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OB: Seit dem Start der Initiative #WolfsburgDigital hat sich in dieser Stadt einiges getan
WolfsburgDigital: Richtungsweisende Entscheidungen in der Ratssitzung

Die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG haben beschlossen, sich gemeinsam den Herausforderungen der digitalen Transformation zu stellen und Wolfsburg im Rahmen der Initiative #WolfsburgDigital zu einer digitalen Modellstadt zu entwickeln. In den vergangenen Wochen und Monaten haben sich umfangreiche Prozess- und Projektstrukturen in Kooperation mit der Volkswagen AG entwickelt. Durch die Finalteilnahme Wolfsburgs am Wettbewerb Digitale Stadt des Bitkom e.V. konnten weitere Akteure aus dem städtischen und regionalen Umfeld in den Gesamtprozess eingebunden und bundesweite Aufmerksamkeit für Wolfsburg als digitale Vorreiterstadt erzeugt werden. In der heutigen Ratssitzung konnten weitere richtungsweisende Projekte auf den Weg gebracht werden.

Markthalle als Zentrum für Digitalisierung, CoCreation und Jugendförderung
Derzeit entstehen in zahlreichen Städten sogenannte Digital HUBS, welche die Zusammenarbeit von Unternehmen und Gründern auf engem Raum ermöglichen. Ziel ist die Beförderung von Innovationen im Bereich der Digitalisierung und die Stärkung der Städte als Startup-Zentren. Ziel ist es, die Markthalle als Treffpunkt der digitalen Stadtgesellschaft Wolfsburgs zu entwickeln und allen Interessierten eine zentrale Partizipationsplattform zu bieten. Somit soll eine neue Kooperationskultur zwischen der Stadt Wolfsburg, der Wirtschaft und Wissenschaft (z.B. Ostfalia Hochschule), Akteuren aus dem Bildungs- und Kulturbereich (z.B. Schulen) sowie den Bürgerinnen und Bürgern gefördert werden. Die Entwicklung des Wolfsburger HUBS ist ein Leitprojekt der Initiative #WolfsburgDigital und trägt zur Sichtbarkeit des Programms im Stadtraum und darüber hinaus bei.

Errichtung einer „smart factory“ an den Berufsbildenden Schulen
Die rasant fortschreitende Digitalisierung verändert die Arbeits- und Berufswelt nachhaltig. Berufsbildende Schulen sind in diesem Zusammenhang besonders wichtige Partner im dualen System, um den Fachkräftenachwuchs für die digitale Zukunft auszubilden. Im Zuge der Initiierung des Projekts „BBS fit für 4.0" sollen an den Wolfsburger Berufsbildenden Schulen Carl- Hahn und BBS II so genannte „smart factories" eingerichtet werden. „Smart factories" sind dezentrale Lernwerkstätten, die die Möglichkeit bieten, sich in einer modernen 4.0-Umgebung fortzubilden und zu vernetzen, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von gewerblichen und kaufmännischen Berufsbereichen zu stärken. Darüber hinaus sollen Auszubildende aus unterschiedlichen gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen in und am Modell einer „smart factory" lernen und sich dadurch das Thema Wirtschaft 4.0 in all seiner Vielfalt erschließen.

Die beiden Wolfsburger Berufsbildenden Schulen Carl- Hahn und BBS II werden sich in einem gemeinsamen Antrag darum bemühen, einer der neuen geplanten Standorte zu werden. Die beiden Schulen haben gemeinsam ein (Lehr-Lern)-Konzept zum Erwerb berufsübergreifender digitaler Kompetenzen auf der Basis der bestehenden Curricula erarbeitet. Das Konzept wird sich auf verschiedene Bildungsgänge anwenden lassen und verfolgt zugleich die Förderung von Lernortkooperation, die Übertragung auf andere Schulstandorte sowie die Durchführung von Fortbildungen. e-Radschnellwegverbindung zwischen Braunschweig und Wolfsburg Radschnellwege oder Radschnellverbindungen machen den Radverkehr grundsätzlich komfortabler und können den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad vereinfachen, beziehungsweise fördern. Entsprechende Schnellwege bieten qualitativ hochwertige Infrastruktur hinsichtlich Oberflächen, Breite, erzielbare Geschwindigkeiten, geringe Wartezeiten, Querungen oder Steigerungen, sodass die jeweilige Fahrt komfortabler wird. e-Radschnellwege können darüber hinaus um Angebote für Pedelecs erweitert werden, wie etwa Lademöglichkeiten auf dem Weg oder sicherere und wettergeschützte Stellplätze an den Endpunkten. Im Zuge der Ratssitzung wurde die Verwaltung nun beauftragt, eine Planungsvereinbarung zum e-Radschnellweg Braunschweig – Wolfsburg mit dem Regionalverband Großraum Braunschweig, der Stadt Braunschweig und weiteren beteiligten Gebietskörperschaften zu erarbeiten.

Mitgliedschaft in der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister
Die VITAKO ist das Netzwerk der öffentlichen IT-Dienstleister in Deutschland. Die VITAKO entwickelt seit mehr als 30 Jahren innovative und zukunftsorientierte IT-Lösungen im Auftrag ihrer öffentlichen Eigentümer und integriert diese in verwaltungsspezifische Prozesse. Als Verbund öffentlicher IT-Dienstleister unterstützt die VITAKO öffentliche Verwaltungen aller Größenklassen bei der wirtschaftlichen und effizienten Wahrnehmung ihrer Aufgaben und leistet einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Verwaltungen auf allen Ebenen.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs begrüßte die im Rat getroffenen Entscheidungen: „Seit dem Start der Initiative #WolfsburgDigital hat sich in dieser Stadt einiges getan. Viele Dinge sind für die Bürgerinnen und Bürger noch nicht immer sichtbar. Alleine durch die Entstehung des Digital HUBS in der Markthalle als Treffpunkt der digitalen Stadtgesellschaft Wolfsburgs rückt das Thema Digitalisierung stärker in das öffentliche Bewusstsein. Durch den Antrag zur Errichtung einer smart factory in den Berufsbildenden Schulen sowie durch die Planungsvereinbarung zum e-Radschnellweg stoßen wir weitere Projekte an, die die künftige Ausbildungs- und Lebensqualität in dieser Stadt weiter steigern.“

erschienen am: 2017-09-28 im europaticker

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