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NABU-Projekt „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland“
wurde als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet
NABU-Projekt zum Schutz der Gelbbauchunke erhält Auszeichnung

Das NABU-ProjektStärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland wurde am Donnerstag, den 9.11.2017 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. „Das ist eine besondere Würdigung für ein sehr erfolgreiches Projekt“, freut sich Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen. „Die Auszeichnung belegt, wie wichtig unser Engagement für das Überleben der Gelbbauchunke und die Steigerung der Artenvielfalt ist.“ Die Auszeichnung wurde vonDr. Christelle Nowack,Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt,im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Gemeinsam mit Projektleiter Thomas Kutter und dem NABU-Landesvorsitzenden aus Nordrhein-Westfalen hat Dr. Holger Buschmann am Donnerstag im Naturschutzgebiet Holzhauser Mark südöstlich von Porta Westfalica die Auszeichnung entgegengenommen

NABU-Projektleiter Thomas Kutter freut sich „In über 130 Projektgebieten konnten weit über 6.000 Amphibiengewässer angelegt werden. Zahlreiche Flächen wurden entbuscht und offen gehalten sowie Winterquartiere geschaffen. Einige Flächen werden nun dauerhaft beweidet. Als Trittsteine angelegte Tümpel sollen die Gelbbauchunkenhabitate nun miteinander verbinden.“ Denn die Gelbbauchunke ist gerade in Deutschland eine besonders schützenswerte Art. Bei uns befindet sich ein bedeutender Teil ihrer Weltpopulation, ebenso wie ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Doch das Überleben des kleinen Froschlurchs ist gefährdet: Die Gelbbauchunke ist auf der Roten Liste Deutschlands als ‚stark gefährdet‘ und in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sogar als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Fünf NABU-Landesverbände haben sich für das Projekt "Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland" zusammengeschlossen. Besonders wichtig für das Überleben der Unken ist, dass isolierte Populationen wieder vernetzt werden.

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt „Das Projekt hat durch die umgesetzten Schutzmaßnahmen für die Gelbbauchunke einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt geleistet. Gleichzeitig wurde den Menschen der Wert der biologischen Vielfalt vermittelt. Das Projekt hat auch Vorbildcharakter: so wurden durch den überregionalen Ansatz Erkenntnisse gewonnen, die auch in anderen Regionen Deutschlands als Modell genutzt werden können“, so Dr. Christelle Nowack, die im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade den Preis übergab. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält der NABU Niedersachen einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung das ProjektStärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschlandeinen wertvollen Beitrag leistet.

Die Auszeichnung:
Das NABU-Projekt „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland“ hat die Fachjury der UN-Dekade Biologische Vielfalt erstmals ausgezeichnet. Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Damit will die Staatengemeinschaft ein Zeichen setzen für die Bedeutung der Biodiversität weltweit und zum Handeln anstoßen. Mit der Auszeichnung darf der NABU zwei Jahre lang den Titel UN-Dekade Biologische Vielfalt für sein Projekt nutzen. Im Rahmen der Verleihung erhielt der NABU als Trophäe den „Vielfalts-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht. Für die Ernennung zum UN-Dekade-Projekt hat das NABU-Ehrenamtsprojekt einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllt: So leistet es einen bedeutenden Beitrag für die Erhaltung oder Erforschung der biologischen Vielfalt, wirkt als Multiplikator, hat einen kooperativen Ansatz, ist innovativ sowie langfristig angelegt, wie die Jury feststellte. Weitere Infos: www.undekade-biologischevielfalt.de

erschienen am: 2017-11-13 im europaticker

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