige Kaligrube einzufahren, informierte Jörg Domnowski, Bereichsleiter Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz. Es war damit eine der letzten Befahrungen des untertägigen Grubenfeldes.

Nun endet dort eine langjährige Bergbautradition. 1909 war der Startschuss für den Kalibergbau in Bischofferode mit dem Abteufen des Schachtes I der „Gewerkschaft Weidtmannshall“ gegeben worden. Es waren übrigens auch schon die Bergleute der Deutschen Schachtbau AG aus Nordhausen, die in einer Rekordzeit von nur knapp anderthalb Jahren bis Juni 1910 Jahren damals den Schacht 600 Meter tief teuften. Das Bergwerk Bischofferode hat eine lange und bewegte Geschichte. Das Grubenfeld weist heute eine Gesamtfläche von 56 km² auf. Die Schächte werden nun geschlossen, das Grubenfeld verlassen und die Zugänglichkeit beendet.

Einen Grubenbetrieb der LMBV unter Tage im ursprünglichen Sinne gibt es schon jetzt nicht mehr. Im schachtnahen Bereich werden zum Sichern der Verwahrung insbesondere noch Einrichtungen zum Aufrechterhalten der Wetterführung betrieben.

Die notwendigen Transporte zum Auffüllen der Schächte werden im IV. Quartal 2017 beginnen und voraussichtlich im Frühjahr 2018 enden, so Hubert Prühl, Abteilungsleiter Zentrales Grubenwassermanagement bei der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- Verwaltungsgesellschaft. Verfüllt werden die beiden Schächte jetzt mit setzungsstabilen Verfüllbaustoffen. 20.000 Tonnen Schotter aus der Nähe von Ilfeld werden dafür benötigt. Das sind rund 800 Transporte verteilt auf neun Monate, erklärt Michael Seifert, Geschäftsführer der auftragnehmenden Firma Schachtbau Nordhausen. Benötigt werden außerdem verschiedene Dichtbaustoffe.

Die Sanierungsarbeiten der LMBV mit dem Verschluss der Schächte und nachfolgenden Abbrüchen werden voraussichtlich im III. Quartal 2018 abgeschlossen sein und liegen damit im vorgegebenen Zeitplan.

Nach den derzeitigen Planungen verbleibt langfristig das Verwaltungsgebäude für die Absicherung der weiterhin notwendigen Nachsorge und das Monitoring zum Grubenhohlraum. Mit dem vorgesehenen Verschluss der Schächte verbleiben die noch nicht verfüllten bzw. gefluteten Hohlräume lufterfüllt und werden sich langfristig allmählich durch Zutritte aus natürlichen unterhalb des Grubenhohlraums befindlichen Laugenreservaten verringern und auffüllen.

Die Ergebnisse des Monitorings bestätigen diese prognostizierte Entwicklung. „Wir erfüllen alle Maßgaben, damit von stillgelegten Bergwerken keine Gefahren ausgehen“, betonte LMBV-Abteilungsleiter Prühl. Aus diesem Grund gebe es auch langzeitliche Aufgaben mit Blick auf die Halde und bereits Überlegungen zum Umgang mit ihr: die Salzfracht der Abraumhalde soll beispielsweise durch Überdecken reduziert werden. Ein entsprechender Rahmenbetriebsplan der LMBV, der dies unter anderem beschreibt, befinde sich derzeit im Beteiligungsverfahren, so die Sanierer.

erschienen am: 2017-09-03 im europaticker

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