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EU: 222 Millionen Euro für Investitionen in den Umwelt- und Naturschutz und die Klimapolitik
Investitionen in eine Zukunft mit CO2-armer Kreislaufwirtschaft

Die Europäische Kommission hat grünes Licht für ein Investitionspaket in Höhe von 222 Mio. EUR aus dem EU-Haushalt gegeben, mit dem im Rahmen des LIFE-Programms für Umwelt und Klimapolitik der Weg Europas in eine nachhaltigere Zukunft mit weniger CO 2-Emissionen unterstützt wird. Die EU-Mittel sollen zusätzliche Investitionen anstoßen, sodass insgesamt 379 Mio. EUR in 139 neue Projekte in 20 Mitgliedstaaten fließen werden.

Karmenu Vella, Kommissar für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei, sagte dazu: „Auch im 25. Jahr seines Bestehens investiert das LIFE-Programm in innovative Projekte mit hohem Mehrwert für Menschen, Unternehmen und Natur. Ich freue mich, dass mit diesem Programm marktreife Technologien in neue, ,grüne‘ Unternehmen überführt werden.“

Miguel Arias Cañete, Kommissar für Klimapolitik und Energie, ergänzte: „Mit dem historischen Klimaschutzübereinkommen von Paris haben klimafreundliche Investitionen, die sich ohnehin beschleunigt haben, einen neuen Impuls erhalten. Im Rahmen dieser Projekte setzen wir knappe öffentliche Mittel als Katalysator ein, d. h. wir mobilisieren private Investitionen zum Schutz der Umwelt, zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger mit sauberer Energie. Investitionen dieser Art sind unerlässlich, wenn wir unsere Ansprüche in die Tat umsetzen wollen.“

Investitionen in eine Zukunft mit CO2-armer Kreislaufwirtschaft

181,9 Mio. EUR fließen in Projekte für Umwelt und Ressourceneffizienz, Natur und Biodiversität sowie Verwaltungspraxis und Information im Umweltbereich.

Im Einklang mit dem Paket zur Kreislaufwirtschaft der Europäischen Kommission, werden die Projekte die Mitgliedstaaten beim Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft unterstützen. Einige Projektbeispiele betreffen die Erprobung eines italienischen Prototyps, mit dem Fahrzeuge mit Benzinmotor kosteneffizient zu Hybridfahrzeugen umgerüstet werden könnten, die Herstellung biobasierter Produkte aus Klärschlamm in den Niederlanden sowie die Anwendung einer neuen biologischen Wasserbehandlung zur Entfernung von Pestiziden und Nitraten im Süden Spaniens. Mit anderen Projekten wird die Umsetzung des Natur-Aktionsplans und insbesondere die Verwaltung von Natura-2000-Gebieten unterstützt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Artenschutz, z. B. bei dem slowenischen grenzüberschreitenden Projekt, das zur Erhaltung einer vom Aussterben bedrohten Luchsart im Alpenraum beitragen soll.

In Bezug auf die Klimapolitik investiert die EU 40,2 Mio. EUR für Projekte, die die Anpassung an den Klimawandel, den Klimaschutz sowie Verwaltungspraxis und Information im Klimabereich betreffen. Es wurden Projekte ausgewählt, die das Ziel der EU unterstützen, die Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Niveau von 1990 um mindestens 40 % zu senken. Die Finanzierungen im Rahmen von LIFE werden auch dazu beitragen, die Resilienz des Mündungsgebiet der Schelde in Belgien, einer der am meisten befahrenen Wasserstraßen Europas, zu verbessern, Instrumente zur Vorhersage von Wüstensandstürmen zu entwickeln und dem Wärmeinseleffekt in den Städten entgegenzuwirken.

Projektbeschreibungen und weitere Einzelheiten finden sich in der Anlage dieser Pressemitteilung.

Hintergrund

Das Programm LIFE ist das Finanzierungsinstrument der EU für Umwelt und Klimapolitik. Mit dem 1992 eingeführten Programm wurden bisher mehr als 4500 Projekte in der EU und in Drittländern finanziert; hierfür wurden insgesamt über 9 Mrd. EUR mobilisiert, davon über 4 Mrd. EUR für den Umwelt- und Klimaschutz. Es gibt jeweils

rund 1100 laufende Projekte. Im Zeitraum 2014–2020 stehen für das LIFE-Programm 3,4 Mrd. EUR zu jeweiligen Preisen zur Verfügung. Das Programm umfasst je ein Teilprogramm für Umwelt und für Klimaschutz.

Mehr Informationen zu LIFE

Anlage

Programm LIFE

Die Kontaktdaten der zuständigen nationalen Behörden finden Sie hier.

erschienen am: 2017-09-28 im europaticker

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