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Energiebedingte CO2-Emissionen 2015 weiterhin bei 6,2 Tonnen je Einwohner
Kommunaler Klimaschutzkongress in Stuttgart

Die energiebedingten CO2-Emissionen (Quellenbilanz) lagen im Jahr 2015 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes mit 6,2 Tonnen je Einwohner in Baden-Württemberg deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 9,6 Tonnen je Einwohner. In den Städten und Gemeinden Baden-Württembergs variiert dieser Wert zwischen 1,3 und 533 Tonnen je Einwohner wobei in 1058 Gemeinden (knapp 96 Prozent) die Emisionen je Einwohner unter dem Landesdurchschnitt lagen. Lediglich in 43 der insgesamt 1101 Gemeinden wurde dieser Landesdurchschnitt von 6,2 Tonnen je Einwohner zum Teil deutlich überschritten. Die Verteilung lässt sich der interaktiven Karte (s. Linkliste) entnehmen. Im Vergleich zu 1990 konnten die pro Kopf Emissionen um gut 18% reduziert werden. Gegenüber dem Vorjahr blieben sie nahezu konstant. Während die energiebedingten CO2-Emissionen 2015 insgesamt um 2% zunahmen, stieg die Bevölkerung im Vorjahresvergleich um mehr als 1,5 %.

Die Kraftwerke der Allgemeinen Versorgung sind für landesweit durchschnittlich 2,6 Tonnen CO2 je Einwohner verantwortlich, an Kraftwerksstandorten wird dieser Mittelwert deutlich überschritten. Der Straßenverkehr (rund 94% der gesamten Verkehrsemissionen) verursacht insbesondere bei Gemeinden mit Autobahnanschluss hohe pro Kopf Emissionen. Die reinen Straßenverkehrsemissionen variieren zwischen 0,3 und 39,5 Tonnen je Einwohner (Landesdurchschnitt rund 1,9 Tonnen je Einwohner). Daraus resultiert einerseits die breite Streuung der Gemeindewerte und andererseits auch die überdurchschnittlichen hohen Emissionen der oben angeführten 43 Gemeinden. Rund 1,5 Tonnen CO2 je Einwohner gehen landesweit auf den Bereich der Haushalte und Kleinverbraucher zurück. CO2 entsteht hier in erster Linie durch die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser. Die übrigen 0,1 Tonnen je Einwohner in Baden-Württemberg sind auf den Sektor Sonstiger Verkehr (nationaler Flugverkehr, Bahn- und Schiffsverkehr sowie Off-Road-Verkehr) zurückzuführen.

Weitere Informationen Informationen zu Regionaldaten:

Als Beitrag zum Monitoring kommunaler Klimaschutzkonzepte stellt das Statistische Landesamt CO2-Bilanzen auf Kreis- und Gemeindeebene ab dem Jahr 2010 bereit. Die vorläufigen CO2-Bilanzen für die Stadt- und Landkreise nach Sektoren können über die Regionaldatenbank abgerufen werden, die einwohnerbezogenen CO2-Emissionen 2015 können über eine interaktive Karte (s. Linkliste) abgerufen werden. Weitere Ergebnisse auf Gemeindeebene werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Die kommunalen CO2-Emissionen können nach Sektoren, in Tonnen und in Tonnen pro Einwohner angefordert werden. Die regionalen CO2-Bilanzen werden in zwei Varianten bereitgestellt, in Form einer Quellenbilanz und einer Verursacherbilanz. Bei der Darstellung nach der Quellenbilanz werden die CO2-Emissionen am Ort der Entstehung nachgewiesen. Sie liefert eine vergleichbare Zahl zu den auf Bundebene nach internationalen Vorgaben des Kyoto-Protokolls ermittelten Angaben.
Werden die Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom und Fernwärme entstehen auf den Endverbraucher (Industrie, private Haushalte und Kleinverbraucher) umverteilt, ergibt sich die Verursacherbilanz

erschienen am: 2017-12-05 im europaticker

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