europaticker:
Konsequente Kundenorientierung, Ausrichtung auf vier Produkt-Markt-Segmente: Agriculture, Industry, Consumers und Communities
K+S Gruppe: Ehrgeizige Wachstumsstrategie bis 2030

Die neue Gruppenstrategie "Shaping 2030" soll K+S auf einen ambitionierten, robusten und nachhaltigen Wachstumskurs bringen, heißt es heute (10.10.2017) in einer Presseaussendung. Mit "Shaping 2030" baue das Unternehmen auf seine Fähigkeiten bei der Förderung und Verarbeitung von Mineralien und nutzte die Chancen der globalen Megatrends. Daraus würden sich sowohl attraktive Wachstumsoptionen für das Bestandsgeschäft ergeben, als auch in neuen Geschäftsfeldern, in denen die Fähigkeiten des Unternehmens gewinnbringend eingesetzt werden könnten.

Die K+S AG, früher Kali und Salz AG, mit Sitz in Kassel ist ein börsennotiertes deutsches Bergbauunternehmen mit den Schwerpunkten Kali- und Salzförderung. K+S ist der größte Salzproduzent der Welt und gehört zur Spitzengruppe der internationalen Anbieter von kali- und magnesiumhaltigen Produkten für landwirtschaftliche und industrielle Anwendungen. K+S ist vorwiegend in Europa, Nord- und Südamerika tätig und beschäftigt weltweit mehr als 14.000 Mitarbeiter (2015). Durch Fusionen und Übernahmen integrierten die K+S und ihre Vorgängerunternehmen seit den 1890er Jahren die gesamte deutsche Kalibranche. Zwischen 1971 und 1993 gehörte das Unternehmen mehrheitlich zum BASF-Konzern, der bis 2011 an der Gesellschaft beteiligt war. Die Tochtergesellschaften der K+S sind vornehmlich mit der Vermarktung der eigenen Produkte befasst, aber auch im Dienstleistungsbereich, hier insbesondere in den Geschäftsbereichen Entsorgung und Wiederverwertung tätig.

Kern der Strategie ist eine markt- und kundenorientierte Aufstellung des bis dato produktionsgesteuerten Unternehmens. Die Ausrichtung auf die vier Kundensegmente erfordert die konsequente Integration der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz und ermöglicht zugleich die Hebung von Synergien. Das erklärte Ziel ist eine "One Company". Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Strategie. Die Neuausrichtung ist das Ergebnis einer fundierten, umfassenden Analyse während der vergangenen sechs Monate. Sie schließt ein klares Bekenntnis zu den Rohstoffen Kali und Salz sowie zu den deutschen und internationalen Produktionsstandorten ein.

Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender von K+S: "Mit der Inbetriebnahme des Bergwerks Bethune in Kanada haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Es war jetzt der richtige Zeitpunkt, ein klares Bild davon zu entwickeln, wie K+S im Jahr 2030 aufgestellt sein soll. Dazu haben wir alle Wachstumsoptionen ohne Denkverbote geprüft. "Shaping 2030" bietet langfristig das höchste Wertschaffungspotenzial bei gleichzeitig hoher Robustheit."

Die Umsetzung der Strategie wird in zwei Phasen erfolgen
Transformationsphase bis 2020

Die Ausrichtung auf die vier Produkt-Markt-Segmente Agriculture, Industry, Consumers und Communities wird eine bessere Kundenansprache ermöglichen. Das Produktportfolio kann systematischer entwickelt werden, insbesondere bei hochmargigen Produkten. Die Integration der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz ist eine wichtige Voraussetzung zur Stärkung der Kundenorientierung und ermöglicht zudem die Hebung von Synergien. Diese sollen zum Großteil in den Bereichen Produktion, Digitalisierung, Verwaltung, Einkauf und Logistik erzielt werden. K+S geht von einem jährlichen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 aus. Das Unternehmen wird ab dem Jahr 2019 wieder einen positiven freien Cashflow generieren. Der Verschuldungsgrad soll bis 2020 halbiert werden. Im Jahr 2023 will das Unternehmen wieder ein Investment-Grade-Rating erreichen.
Dazu erklärt Dr. Burkhard Lohr: "Die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden und die Entwicklung unseres Unternehmens zur "One Company" ist eine wichtige Veränderung für K+S. Dies bedeutet auch einen Kulturwandel, denn die Perspektive auf unser Geschäft und die Art, wie wir zusammenarbeiten, wird sich verändern."

Wachstumsphase 2020 bis 2030

Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 wurde eine strategische Roadmap mit Entwicklungszielen und starken Wachstumsoptionen entwickelt. Neben der Stärkung des operativen Ergebnisses soll die Abhängigkeit von externen Faktoren wie beispielsweise dem Wetter oder dem Weltmarktpreis für Kaliumchlorid (MOP) reduziert werden. Daher setzen die Wachstumsoptionen darauf, das Spezialitätengeschäft sowie angrenzende Geschäftsfelder wie z. B. Fertigation auszubauen. Auch regional will K+S das Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika erweitern. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eröffnet dieser klar beschriebene Wachstumskurs neue Entwicklungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Ambition: 3 Mrd. € EBITDA in 2030

Mit Blick auf die Zukunft hat K+S für das Jahr 2030 eine anspruchsvolle Ambition: 3 Mrd. € EBITDA mit einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15 %. Gut zwei Drittel des dafür notwendigen Wachstums wird K+S allein mit der Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen.
Dazu ergänzt Dr. Burkhard Lohr: "Wir haben uns bewusst dazu entschieden, unsere EBITDA-Ambition zu veröffentlichen. Damit machen wir klar, dass K+S eine langfristige Wertperspektive hat, wenn wir die Organisation und unser Geschäft konsequent weiterentwickeln. In einem ersten Schritt bedeutet das, die Synergien von mindestens 150 Mio. € zu heben, den Verschuldungsgrad zu halbieren und damit ein solides Fundament für künftiges Wachstum zu legen. Eine Stärke unserer Strategie ist, dass keine der Wachstumsoptionen so dominant ist, dass der Erfolg von "Shaping 2030" davon abhängt."

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Strategie

K+S gibt ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit ab und setzt sich ambitionierte Ziele, u. a. in den Bereichen Reduzierung von Salzabwässern und Arbeitssicherheit. So wird K+S die Versenkung von salzhaltigen Prozessabwässern aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021 einstellen. Die Nachhaltigkeitsziele von K+S sind definiert und werden im Laufe des Jahres 2018 mit konkreten und messbaren Kennzahlen hinterlegt, um Fortschritte und Ergebnisse transparent zu machen. Nachhaltigkeit bedeutet für K+S Zukunftsfähigkeit (weitere Informationen).

erschienen am: 2017-10-10 im europaticker

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 15. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken