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Schienenverbindung zwischen Leer und Groningen soll bis zum Herbst 2024 wieder hergestellt werden
Bau der Friesenbrücke abgesichert

Das Land Niedersachsen hat sich mit der DB Netz AG auf die Vorfinanzierung des Neubaus der Friesenbrücke verständigt. Wirtschaftsminister Lies wird in den kommenden Tagen die entsprechende Vereinbarung unterzeichnen. Damit ist ein weiterer wichtiger Baustein erreicht. Die Friesenbrücke war eine eingleisige, nicht elektrifizierte Eisenbahnbrücke im Zuge der Bahnstrecke Leer–Groningen mit seitlichem Geh- und Radweg über die Ems bei der ostfriesischen Stadt Weener in Niedersachsen. Am Abend des 3. Dezember 2015 rammte ein Frachtschiff den geschlossenen Klappteil der Brücke und zerstörte ihn. Die Brücke kann seitdem nicht mehr genutzt werden, die Bahnstrecke ist unterbrochen.

Die Brücke soll durch einen Neubau ersetzt werden. Verkehrsminister Olaf Lies: „Wir sind als Land zwar nicht zuständig, aber es ist mir ein sehr großes Anliegen, dass es zügig mit dem Teilneubau voran geht. Das erwarten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, aber vor allem auch unsere niederländischen Freunde."

Am 28. August 2017 hatten der Bund, das Land und die DB Netz AG eine Einigung über die Finanzierung eines modernen Teilneubaus der Friesenbrücke erzielt. Ein Baustein dieses Finanzierungsmodells ist die Vorfinanzierung von bis zu 30 Millionen Euro für die Planung und Realisierung des Vorhabens. Mit dieser Vereinbarung stellt das Land sicher, dass die ursprünglich für den „schlichten" Wiederaufbau der Klappbrücke vorgeschossenen Mittel nun auch für eine moderne Drehbrücke verwendet werden können. „Wir versetzen damit die Deutsche Bahn in die Lage, die Planungen für dieses Vorhaben ohne weitere Verzögerungen voranzutreiben. Ich setze mich mit Nachdruck dafür ein, dass die Fertigstellung der Friesenbrücke und damit die Wiederaufnahme einer ununterbrochenen Schienenverbindung zwischen Leer und Groningen bis zum Herbst 2024 erfolgen kann", betonte Minister Lies.
Lies stellt damit auch noch einmal heraus, dass die Entscheidung für die moderne Drehbrücke absolut richtig und notwendig war.

Eine verbindliche Vereinbarung zwischen dem Bund und der DB Netz AG über die Finanzierung der Mehrkosten von 20 Millionen Euro soll im kommenden Jahr geschlossen werden. Zunächst müssen die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen im Bundeshaushalt geschaffen werden. Das Land hat einen Zuschuss in Höhe von fünf Millionen Euro als seinen Beitrag zur Finanzierung der Mehrkosten zugesichert.

Zerstörung der geschlossenen Klappbrücke wurde durch einen beidseitig missverstandenen
Funkverkehr zwischen Brückenwärter und Lotsen hervorgerufen

Kollision des MS EMSMOON mit der Friesenbrücke in Weener/Ems

erschienen am: 2017-11-13 im europaticker

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