europaticker:
Baden-Württemberg fördert energieeffizientes Nahwärmenetz in Ditzingen mit 250.000 Euro
Untersteller: Wärmenetze nehmen bei der Wärmeversorgung der Zukunft eine tragende Rolle ein

Das Land unterstützt den Bau eines energieeffizienten Nahwärmenetzes im Neubaugebiet „Ob dem Korntaler Weg“ in Ditzingen mit 250.000 Euro. In den kommenden drei Jahren errichten die Stadtwerke Ditzingen dort eine hybride Nahwärmeversorgung mit dezentralen Wärmespeichern für rund 300 Wohnungen. Bei einem solchen Hybrid-Heizsystem wird die Wärmeversorgung eines Gebäudes nicht nur von einem Energieträger übernommen, sondern auf mehrere Säulen verteilt. Im Ditzinger Neubaugebiet soll Wärme sowohl über eine Wärmepumpe als auch über ein Erdgas-Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt werden.

„Wärmenetze nehmen bei der Wärmeversorgung der Zukunft eine tragende Rolle ein“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller heute (22.11.) in Stuttgart. „Indem sie wie in Ditzingen verschiedene Techniken zur Wärmeerzeugung kombinieren und die Wärmeversorgung zudem mit dem Stromsektor koppeln, tragen Wärmenetze wesentlich zu einer flexiblen und damit sicheren Energieversorgung bei.“Im Neubaugebiet „Ob dem Korntaler Weg“ sollen Wärmepumpe und BHKW in Abhängigkeit vom Spotmarktpreis der Leipziger Strombörse eingesetzt werden. Bei hohen Preisen wird vorrangig das BHKW Wärme erzeugen, bei niederen die Wärmepumpe. Das entlastet zum einen den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger und zum anderen auch das Stromnetz. „Eine hybride Wärmeversorgung ist insbesondere in den Wintermonaten von Bedeutung“, erläuterte Untersteller. „Wenn die Nachfrage an Wärme steigt, Sonnen- und Windenergie den erhöhten Strombedarf aber nicht abdecken können, wird das BHKW gleichermaßen Strom liefern als auch Wärme erzeugen.“ Derartigen Systemen komme daher im Rahmen der fortschreitenden Energiewende eine immer größere Bedeutung zu“, so der Minister weiter.Um Investitionen in solch zukunftsweisende Wärmenetze anzureizen, hat das Land im Februar 2016 das Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ aufgelegt. Das Programm ist auf sechs Jahre angelegt und hat ein Fördervolumen von insgesamt 10 Millionen Euro. Es richtet sich an Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen oder sich dabei engagieren wollen.

Einmal mehr machte Minister Untersteller deutlich, dass der Großteil der gesamten Endenergie im Land für Heizen und warmes Wasser verbraucht werde: „Die Wärmeerzeugung ist für mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Heizung und Warmwasserbereitung verursachen ein Drittel der hierzulande ausgestoßenen Treibhausgase. Daher müssen wir unser Hauptaugenmerk weiter auf den Wärmesektor legen, um unseren Klimaschutzzielen näher zu kommen.“ Ziel der Landesregierung sei es, den Anteil erneuerbarer Wärme am Wärmeverbrauch von aktuell 15,6 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 21 Prozent zu erhöhen.Mehr zum Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ erfahren Sie auf der Homepage des Umweltministeriums unter www.um.baden-wuerttemberg.de.

erschienen am: 2017-11-22 im europaticker

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 15. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken