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Die Sackgebühr wurde in 1996 in Winterthur eingeführt, zunächst mit der Abfallmarke,
ab 2010 mit einem Gebührensack
Der neue Winterthurer Abfallsack ist rot

Der Winterthurer Abfallsack besteht nach wie vor aus 80 Prozent Recyclingmaterial. >Der neue Sack wird ab Dezember 2017 in der ganzen Region, das heisst im Gebiet des Sackverbunds Winterthur eingeführt. Er kann dann in mehr als 150 Verkaufsstellen bezogen und sofort eingesetzt werden.

Die Sackgebühr wurde in 1996 in Winterthur eingeführt, zunächst mit der Abfallmarke, ab 2010 mit einem Gebührensack.

1996 haben gleichzeitig mehrere Gemeinden zusammen mit der Stadt auf das Sackgebüh-rensystem mit Abfallmarken umgestellt. Damals beschloss man - vor allem im Interesse der Bevölkerung in den Gemeinden – eine Organisation zur Zusammenarbeit zu gründen, der «Sackverbund» war geboren. Ziel war, dass die Bevölkerung die Marken auch in den Verkaufsstellen in Winterthur kaufen können und nicht z.B. auf die Schalter der Gemeindeverwaltungen angewiesen sind. Heute gibt es im Verbundsgebiet rund 160 Verkaufsstellen. Der Sackverbund ist eine lockere Zweckgemeinschaft, im Gegensatz zu einem Zweckverband wie z.B. der Kehrichtorganisation Wyland.

2010 hat die Stadt den Gebührensack eingeführt. Die Verbundsgemeinden wollten vorerst beim Markensystem bleiben, sie erachteten die Vor- und Nachteile nicht als schlüssig. Zwischen der Lösung mit Marken und derjenigen mit Gebührensack ergibt sich bei gleichem Verkaufspreis (Fr. 1.80/35-l) aufgrund der Herstellungskosten eine Differenz beim Gebührenertrag (pro 35-L-Sack ist der Ertrag 6 Rp tiefer als bei der Marke). Deshalb musste jährlich eine Ausgleichszahlung zulasten der Abfallrechnung der Stadt Winterthur getätigt werden.

Im Sommer 2016 traten einige Unklarheiten über den Gebrauch von Winterthurer Gebührensäcken in den Verbundsgemeinden auf. Darauf entschlossen sich die Gemeinden auf Anfrage der Stadt, ebenfalls auf die Sacklösung umzustellen. Dadurch ist nun wieder eine einheitliche Lösung gegeben und die Ausgleichszahlung kann entfallen. Die Stadt führte eine Submission über die neue Gesamtheit an Gebührensäcken und Sperrgutmarken durch (Zuschlag an FO-Security). Faktenblatt

Weil jetzt die Nachbargemeinden auf das Winterthurer Gebührensacksystem umstellen, werden neu auch die Gemeinden des Abfallsackverbundes auf den Säcken aufgeführt (Brütten, Dättlikon, Neftenbach, Elsau, Pfungen, Seuzach und Wiesendangen). Dies wurde zum Anlass genommen, das Erscheinungsbild aufzufrischen.

Der Abfallsack dient zwar nur der Verpackung von Abfall, aber dennoch sind sein Erscheinungsbild und seine Qualität wichtig. Das grafische Design mit dem Zahlenmuster bleibt unverändert, die Qualität mit dreilagiger Folie und zähem Zugband wurde optimiert. Der Winterthurer Abfallsack besteht aus 80 Prozent Recycling-Kunststoff (Polyethylen).

Für die benötigten neuen Produkte – verschiedene Grössen von Gebührensäcken und Sperrgutmarken – führte die Stadt eine offene Ausschreibung nach GATT/WTO durch. Der Zuschlag ging an die bisherige Firma FO-Security im zürcherischen Maur. Die Säcke selbst werden in Spanien hergestellt. Die Qualität wird durch die EMPA mit einem genormten Testverfahren regelmässig anhand von Stichproben überprüft.

Ab 1. Dezember 2017 ist der neue Winterthurer Abfallsack in allen 150 Verkaufsstellen erhältlich. Selbstverständlich sollen zuerst noch die alten Bestände verkauft werden.

Für die Winterthurerinnen und die Winterthurer ergibt sich nur eine optische Veränderung vom bisher grauen zum neuen roten Abfallsack. Die Anwendung der Gebührensäcke in den Grössen 17-, 35-, 60- und 110-Liter ist unverändert, die alten Säcke bleiben gültig. Das neue Erscheinungsbild umfasst aber auch die Sperrgutmarken. Sie ersetzen das «Krawatten»-Modell aus dem Jahr 1996, sind einfach, rund und fälschungssicher. Die alten Sperrgutmarken sind weiterhin gültig, die neuen Marken werden als handliche 5er-Bogen verkauft.

erschienen am: 2017-11-08 im europaticker

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