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SOH setzt nach Schändung von Urnengräbern für Hinweise auf Täter 1000 Euro Belohnung aus
Offenbach: Vandalismus auf Friedhöfen - Farbschmierereien im Stadtgebiet

Auf zwei Offenbacher Friedhöfen wurden in jüngster Zeit zwei Urnennischen aufgebrochen und daraus insgesamt drei Urnen gestohlen. Der erste Fall ereignete sich Ende Oktober auf dem Alten Friedhof, der zweite in der vergangenen Woche auf dem Neuen Friedhof. „Wir sind entsetzt und fassungslos über diesen Vandalismus“, sagt Peter Walther, Leiter des ESO Eigenbetriebs, unter dessen Dach auch die Friedhofsverwaltung angesiedelt ist.

Diese hat bei der Polizei Strafanzeige wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung gestellt. Der Eigenbetrieb setzt eine Belohnung von 1000 Euro für Zeugenhinweise aus, die zur Ergreifung des oder der Täter führen. Hier hoffen Polizei und Verwaltung vor allem auch auf Friedhofsbesucher, die Beobachtungen gemacht haben könnten. Zusätzlich werden in Absprache mit dem städtischen Ordnungsamt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwache häufiger die Friedhöfe bestreifen.

Belohnung für Hinweise: Stadt, Polizei und Bauwirtschaft suchen Urheber von „PRIUS“-Schmierereien

Farbschmierereien auf Spielplätzen, im Wetterpark Offenbach und in den S-Bahnstationen haben in den vergangenen Monaten zugenommen. Sie lösen Frust und Ärger aus, besonders bei betroffenen Hauseigentümer/innen, bei Wohnungsbaugesellschaften und bei den zuständigen Dienststellen. Besonders hohen Schaden verursachte zuletzt der „PRIUS“-Sprayer, der allein in der Offenbacher Innenstadt mindestens 20 gleichnamige Schriftzüge hinterließ. Den verursachten Schaden schätzt die Polizei auf bis zu 10.000 Euro.

Ordnungsdezernent Dr. Felix Schwenke bittet nun um Hinweise aus der Bürgerschaft, die zur Ergreifung der Sprayer führen können: „Wir wollen nicht zulassen, dass das Stadtbild mit Schmierereien verunstaltet wird!“ Um die Bereitschaft der Anzeige zu fördern, soll es nicht alleine bei diesem Appell bleiben: „Wir haben vom Kreis der Wohnungswirtschaft in Offenbach die Zusage erhalten, sachdienliche Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, mit bis zu 1.000 Euro Belohnung zu honorieren“, teilt Frank Weber, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes, mit. Hinweise auf den Täter nimmt das „Sachgebiet Sprayer“ der Polizei unter der Rufnummer 06181 9010-0 entgegen.

Zur Verfügung gestellt wird die Belohnung auf Grundlage der Offenbacher Vereinbarung gegen Graffiti. Ende 2008 hatten sich auf Initiative des Ordnungsamtes der Stadt die im Kreis der Wohnungsbauwirtschaft zusammengeschlossenen Wohnungsbaugesellschaften gegenüber der Stadt und der Polizei verpflichtet, unerwünschte Schmierereien bei der Polizei anzuzeigen: Die Täter sollen zivilrechtlich belangt werden, die Schmierereien werden unverzüglich beseitigt. In Einzelfällen werden für sachdienliche Hinweise Belohnungen ausgesetzt. Dass dies zum Erfolg führen kann, zeigt die Vergangenheit: In zwei Fällen führten Hinweise aus der Bevölkerung zur Identifizierung der Täter. Weitere Schmierereien mit deren „Tags“ konnten danach nicht mehr festgestellt werden.

Der Kreis der Wohnungswirtschaft in Offenbach setzt sich zusammen aus folgenden Gesellschaften: Baugenossenschaft Odenwaldring, Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach (GBO), Gemeinnützige Ketteler Baugenossenschaft eG, die Nassauische Heimstätte, die Offenbacher Baugenossenschaften, die SOKA-Bau sowie das Gebäudemanagement Offenbach GmbH (GBM).

Illegale Graffiti in Offenbach: Belohnung auf 2000 Euro erhöht

Wie kürzlich berichtet verursachen in Offenbach in den letzten Monaten zunehmend illegale Graffiti für Ärger. Insbesondere „UFO“- und SOKO“-Schriftzüge verschandeln zum Leidwesen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Stadt und den Wohnungsbaugesellschaften das Straßenbild. Die Stadt hat deshalb die Bevölkerung aufgerufen, unter der Telefonnummer 06181 9010-0 sachdienliche Hinweise der Polizei zu melden, die zur Ergreifung der Täter führen können.

„Um die Kooperationsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger weiter zu erhöhen, hat jetzt der Kreis der Offenbacher Wohnungswirtschaft die in Aussicht gestellte Belohnung auf 2.000 Euro aufgestockt“, freut sich Ordnungsdezernent Dr. Felix Schwenke. Mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu erreichen, lässt derzeit das Ordnungsamt insbesondere in den betroffenen Stadtteilen Plakate anbringen, die auf den Aufruf und die in Aussicht gestellte Belohnung hinweisen.

„Illegale Sprayer dürfen sich in Offenbach nicht sicher fühlen“, betont Frank Weber, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes und zuständig für kommunale Prävention. Deshalb sollen in möglichst vielen Schaufenstern oder Informationswänden von Geschäften, Tankstellen, Mietshäusern, Banken, Schulen, Kitas und sonstigen Einrichtungen die Plakate gut sichtbar aufgehängt werden. Hauseigentümer, Verwaltungen oder Geschäftsinhaber, die sich an der Aktion beteiligen möchte, können das Plakat unter www.offenbach.de/praevention herunterladen oder telefonisch anfordern unter 069 8065-2994. Der Ausdruck kann dann an den eigenen Gebäudeeingängen oder Schaufenstern angebracht werden.

Die Aktion erfolgt auf Grundlage der Vereinbarung gegen illegale Graffiti der Stadt und der Polizei mit dem Kreis der Wohnungswirtschaft in Offenbach. Dieser setzt sich zusammen aus folgenden Gesellschaften: Baugenossenschaft Odenwaldring, Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach (GBO), Gemeinnützige Ketteler Baugenossenschaft eG, die Nassauische Heimstätte, die Offenbacher Baugenossenschaften, die SOKA-Bau sowie das Gebäudemanagement Offenbach GmbH (GBM). Die Geschäftsführung liegt bei der GBO.

Illegale Graffiti und unschöne Schmierereien sind für viele Hauseigentümer ein Ärgernis – doch die Fallzahlen bei den Gesellschaften, die im Kreis der Offenbacher Wohnungswirtschaft zusammengeschlossen sind, entwickelten sich 2016 erfreulich. Laut Polizei gibt es im Vergleich zum Vorjahr bei den Anzeigen der Wohnungsgesellschaften einschließlich der Stadt einen Rückgang: 2016 wurden 62 Schmierereien zur Anzeige gebracht, 2015 waren es 91 Anzeigen.

Bereits im November 2008 hatten die Wohnungsgesellschaften im Rahmen der kommunalen Präventionsarbeit auf Initiative der Stadt und mit der Polizei einen Pakt zur Verhinderung der illegalen Graffiti beschlossen. Neue Schmierereien sollen nach der Vereinbarung unverzüglich entfernt und angezeigt werden, für sachdienliche Hinweise werden Belohnungen ausgesetzt. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung vom Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, dem Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Südosthessen und den Geschäftsführern der Wohnungsgesellschaften. „Unser gemeinsames Ziel war und ist es, die Schmierereien im Stadtbild zu reduzieren und Offenbach für illegale Sprayer unattraktiv zu machen“, so Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes und zuständig für kommunale Prävention. Dass das Aussetzen von Belohnungen nicht nur die Aufklärung von Schadensfällen durch die Polizei erleichtert, sondern auch weitere Schmierereien verhindern kann, davon ist er überzeugt: „Einige Serientäter wurden durch entsprechende Aufrufe über Pressemitteilungen, Plakate und soziale Netzwerke zumindest gestoppt.“ Ebenfalls positiv bewertet wird die geringere Schadenssumme 2016 für Stadt und Wohnungswirtschaft im Vergleich zum Vorjahr: 2016 kostete die Beseitigung illegaler Graffiti 27.582 Euro, im Jahr 2015 mussten dafür 45.952 Euro ausgegeben werden.

Offenbach Vorbild für Städte im Umland

Über die gute Kooperation von Wohnungswirtschaft, Stadt und Polizei sowie die positive Entwicklung der Fallzahlen in Offenbach freut sich auch Bürgermeister Peter Schneider, Ordnungsdezernent und Vorsitzender des Offenbacher Präventionsrates: "Illegale Sprayer dürfen sich auch weiterhin in Offenbach nicht sicher fühlen. Und wer schmiert, soll dafür bezahlen."

Die enge Kooperation von Wohnungswirtschaft, Stadt und Polizei in Offenbach blieb auch im Umland nicht unbemerkt: in Hanau wurde 2015 auf Empfehlung des Polizeipräsidenten Roland Ullmann nach Offenbacher Vorbild eine ähnliche Vereinbarung gegen Graffiti abgeschlossen. Nicht nur Wohnungsgesellschaften, auch private Eigentümer und Passanten können Ihren Beitrag für ein schönes Wohnumfeld leisten: Um Häuser, Wände, Garagen und Schaltkästen weiter frei von Graffiti zu halten, bitten Polizei und Ordnungsamt die Bürger, gerade auch in den Abendstunden und an den Wochenenden, die Augen offen zu halten und Verdächtiges unverzüglich der Polizei zu melden

Bildinformation: Das Foto zeigt die „PRIUS“-Signatur an einem Garagentor an der Marienstraße. Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen
Hinweise von Zeugen nehmen die Kriminalpolizei Offenbach unter 069/8098-1234, das 1. Revier unter 069/8098-5100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

erschienen am: 2017-12-05 im europaticker

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