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Die REACH-Verordnung hat das europäische Chemikalienrecht grundlegend verändert
BAuA bilanziert zehn Jahre neues europäisches Chemikalienrecht

"10 Jahre REACH", so titelt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in der aktuellen baua: Aktuell. Die zweite Ausgabe der amtlichen Mitteilungen der BAuA 2017 befasst sich mit dem aktuellen Stand der Umsetzung der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals), die 2007 in Kraft trat. Während der vergangenen zehn Jahre trugen die Mitgliedstaaten eine umfangreiche Datensammlung zu Stoffen, die in Europa vermarktet und verwendet werden, zusammen. In verschiedenen Beiträgen geht die baua: Aktuell auf den REACH-Prozess als solchen sowie auf bereits erreichte Ziele und gegenwärtige Herausforderungen ein.

Die REACH-Verordnung hat das europäische Chemikalienrecht grundlegend verändert. In drei großen Registrierungsphasen waren und sind Hersteller und Importeure dazu verpflichtet, umfangreiche Informationen zu den Eigenschaften, zur Verwendung und zur Exposition der Stoffe zusammenzustellen. Die dritte und letzte Registrierungsphase endet im Mai 2018. Die Registrierung und die Bewertung der chemischen Stoffe ist eine große Herausforderung für die BAuA, die mit zwei Fachbereichen in diesen Prozess eingebunden ist. Die Bundesstelle für Chemikalien ist die für die nationale Umsetzung von REACH verantwortlich. Etwa jedes vierte der bislang bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereichten 60.000 Dossiers kam aus Deutschland. Zudem übernimmt der Fachbereich "Gefahrstoffe und biologische Arbeitsstoffe" der BAuA die Bewertung von Chemikalien bezüglich ihrer Wirkung auf den arbeitenden Menschen. Die eingereichten Daten werden von der ECHA veröffentlicht. So können sich Unternehmen und Interessierte über die Eigenschaften und Risiken der Stoffe informieren und diese Daten für ihre eigene Arbeit nutzen.

Die verschiedenen Beiträge der jetzt erschienenen baua: Aktuell erläutern den bisherigen REACH-Prozess und seine Verfahren, wie beispielsweise die Zulassung und die Beschränkung von Stoffen. Zudem werfen sie einen bilanzierenden Blick auf die Entwicklung der Chemikaliensicherheit in Europa. So gilt es, in den kommenden Jahren die Vollständigkeit der toxikologischen Daten weiter zu verbessern und die Informationsweitergabe innerhalb der Lieferkette zu optimieren. Ein weiteres Ziel ist es, besonders besorgniserregende Stoffe zu identifizieren, Risiken zu mindern und Innovationen zur Ersetzung dieser Stoffe voranzutreiben. Erste Erfahrungen zeigen bereits, dass sich die Datenlage zu besonders gefährlichen Stoffen deutlich verbessert hat. Außerdem gibt die baua: Aktuell einen Einblick in die neue Ausstellung "Experiment", die ab November in der DASA Arbeitswelt Ausstellung zu sehen sein wird.

Die aktuelle Ausgabe gibt es – ebenso wie alle seit 2005 erschienenen Mitteilungen – kostenfrei auf der Internetseite der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit: Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

erschienen am: 2017-10-10 im europaticker

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