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Naturschutzverbände haben sich Ende 1992 zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Mitwirkungsrechte
im Rahmen der gesetzlichen Verbandsbeteiligung wahrzunehmen
25 Jahre Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Hamburg


Die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Hamburg – ein Zusammenschluss von sieben anerkannten Hamburger Naturschutzverbänden – feiert 25-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums hat am 29.11.2017 eine Festveranstaltung mit Senator Jens Kerstan, Präses der Behörde für Umwelt und Energie, und zahlreichen Vertretern aus Verwaltung, Politik und Naturschutz stattgefunden.
„Die Natur braucht Leute, die engagiert Position beziehen und als klare Anwälte die Belange des Naturschutzes vertreten“, machte Umweltsenator Kerstan im Rahmen der Festveranstaltung deutlich. „Die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz bündelt die Kompetenz der Verbände, das ist gerade auch in Zeiten immer komplexerer rechtlicher Verfahren wichtig. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein kompetenter Gesprächspartner für die Verwaltung und hat in 25 Jahren viel für den Naturschutz in Hamburg erreicht. Ich gratuliere Ihnen herzlich zu diesem Jubiläum.“

Die Naturschutzverbände haben sich Ende 1992 zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Mitwirkungsrechte im Rahmen der gesetzlichen Verbandsbeteiligung wahrzunehmen. So können die Belange von Natur und Landschaft bei umweltrelevanten Planungen, Genehmigungsverfahren und Gesetzesvorhaben effektiver vertreten werden. Dies ist zum Beispiel dann erforderlich, wenn auf wertvollen Grünflächen ein Bebauungsplan für Wohnungsneubau durchgeführt, Windkraftanlagen erweitert, der Landschaftsschutz aufgehoben, ein Planfeststellungsverfahren für ein Verkehrsprojekt, eine wasserbauliche Maßnahme oder ein Pflege- und Entwicklungsplan für ein Naturschutzgebiet aufgestellt werden.

Die Mitgliedsverbände prüfen die Planunterlagen, steuern Daten zum Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten bei, bewerten Ausgleichsmaßnahmen und stellen Forderungen auf, wie die Planung im Sinne des Arten- und Biotopschutzes verbessert werden kann.
Über die gemeinsame Stellungnahme bringen die Mitgliedsverbände ihren Sachverstand in die Verfahren ein. Diese Arbeit zielt darauf ab, dass eine umweltverträgliche Entwicklung der Stadt erfolgt, und dass Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Landschaftsachsen und die grüne Lebensqualität in Hamburg erhalten bleiben. Monika Bock, Leiterin der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Hamburg: „Die Mitwirkungs- und Beteiligungsrechte der Verbände und deren Klagerechte tragen wesentlich dazu bei, dass Planungen und Verfahren von Anfang an sorgfältiger vorbereitet werden. Dies entschärft Konflikte und entfaltet auch eine verfahrensbeschleunigende Wirkung.“

Die gemeinsame Geschäftsstelle stellt außerdem sicher, dass für Behörden, Antragsteller, Gutachter, etc. ein zentraler kontinuierlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht. Dies spart Arbeitsaufwand, Kosten und Zeit für alle Beteiligten.

Von 1993 bis 2017 ist die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Hamburg an ca. 2.400 Verfahren beteiligt gewesen. Die Anzahl der Stellungnahmen, die sie dazu abgegeben hat, beträgt ca. 1340.

Herausgeber: Botanischer Verein zu Hamburg e.V., Gesellschaft für ökologische Planung e.V., Landesjagd- und Naturschutzverband Hamburg e.V., Naturschutzbund Deutschland (NABU), Lv. Hamburg e.V., Naturwacht Hamburg e.V. , Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Lv. Hamburg e.V., Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V.

erschienen am: 2017-12-05 im europaticker

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