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RMB GmbH betreibt unweit der Aufbereitungsanlage schon seit September 1999 eine
Bioabfallbehandlungs- und Biomasseaufbereitungsanlage
Aus Bioabfall wird Biogas: RP genehmigt Anlagen in Frankfurt

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat der Mainova AG die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Biogas-Aufbereitungsanlage in der Frankfurter Schielestraße erteilt. Außerdem hat das RP Darmstadt der RMB Rhein-Main Biokompost GmbH verschiedene Änderungen an ihrer Bioabfallbehandlungs- und Biomasseaufbereitungsanlage in der Frankfurter Peter-Behrens-Straße genehmigt.

Die Mainova AG ist einer der größten regionalen Energieversorger in Deutschland und beliefert rund eine Million Menschen in Hessen und den angrenzenden Bundesländern mit Strom, Erdgas, Wärme und Wasser. Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Seit Oktober 2008 bietet das Frankfurter Unternehmen Privatkunden Strom und Erdgas unter dem Markennamen „Mainova Strom Direkt“ und „Mainova Erdgas Direkt“ sowie den Ökostrom „Novanatur“ an.

Die Biogas-Aufbereitungsanlage soll pro Jahr bis zu 5,1 Millionen Kubikmeter Rohgas verarbeiten können –zur Einspeisung in das öffentliche Gasversorgungsnetz. Das RP stimmte auf Antrag von Mainova Anfang Juli einem vorzeitigen Baubeginn der Fundamente zu. Nach dem eigentlichen Baubeginn der Anlage soll die Inbetriebnahme Anfang 2018 erfolgen. Die nachgeschaltete Biogas-Einspeiseanlage ist nicht Teil der Genehmigung durch das RP. Mit ihr soll die Einspeisung des klimaneutralen Gases in das öffentliche Versorgungsnetz ermöglicht werden.

Die RMB GmbH betreibt unweit der Aufbereitungsanlage schon seit September 1999 eine Bioabfallbehandlungs- und Biomasseaufbereitungsanlage. Im vergangenen Jahr hatte das RP unter anderem dem Bau eines zweiten, baugleichen Fermenters und der Errichtung eines größeren Biogasspeichers zugestimmt. Der neue Fermenter befindet sich seit kurzem im Probebetrieb.

Bisher wurde das Biogas durch Blockheizkraftwerke direkt in der Anlage verstromt. Die nun erteilte Änderungsgenehmigung erlaubt unter anderem die Abgabe des produzierten Biogases an die Aufbereitungsanlage der Mainova mittels zweier Druckerhöhungsgebläse und oberirdischer Leitungen. Die Gesamtkapazität der Bioabfallbehandlungs- und Biomasseaufbereitungsanlage wird nach Inbetriebnahme der geänderten Anlage 123.000 Tonnen im Jahr betragen.

Hintergrund: Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt ist mit seiner Frankfurter Abteilung ‚Arbeitsschutz und Umwelt‘ unter anderem für die Abfallwirtschaft und den Immissionsschutz in der Stadt Frankfurt zuständig. Rechtliche Grundlage seiner Tätigkeiten in dem Bereich ist das Bundes-Immissionsschutzgesetz.

erschienen am: 2017-11-13 im europaticker

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