EUROPATICKER aktuell
Dienstag, 25. Juli 2017

Kartell von VW & Co. legt Grundstein für Dieselgate

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ver.di: der bundesweite Arbeitgeberverband BDE kommt als Tarifpartner nicht mehr in Frage
„Mit diesem Tarifvertrag ist endgültig klar, dass der bundesweite Arbeitgeberverband BDE als Tarifpartner nicht mehr in Frage kommt", so Ellen Naumann. ver.di sei inzwischen bundesweit in der privaten Entsorgungsbranche dabei, über Haustarifverhandlungen die Einkommenssituation der Beschäftigten zu verbessern. Dem BDE sei es weder gelungen, weitere Arbeitgeber für ihren Verband zu gewinnen, noch gäbe es die Bereitschaft zu zeitgemäßen Tarifverträgen, die den Fachkräftemangel berücksichtigen.  Der BDE war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht verfügbar. Ein Sprecher kündigte für Dienstag eine Stellungnahme an.
Tarifabschluss bei Berlin Recycling GmbH

Eine Untersuchung der TU Wien zeigt: Was man für Plastik aus der Meeresprobe hielt, kann oft auch Naturfaser vom Labormantel sein
Ständig gelangt Kunststoff in den Ozean – aus Schiffen, aus ungesicherten Deponien, über das Abwasser. Seit Jahren wird immer wieder behauptet, dass ein großer Teil des marinen Kunststoffs aus winzigen Kunstfasern besteht - genannte werden etwa Polyester oder Viskose. Selbst in großer Tiefe sollen diese Partikel nachgewiesen worden sein. Bei solchen Untersuchungen muss man allerdings genau darauf achten, die richtige Nachweismethode zu wählen, und genau diese Regel wurde bei bisherigen Studien oft nicht eingehalten, wie eine Analyse der TU Wien nun zeigt. Man stellte fest, dass manche Messtechniken zwischen natürlichen und künstlichen Mikropartikeln gar nicht unterscheiden können. Was man für Plastik aus der Umweltprobe hielt, dürfte in vielen Fällen bloß eine Kontamination durch Naturfasern der Labormäntel gewesen sein.
Mikroplastik im Meer: Bisherige Studien oft unsauber

Fraunhofer UMSICHT nimmt Stellung: Kommt mir nicht in die Tüte?!
Plastiktüte, Papiertasche oder Jutebeutel? Diese Entscheidung wird Verbrauchern seit dem 1. Juli 2016 zumindest aus finanzieller Sicht ein Stück weit erleichtert: In einer freiwilligen Vereinbarung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit BMUB und dem Handelsverband Deutschland e. V. verpflichten sich die teilnehmenden Unternehmen, für Kunststofftragetaschen ein angemessenes Entgelt zu erheben. Einige Einzelhandelsunternehmen setzen sogar ausschließlich auf Alternativen aus Jute oder Papier. Diese Aktivitäten der jüngeren Zeit machen sich deutlich bemerkbar. Während in Deutschland von 2010 mit einem Verbrauch von 71 Tüten pro Person und Jahr bis 2015 mit 68 kaum ein Rückgang zu verzeichnen war, sank die Zahl innerhalb eines Jahres auf 45 Tüten im Jahr 2016, wie neue Ergebnisse der Gesellschaft für Verpackungsforschung zeigen.
Lohnt sich der Verzicht auf Gratisplastiktüten aus ökobilanzieller Sicht?

Vorbild Natur: Supramolekulare Materialien, die sich selbst entsorgen
Materialien, die sich selbst zusammenfügen und am Ende ihrer Lebenszeit einfach wieder verschwinden – in der Natur gibt es sie in Hülle und Fülle. Forscherinnen und Forschern an der Technischen Universität München (TUM) ist es nun gelungen, supramolekulare Materialien zu entwickeln, die zu einen vorher bestimmten Zeitpunkt wieder zerfallen. Eine Eigenschaft, die zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Plastikflaschen, leere Dosen, altes Spielzeug, zerrissene T-Shirts und ausgediente Mobiltelefone – Tag für Tag produziert die Menschheit Millionen von Tonnen Abfall. Wie lässt sich verhindern, dass unser Planet eines Tages im Müll erstickt? Bisher ist Recycling die Methode der Wahl. Aber sie ist teuer: „Viele vom Menschen gemachten Stoffe sind chemisch sehr stabil. Um sie wieder in ihre Bestandteile zu zerlegen, muss man viel Energie aufwenden“, erklärt Job Boekhoven, Professor für Supramolekulare Chemie an der TU München. Der Chemiker verfolgt einen anderen Weg – und orientiert sich dabei an biologischen Prozessen.
Wie lässt sich verhindern, dass unser Planet eines Tages im Müll erstickt?

Bundeshauptstadt gewinnt Umweltaward
Am 21. Juli 2017 kürte die Anti-Littering Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“ Wien zur „Saubersten Region Österreichs 2017“. Der Award wurde in Kooperation mit dem Österreichischen Städtebund, der Österreich Werbung und dem Österreichischen Gemeindebund vergeben.
Wien ist die „Sauberste Region Österreichs 2017“

Geliermittel-imprägnierte Cellulose als umweltfreundliches Abtrennungsmittel für Ölfilme
Ausgetretenes Rohöl verschmutzt und zerstört immer wieder marine Ökosysteme. Eine wirksame Maßnahme zur Entfernung eines solchen Ölteppichs könnte die Absorption in eine feste, leichter abzutrennende Phase sein. Indische Wissenschaftler berichten jetzt in der Zeitschrift Angewandte Chemie, dass Öl in Teilchen aus imprägnierter Cellulose erstarrt und sich dann einfach abschöpfen lässt.
Ölverschmutzungen aufsaugen


Am 25. und 26. September 2017 findet in Münster die diesjährige Landesfachtagung statt. Das zentrale Thema der Tagung lautet: „Die Kreislaufwirtschaft als zentraler Beitrag zum Klimaschutz“. Eine wichtige Fragestellung wird sein, wie wir gemeinsam wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten können. Wir können nur durch gute und nachhaltige Entwicklungen Einfluss auf das Klima nehmen. Es liegt in unserer Verantwortung, dieser Verpflichtung nachzukommen.
Kreislaufwirtschaft als zentraler Beitrag zum Klimaschutz

Recycling von Baustoffen ist keine neue Erfindung, war aber in den vergangenen Jahrzehnten in Vergessenheit geraten
„Der Wunsch nach Energieeffizienz und das Bewusstsein für die Endlichkeit des benötigten Materials veranlasst die Baubranche, verloren gegangenes Wissen wieder zu aktivieren und auszubauen“, sagt Dr. Sylvia Stürmer, Professorin für Baustofftechnologie, Bauphysik und Bauwerkserhaltung an der HTWG. Sie arbeitet mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH (IFEU), dem Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH (IAB) und Praxispartnern, dem Recycling-Unternehmen Feess und dem Transportbetonwerk Holcim, zusammen. Ziel des Forschungsprojekts ist unter anderem, die Bekanntheit von Recyclingbeton und das Vertrauen in das Material zu steigern, das zirka zu einem Viertel aus Betongranulat oder gemischtem Mauerwerkbruch besteht.
Ressourceneinsparung mit Reyclingbeton

Schadensersatzansprüche für alle Käufer und Geschädigte im Abgasskandal gefordert
Deutsche Autohersteller stehen unter Verdacht, seit den 1990er-Jahren Kartellabsprachen getroffen zu haben. Dazu Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv): „Der Vorwurf von Kartellabsprachen gegen deutsche Autohersteller bedeutet einen „Totalschaden“ für Verbraucher. Statt Vorsprung durch Technik haben sie möglicherweise gewaltige Nachteile eingekauft, wenn Autos nicht das wert sind, was sie versprochen haben.
Kartell von VW & Co. legt Grundstein für Dieselgate

Nicht mehr verwendete Elektronikgeräte automatisiert zerlegen und wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen ein wesentlicher Aspekt des Zukunftsthemas Urban Mining
Mit dem EU-Projekt »ADIR – Next generation urban mining – Automated disassembly, separation and recovery of valuable materials from electronic equipment« nimmt die Fraunhofer-Gesellschaft hierbei international eine Vorreiterrolle ein. Neun Projektpartner aus vier Ländern erforschen in diesem Vorhaben bis 2019, wie strategisch bedeutende Wertstoffe aus alten Mobiltelefonen und Leiterplatten zurückgewonnen und weiterverwendet werden können.
Projekt »ADIR«: Laser bergen wertvolle Werkstoffe

Strukturelle Bedingungen wirken in der Zement- und Transportbetonindustrie wettbewerbsdämpfend
Das Bundeskartellamt hat Montag (24.07.2017) den Abschlussbericht seiner Sektoruntersuchung der Zement- und Transportbetonindustrie veröffentlicht. Die Sektoruntersuchung zeigt, dass die strukturellen Bedingungen in der Zement- und Transportbetonindustrie wettbewerbsdämpfend wirken und ein wettbewerbsarmes Parallelverhalten der Anbieter begünstigen. Hierzu zählen insbesondere die hohe Konzentration vieler Märkte auf wenige Anbieter, vielfältige Verflechtungen der Anbieter untereinander sowie die hohe Markttransparenz. Zudem handelt es sich um stabile Märkte mit homogenen Massengütern, in denen wettbewerbliche Vorstöße mittels innovativer Produkte kaum möglich sind.
Bundeskartellamt veröffentlicht Sektoruntersuchung Zement und Transportbeton

Mehr Lebensqualität für die Bürger der Stadtteile Strietwald und Damm - Hochinnovatives System in der Pilotphase
Lärmschutzwände aus Photovoltaikplatten für Aschaffenburg

Gesamtkosten in Höhe von 6 Millionen Euro für das größte Hochwasserrückhaltebecken im Enzkreis
Baden-Würrtemberg: Spatenstich für zentrale Hochwasserschutzmaßnahme in Remchingen

Nur mit einem angemessenen Preis für den Ausstoß von Kohlendioxid kann ein fairer
Wettbewerb auf dem Energiemarkt entstehen

Solar Cluster Baden-Württemberg plädiert für nationale CO2-Abgabe

Kontinuität und Stabilität bestimmten auch das vergangene Geschäftsjahr
AGR Ruhrgebiet Gruppe mit gutem Ergebnis in 2016

30 Jahre Schutz sichern den Bestand in Bayern
Weißstorch gerettet: Erfolgreicher Abschluss des Artenhilfsprogramms

Rückläufige Holzernte erreicht Zehnjahrestief
Schweizerische Forststatistik 2016

Die Luft ist rein in MV – Messdaten 2016 vorgelegt
Luftgütebericht 2016 bescheinigt Mecklenburg-Vorpommern eine allgemein gute Luftqualität

Sachsens Staatsminister Schmidt: „Schwarzwild weiter konsequent bejagen!“
Erneut hohe Jagdstrecke in Sachsen - Schwarzwildstrecke fast dreimal so hoch wie noch 1991/1992

Neue Pflanzrechte und die Herausforderung Weinbau
Jungwinzer müssen investieren

Die Hälfte der Deutschen fürchtet, im Alter nicht das richtige Pflegeheim zu finden
Bürger verlangen nach mehr Informationen zu Pflegeheimen

Forschungsverbund lotet Möglichkeiten für Holz-, Stroh- und weitere
naturbelassene Biomasse-Aschen aus

Düngen mit Asche aus der Verbrennung von Holz und Stroh

Form aus dem Vakuum: Tiefziehen von Dünnglas eröffnet neue Anwendungsfelder
Vorstrukturiertes Glas erspart aufwändige Beschichtungen

Bundesrätin Simonetta Sommaruga in Tunis
Ministertreffen zum zentralen Mittelmeer: Appell zur Achtung der Menschenrechte

Abfallbeauftragte und weitere Verantwortliche für die Abfallentsorgung in Hochschulen
diskutierten in Clausthal-Zellerfeld aktuelle Themen

Müll vermeiden, trennen, wiederverwerten

EuGH lehnt einstweiligen Rechtsschutz gegen Versteigerung von 50 % der Transportkapazitäten
der OPAL-Pipeline ab

Gasunternehmen Gazprom darf höchstens 50 % der Transportkapazität buchen

6680 Katzen werden momentan von Tierschützern in den Tierheimen und
auf Futterstellen betreut

Mecklenburg-Vorpommern: Tierheimförderung geht weiter – Kommunen mit in der Pflicht

Chemnitzer Institut für Strukturleichtbau erforscht ökologische Verwertung von Elastomeren aus Altreifen
Das geheime Leben der Gummireifen

Die Erdgastrasse soll von den russischen Erdgasfeldern des Jamal-Gebietes
auf dem Boden der Ostsee nach Deutschland verlegt werden

Nord Stream 2-Erörterung: Polnische Häfen sorgen sich um Hafenzufahrt

Frisch gebackene Binnenschiffer starten in das Berufsleben
Lossprechung auf dem Schulschiff

Während der letzten 800.000 Jahre zeigten antarktische Temperaturen und atmosphärischer
Kohlendioxidgehalt eine im Wesentlichen gleichgerichtete Entwicklung

Sinkender Meeresspiegel brachte Vulkane zum Überlaufen


ARCHIV: Montag, 24. Juli 2017



Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Mitglied im Deutschen Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
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Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 17. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
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