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Name klingt lustig, hat aber einen ernsten Hintergrund
Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) bringen den Jahrestag „Welttoilettentag 2017“ in Erinnerung

Hintergrund des Jahrestages ist das Fehlen ausreichend hygienischer Sanitäreinrichtungen für mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung mit seinen gesundheitlichen und sozio-ökonomischen Folgen, insbesondere dadurch verursachte Krankheiten. Der Welttoilettentag blickt auf eine recht kurze Tradition zurück. Er wurde erstmalig 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen und seitdem von den Vereinten Nationen zum regelmäßigen Jahrestag gemacht. Und das, obwohl doch die Zeitschiene von der öffentlichen Latrine der Römer über die stinkende Stadt im Mittelalter bis zur heute eher unsichtbaren und geruchslosen Toilettenkultur eine lange und bewegte Geschichte aufzeigt ... .

„Die Selbstverständlichkeit, Wasser im Alltag zu gebrauchen und das durch den Gebrauch entstehende Abwasser nachhaltig zu klären, ist nicht überall gegeben“, so Maja Heindorf von den GEB. Weltweit verfügen rund 2,5 Milliarden Menschen nicht über ausreichende sanitäre Anlagen - oft mit dramatischen Folgen für ihre Gesundheit, denn die Fäkalien gelangen in Flüsse, aus denen auch Trinkwasser gewonnen wird. Fast eine Milliarde Menschen verrichten Ihre Notdurft im Freien.

„Wie wertvoll die Dienstleistung Abwasserreinigung ist, wird erst dann empfindlich erfahrbar, wenn sie gar nicht oder nur unzureichend zur Verfügung steht, z.B. auf Reisen“, so Heindorf weiter.

Auf Göttingens moderner Kläranlage sind rd. 30 Mitarbeiter im Einsatz, damit die nach neuestem Stand der Technik arbeitende Anlage rund um die Uhr verlässlich läuft.
Hier werden pro Tag je nach Wetterlage zwischen ca. 30. 000 und 80.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt.
In 24 Stunden Durchlaufzeit verwandelt die vollbiologische, dreistufige Abwasserreinigungsanlage die ankommende schmutzig-braune Brühe wieder in klares Wasser.

Während in der ersten Reinigungsstufe mit mechanischen Verfahren biologisch nicht abbaubare Grobstoffe entfernt werden, erfolgt in der zweiten und dritten Reinigungsstufe die eigentliche biologische Reinigung des Abwassers. Billionen von Bakterien übernehmen dort zunächst die Entfernung des enthaltenen Kohlenstoffs und in der dritten Reinigungsstufe den Abbau der Nährstoffe Stickstoff sowie durch ein Fällungsverfahren die Entfernung von Phosphor.

Durch die Entfernung der Nährstoffe Stickstoff und Phosphor in der Abwasserreinigungsanlage wird ein wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der guten Wasserqualität in der Leine geleistet. In zu hoher Konzentration würden die genannten Nährstoffe ein starkes Algenwachstum verursachen und dadurch den Lebensraum Fluss schädigen.

Noch Fragen zur nachhaltigen Abwasserreinigung? Dann wählen Sie die Servicenummer 400 5 400.

erschienen am: 2017-11-06 im europaticker

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