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Gebaut mit CEMEX-Beton
Weserschleuse Minden ist offiziell eröffnet

Etwa 100.000 Kubikmeter Transportbeton hat eine Liefergemeinschaft unter Beteiligung der CEMEX Deutschland AG für das Großprojekt am Wasserstraßenkreuz Minden bereitgestellt. Seit August ist die neue Weserschleuse offiziell für den Schiffsverkehr freigegeben.

Jetzt können auch Großmotorgüterschiffe den Höhenunterschied von 13,30 Metern von der Weser zum Mittellandkanal überwinden: Am Wasserstraßenkreuz Minden im Nordosten von Nordrhein-Westfalen – einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Binnenschifffahrt – hat die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes eine zusätzliche leistungsfähige Schleuse errichten lassen. Das verbessert die Hinterlandanbindung der bremischen Seehäfen über die Mittelweser.

Die neue Weserschleuse Minden liegt etwa 52 Meter östlich der bestehenden Schleusenanlage. Die denkmalgeschützte Schachtschleuse von 1914 wird nicht mehr allen Anforderungen der heutigen Binnenschifffahrt gerecht, wird aber zunächst im Stand-By-Betrieb weiter für die Schifffahrt vorgehalten.

Im Auftrag der JOHANN BUNTE Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Niederlassung Ingenieurbau und Brückenbau, Ahaus, haben die CEMEX Deutschland AG und ein Lieferpartner jeweils rund 50.000 Kubikmeter Transportbeton für die neue Schleusenanlage produziert. Gefordert waren unter anderem Unterwasserbeton, Selbstverdichtender Beton, Beton für Sichtflächen, Sohlenbeton, Kammerwandbeton, Beton mit hoher Frost-Tausalz-Beständigkeit, Spritzbeton und Bohrpfahlbeton. Die CEMEX-Betonförderung stellte Großmastpumpen mit Mastgrößen von bis zu 58 Metern.

Besonders zur Herstellung der Sohlen und Wände moderner Schleusenkammern sind immense Betonmengen notwendig – und solche Massenbetonagen sind immer eine Herausforderung. Dieser Herausforderung haben sich die JOHANN BUNTE Bauunternehmung und ihre Betonlieferanten beim Bau der Weserschleuse Minden erfolgreich gestellt.

„Für das Gelingen dieses technologisch äußerst anspruchsvollen Großprojektes leistete die in allen Belangen überaus leistungsfähige Transportbeton-Liefergemeinschaft einen entscheidenden Beitrag“, unterstreicht Holger Flöter, Projektleiter der JOHANN BUNTE Bauunternehmung. „Dabei war auf die betontechnologische Kompetenz, die Leistungsfähigkeit sowie die Termintreue des Lieferpartners auch unter schwierigen Bedingungen stets Verlass.“

Die neue Schleusenkammer bringt es auf eine Nutzlänge von 139 Metern, und sie hat eine Kammerbreite von 12,50 Metern. Zur Herstellung der bis zu fünf Meter dicken Sohle diente ein Beton der Druckfestigkeitsklasse C20/25 in der Konsistenz F3. Für jene Teilbereiche der 4,50 Meter starken Kammerwand, die im Schleusenbetrieb nie trockenfallen, produzierte die Liefergemeinschaft einen Beton der Druckfestigkeitsklasse C25/30. Besonders anspruchsvoll war der Kammerwandbeton für die Wasserwechselzone: Für diese Bauteile forderte die Bauunternehmung einen Luftporenbeton der

Druckfestigkeitsklasse C25/30. Mit 310 kg/m³ enthielt die Betonrezeptur verhältnismäßig wenig Zement. Zum Einsatz kam ein CEM III/A 32,5 N-LH/NA mit niedriger Wärmefreisetzung.

 „Durch den Einsatz des Zements in Kombination eines PCE-haltigen Fließmittels und entsprechenden abgestimmten Luftporenbildners ist es uns sehr zuverlässig gelungen, stabile und gut pumpfähige LP-Betone für eine Frischbetontemperatur zwischen 10 und 25 °C herstellen und die Vorgabe der ZTV-W voll auszureizen“, unterstreicht CEMEX-Prüfstellenleiter Romanus Diedrich. Dieses Fließmittel – und alle weiteren von beiden Lieferpartnern eingesetzten Betonzusatzmittel – wurden von der CEMEX Admixtures GmbH produziert.

Bei den Betonagen der Kammerwände zeigten die Projektbeteiligten neben ihrer technologischen Kompetenz auch ihre logistische Leistungsfähigkeit. „Es wurde in möglichst großen Blöcken von 800 bis 900 Kubikmetern betoniert, weil bei jedem Betonierabschnitt die Arbeitsfugen aufbereitet werden mussten. Auch eine Betonage von 3.200 Kubikmetern über mehr als 30 Stunden stand auf dem Programm“, erklärt Romanus Diedrich.

„Über den gesamten Zeitraum hinweg bestand eine angenehme partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Firma Bunte“, unterstreicht André Lämmel vom Vertrieb Key Account der CEMEX Deutschland AG, der die Johann Bunte Bauunternehmung bei einer Reihe von Baustellen bundesweit betreut.

Nach mehr als sechs Jahren Bauzeit konnte die neue Schleuse im November 2016 erstmals probeweise geflutet werden. Seit dem 18. August 2017 ist sie offiziell in Betrieb gegangen – lang erwartet von der Güterschifffahrt: Der Betreiber rechnet mit bis zu viertausend Schleusungen pro Jahr.

erschienen am: 2017-12-04 im europaticker

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