europaticker:
Bruttoinlandprodukt nach Kanton 2015
2015 verlangsamte sich die Schweizer Wirtschaftstätigkeit

Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) verlangsamte sich zwischen 2014 und 2015 in den meisten Kantonen. Dennoch verzeichneten die Kantone Neuenburg (+4,4%), Schaffhausen (+2,9%), Schwyz (+2,9%) und Zug (+2,8%) eine deutlich positive Entwicklung. Der Kanton Zürich leistete erneut den grössten Beitrag zum gesamtschweizerischen Wachstum. Diese Ergebnisse gehen aus den ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

2015 wuchs das Schweizer BIP zu Preisen des Vorjahres um 1,2 Prozent und damit weniger stark als 2014 (+2,4%). Je nach Wirtschaftszweig ist die Entwicklung jedoch sehr unterschiedlich. Der Grosshandel, die Versicherungsdienstleistungen und das Gesundheitswesen waren 2015 die Antreiber des nationalen Wirtschaftswachstums. Der Bankensektor und ein Grossteil der verarbeitenden Industrie, die unter den Auswirkungen der Aufhebung des Mindestkurses EUR/CHF litt, hatten dagegen mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

Das regionale Wachstum in der Schweiz ist uneinheitlich

Die Unterschiede beim kantonalen Wirtschaftswachstum widerspiegeln die Heterogenität der Wirtschaftsstrukturen: Einige Kantone sind auf den sekundären Sektor ausgerichtet, andere vorwiegend auf Dienstleistungen.

Während Neuenburg (+4,4%) und Schaffhausen (+2,9%) insbesondere von einem gut laufenden verarbeitenden Gewerbe profitieren, wird das Wachstum im Kanton Schwyz (+2,9%) von sämtlichen Wirtschaftssektoren ausser der Landwirtschaft angekurbelt. Treibende Kraft im Kanton Zug (+2,8%) sind der Grosshandel und andere Dienstleistungen, insbesondere die Informatik.

Umgekehrt verzeichnete die Wirtschaft der Kantone Aargau (-0,5%), Genf (-0,9%), Graubünden (-1%) und Jura (-1%) einen Abschwung. Die negative Entwicklung in den Kantonen Aargau, Genf und Jura ist auf die für die verarbeitende Industrie und den Finanzsektor ungünstige nationale Wirtschaftslage zurückzuführen. Die Bündner Industrie verzeichnete in sämtlichen Wirtschaftszweigen eine Verlangsamung oder eine Stagnation. In allen diesen Kantonen wirken sich die Rückgänge auch auf die Beschäftigungsdynamik aus, in den Kantonen Aargau, Genf und Jura in spezifischen Bereichen, im Kanton Graubünden in grösserem Ausmass.

Zürich trägt weiterhin am meisten zum gesamtschweizerischen Wachstum bei

Wie in den Vorjahren leistete der Kanton Zürich den grössten Beitrag zum gesamtschweizerischen Wachstum (0,5%) und spielt somit eine treibende Rolle in der Schweizer Wirtschaft. Zürich verzeichnete in sämtlichen Sektoren (mit Ausnahme der Landwirtschaft) eine positive Entwicklung, die von einer anhaltenden Dynamik und Stabilität zeugt.

Zusätzliche Informationen wie Tabellen und Grafiken finden Sie auf dem nachfolgenden PDF.

Bruttoinlandprodukt nach Kanton 2015
(PDF, 5 Seiten, 149 kB)

erschienen am: 2017-12-04 im europaticker

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 15. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken