europaticker:
Analyse der Starkregenereignisse, die zu Überschwemmungen insbesondere am Heckengraben in
Spangdahlem und am Linsenbach in Binsfeld führten
Wasserrechte für den U.S. Flugplatz in Spangdahlem werden aktualisiert

Das auf dem Flugplatz Spangdahlem anfallende Niederschlagswasser wird in 29 Teileinzugsgebieten gefasst und über Regenrückhaltebecken in die umliegenden Gewässer abgeleitet. Die Rückhaltebecken dienen dabei der Vergleichmäßigung des Abflusses und so der Vermeidung einer stoßartigen hydraulischen Belastung der Bäche. Dort, wo Enteisungsmittel anfallen, sind den Rückhaltebecken sogenannte Fangbecken vorgeschaltet. Diese sammeln das hochbelastete enteisungsmittelhaltige Wasser und leiten es der jeweiligen Kläranlage zu.

Es wurde diskutiert, wie die Rückhaltewirkung der Becken, die teilweise auf bis zu 100-jährliche Regenereignisse ausgelegt sind, weiter verbessert werden können. Dies kann zum Beispiel durch eine flexiblere Steuerung der Regenrückhaltebecken erreicht werden. Mit Hilfe moderner Technik können Niederschlagsvorhersagen in die Steuerung des Abflusses einbezogen werden.

Der heutige Zustand ist das Ergebnis der Umsetzung einer wasserbehördlichen Anordnung  der SGD Nord aus dem Jahr 2009. Diese zielte auf die Verbesserung der stofflichen und hydraulischen Belastungen der Gewässer. Bezüglich der stofflichen Belastungen waren der Rückhalt und die Behandlung von enteisungsmittelhaltigem Niederschlagswasser insbesondere durch die Schaffung von zusätzlichem Speichervolumen/Fangbecken und durch den Bau von Steuer- und Messeinrichtungen vorgesehen. Bedingt durch die wasserbehördliche Anordnung wurden durch die U.S. Airforce seit 2009 umfangreiche Baumaßnahmen zur Verbesserung der Gewässergüte und eine Reduzierung der einzuleitenden Wassermengen in die Gewässer realisiert.

Die SGD Nord kündigte an, dass die komplexe fachliche Arbeit zur Erstellung der neuen Wasserrechte Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Forderungen zur Verringerung der PFT-Belastungen werden darin fester Bestandteil sein.

Zu diesem Zweck sollen die umfangreichen und aufwändigen Untersuchungen auf dem Flugplatz darauf konzentriert werden, dass Grundlagen zur Reduzierung der PFT-Einträge in die Oberflächengewässer zeitnah zur Verfügung stehen.

Ziel ist es, die Nutzungseinschränkungen an Spanger Bach, Linsenbach, sowie am Märchenweiher so schnell wie möglich zurücknehmen zu können.

Weitere Informationen unter: www.sgdnord.rlp.de

erschienen am: 2017-09-13 im europaticker

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