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Umweltbehörde vergibt Verwertung von Bio- und Grünabfall
Bremer Biomüll wird in einer Osnabrücker Biogasanalage zu klimafreundlichem Strom

Die Bremer Umweltbehörde hat die Verwertung des Bremer Bioabfalls an die Firma Remondis vergeben. Bereits Ende Juni wurde der Zuschlag für Grünabfall an die Nehlsen-Tochterfirma Kompostierung Nord (KNO) erteilt. Die Firma Remondis konnte sich bei der energetischen Verwertung von Bioabfall aus der Biotonne durchsetzen, während die Firma KNO für die Kompostierung der Grünabfälle (Garten- und Parkabfälle) das beste Angebot abgegeben hat. Die Umweltbehörde hat beide Firmen in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ausgewählt; dazu ist die Behörde verpflichtet.

"Aus dem Bremer Biomüll wird klimafreundlicher Strom. Mit dem Strom können über 1.000 Haushalte versorgt werden, das spart rund 2.000 Tonnen CO2", so Umweltstaatsrat Ronny Meyer. Der Bremer Biomüll wird dafür zukünftig in eine rund 90 Kilometer entfernte Vergärungsanlage bei Bohmte-Hunteberg, nahe Osnabrück, gefahren. "Wir können gut nachvollziehen, dass die dadurch entstehenden Mülltransporte in der Öffentlichkeit sehr kritisch gesehen werden. Wir haben bei der Auswahl der Angebote ökologische Kriterien, wie z.B. die Energieeffizienz und die Entfernung der Anlagen, mit berücksichtigt, aber nach geltendem Vergaberecht müssen die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit gewahrt werden. Damit erhält der Preis vergaberechtlich ein sehr hohes Gewicht.", so Meyer. Trotz des LKW-Transportes bleibt die Ökobilanz aufgrund der energetischen Nutzung mit netto rund 1.800 Tonnen eingespartem CO2 deutlich positiv. Das entspricht ungefähr der Menge CO2, die rund 1.100 Bundesbürger durchschnittlich durch Autofahren pro Jahr produzieren. Bisher wird der Biomüll nicht energetisch verwertet sondern lediglich kompostiert.

Der Grünabfall wird weiterhin durch die Nehlsen-Tochterfirma KNO in Bremen kompostiert und zum Teil als "Bremer Kompost" an den Recycling-Stationen an die Bürgerinnen und Bürger verkauft. Durch den Einsatz von Kompost im Gartenbau und in Privatgärten kommt damit ressourcenschonend natürlicher Dünger zum Einsatz. Die Ausschreibung ist notwendig geworden, weil die bisherigen Verträge von 1998 vertragsgemäß ausgelaufen sind. Die neuen Verträge beginnen ab 1.7.2018 und haben eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren beim Bioabfall und vier Jahren beim Grünabfall. In Bremen fallen jährlich rund 25.000 Tonnen Biomüll und 30.000 Tonnen Grünabfall an. Die separate Erfassung von Bio- und Grünabfällen aus Haushalten erfolgt in Bremen auf unterschiedlichen Wegen. Während die Bioabfälle in der braunen Biotonne gesammelt werden, erfolgt die Einsammlung von Grünabfällen kostenlos auf den Recycling-Stationen. Die Kosten für die Verwertung von Biomüll und Grünabfall werden über die Abfallgebühren abgerechnet.

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erschienen am: 2017-09-08 im europaticker

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