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Länderübergreifendes EU-Projekt erarbeitet Maßnahmen für eine natürliche Donau
Verbesserung der Durchgängigkeit von der Alb bis zum Schwarzen Meer

Der weitgehend im Verborgenen an der Gewässersohle stattfindende Transport von Geröll, Kies oder Sand, sogenannter Flusssedimente, ist wichtig für eine natürliche Gewässerdynamik. Erstmals arbeiten für eine bessere Sedimentdurchgängigkeit der Donau 14 Partner aus 9 Donauanrainerländern im EU-Projekt „Danube Sediment“ zusammen.

Über 300 Bauwerke beeinträchtigen allein in Deutschland den natürlichen Sedimenttransport der Donau. „Wir sind uns in Bayern unserer Verantwortung für ein nachhaltiges Sedimentmanagement in der Donau bewusst“, stellt Claus Kumutat, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU), anlässlich eines Workshops am LfU in Augsburg fest. „Ziel ist die Entwicklung eines flussweiten Maßnahmenpakets für einen verbesserten Transport von Sedimenten in der Donau.“ Ein Konzept für ein nachhaltiges Sedimentmanagement wird für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie dringend benötigt. Außerdem fließen die Projektergebnisse in regionale und internationale Wasser- und Hochwasserschutzpläne ein.


Die Regulierung von Flüssen, beispielsweise zum Hochwasserschutz, zur Verbesserung der Schiffbarkeit und zur Energiegewinnung, führt dazu, dass Sedimente nicht mehr ungehindert flussabwärts transportiert werden. Zu den vielfältigen Folgen zählen Risiken für den Hochwasserschutz, die Beeinträchtigung der Schiffbarkeit und der Wasserkraftnutzung sowie nicht zuletzt ein Verlust der biologischen Vielfalt im Donaugebiet.
Im EU-Projekt „Danube Sediment“ werden Daten und Methoden der in der „Internationalen Kommission zum Schutz der Donau“ organisierten Donauanrainerstaaten harmonisiert und Maßnahmen für einen durchgängigen Sedimenttransport erarbeitet. Insgesamt stehen im - für die Zusammenarbeit im Donauraum wegweisenden - EU-Projekt donauweit rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.


Am 10. Oktober 2017 trafen sich zum ersten Mal Akteure aus dem deutschen Donauraum zur Veranstaltung „Sedimentmanagement im Donau-Einzugsgebiet“ in Augsburg. Gemeinsam mit den deutschen Partnern des Danube Sediment-Projekts, dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) und der TU München, diskutierten die Akteure über Konzepte und technische Lösungen für den verbesserten Transport von Sedimenten. Beispielsweise ermöglichen neue innovative Wasserkraftwerke eine bessere Durchgängigkeit für Sedimente und Fische. Die im Workshop erarbeiteten Positionen und Empfehlungen fließen in die Ergebnisse des Danube Sediment-Projekts ein. Ende 2018 werden die Projektergebnisse im Rahmen einer zweiten Veranstaltung präsentiert.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im deutschen Projektnewsletter, einem Faltblatt sowie auf der englischsprachigen Projekthomepage.

erschienen am: 2017-10-11 im europaticker

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