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Herz: Bekämpfungsmöglichkeiten erarbeiten und Bevölkerung aufklären
Giftstoffe in Kreuzkräutern – FREIE WÄHLER fordern wissenschaftliche Auseinandersetzung

Fressen Nutztiere Kreuzkräuter, können die Folgen verheerend sein: die Leber wird lebensgefährlich geschädigt, meist verenden die Tiere qualvoll. Auch Menschen sind durch den versehentlichen Verzehr bereits gestorben. Im Landwirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags haben die FREIEN WÄHLER deshalb gefordert, über die Verbreitung der Kreuzkräuter in Bayern zu berichten sowie künftig besser über die Bekämpfungspflicht und Bekämpfungsmöglichkeiten aufzuklären.
 
„Das große Problem mit den Kreuzkräutern ist, dass sich ihre Giftstoffe in der Lebensmittelkette anreichern können“, erklärt der agrarpolitische Fraktionssprecher Dr. Leopold Herz. In Salaten und Tees seien die Stoffe bereits nachgewiesen worden; auch Imkereiprodukte, Eier oder Milch seien von Verunreinigung bedroht. Bislang sei die systematische Bekämpfung des Krauts jedoch schwierig. „Einzelpflanzen auszustechen ist zeitaufwendig, Unkrautvernichtungsmittel richten großen Schaden an. Biogasanlagenbetreiber nehmen mit Kreuzkräutern verunreinigten Grünschnitt in aller Regel nicht an, weil ihnen die Gefahr der Verschleppung zu groß ist“, so Herz.
 
Um die Vielzahl der Probleme anzugehen, sei es deshalb zwingend notwendig, die Kreuzkräuter wissenschaftlich zu erforschen. „Wir brauchen belastbare Daten bezüglich der Verbreitung in Bayern, damit darauf basierend Bekämpfungsmöglichkeiten erarbeitet und umgesetzt werden können“, fordert Herz. Auch eine Aufklärungskampagne – ähnlich wie beim Borkenkäfer – hält Herz für sinnvoll, um die Bevölkerung für das Problem zu sensibilisieren.
 
„Zwar konnten sich die übrigen Fraktionen nicht dazu durchringen, unserem Antrag zuzustimmen, doch unser Vorschlag, entsprechende Forschungsprojekte anzustoßen und zu fördern, ist auf große Resonanz gestoßen.“ Herz hofft deshalb, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der giftigen Pflanze bald intensiviert wird.
 
Hinweis: Den erwähnten Antrag der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion finden Sie HIER.

erschienen am: 2017-11-13 im europaticker

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