europaticker:
Landeshauptstadt und Kooperationspartner leisten gemeinsam Obdachlosenhilfe in
der kalten Jahreszeit
Niemand muss auf Saarbrückens Straßen frieren oder hungern

Die Obdachlosenhilfe in der Landeshauptstadt Saarbrücken ist auf den bevorstehenden Winter vorbereitet: Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Gerade jetzt, wo es kälter wird, arbeitet die Landeshauptstadt Saarbrücken eng mit ihren etablierten Kooperationspartnern der Wohnungslosenhilfe zusammen. Niemand muss draußen schlafen und sich der Kälte und damit unkalkulierbaren Gefahren aussetzen. Wir helfen obdachlosen Personen, die freiwillig ein geheiztes Quartier aufsuchen ebenso wie Menschen, für die es unvorstellbar ist, in einer Wohnung zu leben. Ich möchte all denjenigen ganz herzlich danken, die sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft einsetzen, besonders den ehrenamtlich Tätigen.“

Durch den regelmäßigen Kontakt der Streetworker mit den Wohnungslosen geht die Stadtverwaltung von durchschnittlich rund 25 Personen aus, die ihr Leben überwiegend im Freien organisieren. Häufig liegt bei ihnen ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren wie Suchterkrankungen und psychischen Problemen vor. Es ist in der Regel nicht möglich und auch nicht gewünscht, sie gegen ihren Willen unterzubringen, denn ihre Persönlichkeitsrechte sollen respektiert werden.

Bewährte Kombination aus Hilfe vor Ort und Notquartieren
Das Netzwerk verfolgt daher auch in diesem Winter die bewährte Doppelstrategie: Einerseits bietet es Hilfe vor Ort bei den Menschen an, andererseits gibt es stationäre, halbstationäre und ambulante Einrichtungen. So entsteht ein engmaschiges Netz, das es ermöglicht, auf den konkreten Einzelfall zu reagieren. Neben der Akuthilfe bieten die Träger der Wohnungslosenhilfe auch Beratungen an.

Die Hilfseinrichtungen müssen tagesaktuell planen und reagieren, denn die Personenzahl und der tatsächliche Aufenthaltsort der Obdachlosen ändern sich häufig. Die Streetworker weisen die angetroffenen Personen immer wieder auf die vielfältigen Übernachtungsmöglichkeiten wie Heime, Obdachlosenwohnungen, die Notschlafstelle oder Privatvermieter hin und motivieren sie, diese Angebote zu nutzen.

Amt für soziale Angelegenheiten unterstützt Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten
Das Amt für soziale Angelegenheiten der Landeshauptstadt bietet eine Reihe von Beratungsangeboten und Hilfestellungen für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten an. Um Obdachlosigkeit zu vermeiden, leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vorfeld zu Räumungsklagen Unterstützung. Sie weisen Betroffene in Obdachlosenwohnungen ein und betreuen sie vor Ort. Die Stadtverwaltung betreibt eine Anlaufstelle für dringend Wohnungssuchende, wickelt Heimkosten ab und hat eigene Streetworker. Sie bezuschusst außerdem Projekte, bei denen sich die Wohnungslosen bei einem Essen aufwärmen können.
Angesichts eines angespannten Wohnungsmarkts im preisgünstigen Bereich, gibt es kaum kleine und bezahlbare Wohnungen, auf die die Ortspolizeibehörde bei Bedarf zurückgreifen kann. Bislang konnte sie jedoch allen gefährdeten Menschen helfen.

Notwohnung gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt
Daneben betreibt die Landeshauptstadt in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine Notwohnung in der Brückenstraße. Für die Wohnungslosen ist sie oft die einzige und letzte Möglichkeit, kurzfristig ein beheiztes Obdach zu finden. Die Belegung wechselt täglich. Wer die Wohnung nutzen will, wird unbürokratisch aufgenommen, denn der Mensch und sein momentanes Schicksal stehen im Vordergrund. Vor allem Männer nutzen die Notwohnung häufig. Im Frauenbereich sind in der Regel ein bis zwei Betten auch kurzfristig frei. Im Dezember 2016 haben hier 51 Personen schnell Hilfe gefunden. Insgesamt gab es im letzten Jahr 835 Übernachtungen. In den drei ersten Quartalen 2017 wurden bisher 500 Übernachtungen gezählt. Vollstationäre Wohnheime sind in der Regel voll besetzt.

Institutionen und Träger von Einrichtungen für Obdachlose in Saarbrücken

Stationäre Einrichtungen:

Ambulante und halbstationäre Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe:

erschienen am: 2017-11-23 im europaticker

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