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Der Neubau der 25 Kilometer langen A 5 Nord/Weinviertel Autobahn zwischen Schrick
und Poysbrunn ist fertiggestellt
A 5 schafft wirtschaftliche Impulse für das nördliche Weinviertel

Am Freitag, den 8. Dezember gibt die ASFINAG die neue Autobahn für den Verkehr frei. Mit der A 5 werden 60 Prozent des Verkehrs von der stark belasteten B 7 Brünner Straße auf die neue Autobahn verlagert. Das bringt mehr Verkehrssicherheit sowie weniger Lärm und bessere Luft für tausende Anrainerinnen und Anrainer.

Zahlreiche nationale als auch internationale Ehrengäste feierten mit der Bevölkerung heute Samstag, den 2. Dezember, die bevorstehende Verkehrsfreigabe der A 5. 282 Millionen Euro investierte die ASFINAG in die neue Autobahn.

„Die neue A 5 bringt in vielerlei Hinsicht enorme Vorteile: Sie entlastet die Menschen in der Region massiv vom Schwerverkehr und erhöht die Verkehrssicherheit“, so Bildungsministerin Dr.in Sonja Hammerschmid, die in Vertretung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie an der Veranstaltung teilnahm. Hammerschmid weiter: „Die A 5 schafft aber auch wirtschaftliche Impulse für das nördliche Weinviertel. Sie trägt dazu bei, dass neue Arbeitsplätze geschaffen und bestehende Arbeitsplätze erhalten werden können.“

Auch die internationalen Ehrengäste wie der Verkehrsminister der Tschechischen Republik, Ing. Dan Tok und der stellvertretende Kreishauptmann-Stellvertreter von Südmähren, Petr Hýbler, sind überzeugt von der Bedeutung der A 5, wie sie betonen: „Wir sind sehr erfreut über die rasche und zeitgerechte Fertigstellung dieser bedeutenden hochrangigen Straßenverbindung. Sie öffnet auch für unser Land ein Tor zur Mitte Europas.“

Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich: „Die A 5 zählt zu den wichtigsten Hauptverkehrswegen Niederösterreichs. Sie ist wesentlich für eine bessere Anbindung des Weinviertels sowohl an die Bundeshauptstadt Wien, als auch an unser Nachbarland, die Tschechische Republik. Damit verbessert die A 5 die Standortqualität für die Wirtschaft, sie entlastet vor allem aber die Bürgerinnen und Bürger vom Durchzugsverkehr“

„Wir bauen grundsätzlich, was die Menschen und der Wirtschaftsstandort brauchen, und was wir uns leisten können. Die A 5 wurde dringend gebraucht. Sie bringt eine enorme Entlastung für die Menschen und damit mehr Verkehrssicherheit“, sagen die ASFINAG Vorstandsdirektoren Mag. Karin Zipperer und Dr. Klaus Schierhackl, „darüber hinaus haben wir die A 5 in vier Abschnitten gebaut und damit den Wettbewerb angekurbelt. Dazu kam die Förderung durch Brüssel. Somit ist es uns gelungen, die Kosten insgesamt um 13 Prozent zu senken.“

In sieben Tagen wird die A 5 für den Verkehr geöffnet. Damit wechseln die neuen 25 Autobahnkilometer vom ASFINAG Bau in den ASFINAG Betrieb. Geschäftsführer DI Gernot Brandtner: „Die A 5 war im Bau ein einzigartiges Projekt. Wir haben mehrere Millionen Kubikmeter Erde bewegt und über 40 Brücken gebaut.“ Und auch der Betrieb der neuen Autobahn ist ungewöhnlich, wie der Service GmbH Geschäftsführer Dr. Josef Fiala weiß: „Wir betreuen die A 5, obwohl sie in Niederösterreich liegt, von einer Wiener Autobahnmeisterei aus. Damit das wirtschaftlich und organisatorisch gelingt, errichten wir in Walterskirchen einen Stützpunkt.“

„Mit dem neuen Teilstück der A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn wächst das hochrangige Straßennetz in Niederösterreich um weitere 25 Kilometer an“, sagen  Niederösterreichs Landesräte Karl Wilfing und Ludwig Schleritzko. „Damit wurden in Summe rund 165 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen in den letzten 25 Jahren in unserem Bundesland gebaut. Bis 2022 werden in Niederösterreich rund zwei Milliarden Euro in den Ausbau und die Sanierung des Straßennetzes investiert werden. Mit der Inbetriebnahme der A 5 werden nun endlich die leidgeplagten Anrainerinnen und Anrainer an der B 7 Brünner Straße vom Schwerverkehr entlastet. Damit trägt die neue Autobahn ganz wesentlich zur Lebensqualität im Weinviertel bei.“

Andreas Boschen, Leiter der Abteilung für die Fazilität „Connection Europe“: „Die EU investiert gezielt in Infrastrukturprojekte von hoher Bedeutung für die Europäischen Verkehrsnetze. Die heutige Eröffnung dieses Teilstücks der A 5 stellt die Weichen für effizienten grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Österreich und Tschechien.“ Kurt Bodewig, Europäischer Koordinator für den Ost-Adria-Korridor TEN-T ergänzt: "Dieses Teilstück der A5 ist ein wichtiger Meilenstein für die Herstellung des Gesamtnetzes auf dem baltisch-adriatischen Korridor, um die Menschen von der Ostsee bis zur Adria zu verbinden. Europa wächst zusammen."

Wir sind sehr froh, dass unser so lange gehegter Wunsch nun endlich Realität ist“, sagen die Bürgermeister Thomas Grießl (Poysdorf), Alfred Pohl (Mistelbach) und Josef Tatzber (Wilfersdorf) einstimmig, „weniger Verkehr auf der B 7 bringt den Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Gemeinden auch weniger Lärm und bessere Luft.“ Reinhard Künzl, Bürgermeister von Drasenhofen ergänzt: „Wenn 2019 dann die Umfahrung realisiert ist, können auch die Menschen in Drasenhofen endlich aufatmen.“

Das bringt die A 5:

Darüber hinaus hat die A 5 in ihrer Gesamtheit große Bedeutung für den europäischen, transnationalen Straßenverkehr. Sie ist Teil des TEN-Korridors Gdansk (Danzig) – Brno (Brünn) / Bratislava – Wien. Die Förderung des Projekts durch die Europäische Union unterstreicht diese Bedeutung.

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn fertiggestellt und wird für den Verkehr geöffnet. Vier Anschlussstellen, 45 Brücken sowie ein Forschungsprojekt im Bau von integralen Brücken und eine Sicherheitsinnovation für mehr Lkw-Sicherheit zeichnen dieses Projekt aus.

Die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn – gefördert durch die Europäische Union

Durch die Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) wird der Ausbau der A 5 im Abschnitt Schrick bis Poysbrunn mit einem Betrag in der Höhe von rund 21 Millionen Euro von der Europäischen Union (EU) gefördert. CEF ist eines der wichtigsten Instrumente der EU zur Förderung von Wachstum, Jobs und Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Investitionen in Europas Infrastruktur. CEF konzentriert sich dabei unter anderem auf grenzüberschreitende Projekte und auf Projekte zur Beseitigung von Engpässen oder fehlenden Verbindungen im Transeuropäischen Verkehrsnetz.

Die neue A 5

Die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn ist insgesamt 25 Kilometer lang und sie ist der Garant dafür, dass 60 Prozent des Durchzugsverkehr von der stark belasteten B 7 Brünner Straße auf die neue Autobahn verlagert werden. Das bringt mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm und bessere Luft für 14.000 Anrainerinnen und Anrainer. Die neue A 5 hat vier Anschlussstellen – Mistelbach Ost/Wilfersdorf, Poysdorf Süd, Großkrut und Poysdorf Nord. Sie überspannt außerdem zahlreiche querende Landstraßen. Dafür wurden 45 Brücken errichtet. Auf 16 davon verläuft die Autobahn, die restlichen verbinden das Landesstraßennetz oder sind Grünbrücken über die Autobahn.

Damit der Wettbewerb angekurbelt wird, wurde die A 5 in vier großen Baulosen ausgeschrieben. Eines haben alle gemeinsam – die enormen Erdbewegungen zur Errichtung der neuen Autobahntrasse. Sechs Millionen Kubikmeter Erde wurden im Laufe der zweieinhalbjährigen Bauzeit abgebaggert und wieder aufgeschüttet. Der Grund dafür: Die komfortable und vor allem sichere Straßenlage der A 5 durch das hügelige Weinviertel.

Gebaut wurde die A 5 mit jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung. Getrennt sind die Richtungsfahrbahnen durch eine Betonleitwand. 14 Pannenbuchten und 28 Notrufsäulen sowie 17 Kameras zur Verkehrssteuerung sorgen im Ereignisfall für die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit. Betreut werden die 25 neuen Autobahnkilometer durch die Wiener Autobahnmeisterei Kaisermühlen.

Vermeiden, Schützen, Ausgleichen und Ersetzen

Wenn die ASFINAG baut, geht ein gutes Viertel der Investitionen in Schutzmaßnahmen für Mensch und Umwelt. Für die A 5 heißt das: 70 Millionen werden dafür investiert. Das entspricht knapp drei Millionen Euro pro Kilometer.

Für die A 5 bedeutet das beispielsweise:

Die Brücke über den Satzengraben als Forschungsobjekt

Gemeinsam mit der Technischen Universität Wien hat die ASFINAG auf der A 5 ein Forschungsprojekt zum Brückenbau ins Leben gerufen. Das Ziel: Zukünftig integrale Brücken über 100 Metern Länge zu errichten. Integrale Brücken sind aus einem Guss, ohne herkömmliche Fahrbahnübergänge aus Stahl. Sie sind wartungsärmer und leiser beim Überfahren. Die Brücke über den Satzengraben, im Gemeindegebiet Wilfersdorf, ist 112 Meter lang und damit Österreichs längste integrale Brücke. Erforscht wird, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Längsbewegungen einer solchen Brücke optimal abzufedern. Das gelingt durch die Erfassung der Brückenbewegungen mittels Temperatur- und Bewegungs-Sensoren.

Innovation „Truck Checker“ für mehr Lkw-Sicherheit

Bei Schrick baut die ASFINAG den modernsten Verkehrskontrollplatz in Österreich. Auf rund 15.000 Quadratmeter können 39 Lkws zeitgleich einer Rund-um-Kontrolle unterzogen werden. Eine moderne Fahrzeug-Prüfhalle sowie eine Lkw-Wiegeeinrichtung und ein überdachter Kontrollbereich stehen zur Verfügung. Das Besondere: der „Truck Checker“. Dieser ermöglicht erstmals in Österreich die geeichte Wiegung des Gesamtgewichts aller vier Achsen eines Lkw. Das Ziel: raschere und effizientere Lkw-Kontrollen. Angebracht ist die Spezialwaage im Zulauf zum Kontrollplatz. Die Wiegung erfolgt bei einer Überfahrtsgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Passen Gewicht und der erste optische Eindruck des Lkw, kann dieser ohne anzuhalten wieder zurück auf die A 5 fahren. Mitte 2018 nimmt der Verkehrskontrollplatz den Betrieb auf.

Lärmschutz und Ästhetik

Die ASFINAG nimmt gemeinsam mit der Verantwortung zum Schutz der Menschen und der Umwelt auch ihre Verantwortung zur ästhetischen Gestaltung wahr. Denn die neue A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn prägt auch die Landschaft im nördlichen Weinviertel nachhaltig. Daher setzt die ASFINAG vor allem bei den Lärmschutzwänden ein Gestaltungs- und Farbkonzept um, das sich harmonisch in die Umgebung eingliedert. Das bevorzugte Baumaterial der Wände ist in Erd- und Grüntönen gefärbter Holzbeton. Die Linienführung soll die hügelige Landschaft widerspiegeln. Die Rückseite der Wände – und damit die den Anrainerinnen und Anrainern zugewandte Seite – wird durch dichten Bewuchs abgeschirmt und gestaltet. Dort wo es nicht möglich ist Pflanzen zu setzen, verwendet die ASFINAG ebenfalls farbige Elemente, die sich optisch in die Umgebung einbetten.

Bis Mai 2018 im Bau: Anschlussstelle Mistelbach Ost/Wilfersdorf

Bis kommenden Mai baut die ASFINAG an der direkten Verbindung der A 5 mit der Umfahrung Mistelbach, der zukünftige Anschlussstelle Mistelbach Ost/Wilfersdorf. Der größte Teil der Anschlussstelle ist bereits fertig. Die Auf- und Abfahrten zur B 7 und zur Spange Mistelbach werden sofort nach der Verkehrsfreigabe der Autobahn mit Hochdruck errichtet. Dieser Bereich diente bis jetzt zur Abwicklung des Baustellenverkehrs. Damit war sichergestellt, dass der Verkehr auf der B 7 nicht behindert wird. Bis Mai kommenden Jahres ist Mistelbach über die Anschlussstellen Schrick und über die B 46 Staatzer Straße oder über Poysdorf Süd und die B 7 zu erreichen.

erschienen am: 2017-12-06 im europaticker

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