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Gerald Engler übernimmt alleinige Geschäftsführung bei Häuslein Lustenau
Habermann wird weiterhin für die Sanierung der Altlasten zuständig sein
Loacker Recycling stellt erste Weichen zur Integration

Im Mai 2017 gab die Bundeswettbewerbsbehörde grünes Licht für die Übernahme der Häusle GmbH durch Loacker Recycling. Erste Weichen für den Verschmelzungsprozess hat das Götzner Familienunternehmen nun gestellt: Gerald Engler übernimmt ab sofort die alleinige operative Geschäftsführung der Häusle GmbH. Der 45-Jährige Engler ist bereits seit sechs Jahren auch Mitglied der Geschäftsleitung bei Loacker Recycling.

Seit Mai 2017 gab es eine doppelköpfige Häusle-Geschäftsführung mit Thomas Habermann und Gerald Engler, diese geht nun alleinig an Gerald Engler. Thomas Habermann bleibt im Unternehmen und wird weiterhin für die Sanierung der Altlasten bei Häusle zuständig sein. Diese wurden notwendig, da im Frühjahr 2016 nicht bescheid-konform gelagerte Abfälle auf dem Areal von Häusle in Lustenau gefunden wurden. „Thomas Habermann wird als Projektleiter der Betriebsgebietssanierung tätig sein. Es ist außerordentlich wichtig, dass wir der Beseitigung der Altlasten volle Konzentration schenken. Mit Thomas Habermann haben wir hier den richtigen Mann an der richtigen Stelle. Für die verantwortungsvolle und wertvolle Arbeit danke ich Thomas Habermann“, so Häusle-Geschäftsführer Gerald Engler.

Die Abfallwirtschaft der Vorarlberger Landesregierung hatte Häusle im März des vergangenen Jahres bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Zudem erstattete die Firma nach Bekanntwerden Selbstanzeige.

Häusle-Geschäftsführer Thomas Habermann kündigte in einer Stellungnahme rasche Aufklärung an: „Ich bin entsetzt, wie sich die Situation darstellt und distanziere mich ausdrücklich davon. Ich selbst bin erst seit Jahresbeginn als Geschäftsführer bei Häusle tätig“, so Habermann. Das Ganze dürfte noch unter der früheren Geschäftsführung passiert sein, so Habermann. „Mein Ziel war und ist es, Häusle als nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Recyclingunternehmen zu führen. Darum werden wir natürlich alles tun, um die Ermittlungen der Behörden zu unterstützen und die Thematik möglichst rasch und lückenlos aufzuklären“, so der Geschäftsführer. Inzwischen sei der Müll unter Aufsicht des Landes fachgerecht entsorgt worden.

Einwallner, begrüßte die Offenheit des neuen Geschäftsführers, der klarstellte, dass sich eine weitere illegale Deponie auf dem Firmengelände befinde, das früher einmal dem landeseigenen Unternehmen VKW gehörte. „Ich würde hier gerne eine klare Stellungnahme vom aktuell zuständigen Landesrat Rauch hören. Sollte es hier unter der Eigentümerschaft eines Landesunternehmens zu derartigen illegalen Deponierungen gekommen sein, müssten weitere Schritte zur Aufklärung unternommen werden“, so Reinhold Einwallner abschließend.

Den Fall aufgedeckt hatte ein Passant. Er entdeckte den Müll unter der Erde und meldete das der Landesbehörde. Diese fand bei einer ersten Kontrolle jedoch nichts. Wenige Tage später, nachdem der Passant Fotos ans Land geschickt hatte, kamen die Kontrolleure noch einmal unangemeldet - da sei die Firma gerade dabei gewesen, „am Erdwall herumzubaggern“, so Dreher laut VN.

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erschienen am: 2017-12-07 im europaticker

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