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Vorhaben umfasst den Neubau von 58 Masten. Im Gegenzug werden 81 Masten rückgebaut
SGD Nord: Bundesverwaltungsgericht bestätigt Neubau der Höchstspannungsfreileitung Metternich – Pillig

Aktuell hat das Bundesverwaltungsgericht (BVG) in Leipzig in erster und letzter Instanz den Planfeststellungsbeschluss der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord als rechtmäßig bestätigt und die Klage gegen diesen als unbegründet zurückgewiesen.
Die SGD Nord hatte mit Bescheid vom 06. Juli 2016 den Planfeststellungsbeschluss zum Neubau der geplanten 110/380-kV-Höchstspannungsfreileitung Metternich – Niederstedem im Teilabschnitt Punkt Metternich - Punkt Pillig erlassen. Diese Entscheidung war so zu treffen, da laut Gesetz keine sogenannten „zwingenden Versagungsgründe“ gegen die Planungen der Amprion GmbH und der DB Energie GmbH vorlagen.
Dagegen hatte eine Eigentümerin von Grundstücken, die von der geplanten Leitung als Maststandort, durch Überspannung sowie für die Ausweisung von Schutzstreifen in Anspruch genommen werden sollten, geklagt.

Zum Hintergrund:
Das Vorhaben umfasst den Neubau von 58 Masten. Im Gegenzug werden 81 Masten rückgebaut. Zudem wird die Trasse auf einer Länge von ca. 2 Kilometern so verschoben, dass sie außerhalb des Industrieparks „A61/GVZ Koblenz“ verläuft. Hierdurch verkürzt sich die Trasse um 450 Meter. Das Vorhaben wird als Freileitung ausgeführt, da das Projekt weder im Energieleitungsausbaugesetz noch im Bundesbedarfsplangesetz als Erdverkabelung vorgesehen ist. Die gesamte Leitung bis zum Endpunkt Niederstedem ist 116 Kilometer lang, der erste Teilabschnitt Metternich – Pillig 19 Kilometer lang.
Mit der Leitung werden die beiden Schwerpunkt-Umspannanlagen in Weißenthurm und in Niederstedem direkt mit einer 380-kV-Leitung verbunden. Bisher gab es nur eine 380-kV-Leitungsanbindung aus dem Aachener Raum über Dahlem (Westeifel) nach Niederstedem. Zudem soll mit der neuen Leitung der vermehrt anfallende Windstrom aus der Eifelregion zu den Verbrauchern in den Süden und Südwesten abtransportiert werden. Das Vorhaben ist Teil der Netzausbauplanung der Bundesregierung. Zugleich profitiert die Deutsche Bahn, da auf dem Mastgestänge der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung eine 110-kV-Bahnstromleitung mitgeführt wird. Hierdurch wird die Versorgungssicherheit des Bahnstromnetzes insbesondere auf der Moselstrecke verbessert.

Weitere Informationen unter www.sgdnord.rlp.de

erschienen am: 2017-11-13 im europaticker

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