EUROPATICKER aktuell
Donnerstag, 17. August 2017

Eineinhalb Millionen Euro für einen Fonds mit "Geschmäkle"

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EU und Schweiz wollen ihren Emissionshandel zusammenführen
Die Kommission hat Mittwoch (16.08.2017) zwei Vorschläge angenommen, mit denen die Verknüpfung des Europäischen Emissionshandelssystems mit dem der Schweiz vollendet werden kann – die erste Verknüpfung mit einem Staat außerhalb der EU. Sobald das Abkommen mit der Schweiz in Kraft tritt, können Teilnehmer des EU-Handelssystems zur Erfüllung ihrer Emissionsauflagen auch Zertifikate des Schweizer Systems vorlegen und umgekehrt. Dies wird nach der Ratifizierung durch beide Seiten voraussichtlich ab 2019 möglich sein.
EU-Handelssystem ist der weltweit größte Kohlenstoffmarkt

Der 26. Vergleich der Abfall- und Abwassergebühren des Bundes der Steuerzahler (BdSt) NRW zeigt wieder,
wie sich dieser Teil der Wohnnenbenkosten seit dem vergangenen Jahr entwickelt hat

In der Frage der Verbrennungsentgelte, also der Preise, die die kreisfreien Städte und die Kreise an die Betreiber der Müllverbrennunganlagen zahlen müssen, muss der BdSt NRW feststellen: Es gibt kaum eine Möglichkeit, an diese Zahlen heranzukommen. Selbst die Gerichte haben keinerlei Interesse daran, das Informationsrecht der Verbraucher zu stärken. Hier herrscht ein rechtsfreier Raum. Es gibt Kosten, denen kein Bürger entgehen kann. Dazu zählen die Abfall- und Abwassergebühren. Gerade vor dem Hintergrund ständig steigender Wohnkosten – als Stichworte seien hier nur die Grundsteuer B, die Preise für Strom, Heizenergie und Frischwasser genannt – ist es wichtig, die Kostenbereiche, die der Staat verursacht, besonders im Auge zu behalten. Das hat der Bund der Steuerzahler NRW mit dem 26. Vergleich der Abfall- und Abwassergebühren für private Haushalte in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2017 wieder getan.
Vergleich der Abfall- und Abwassergebühren 2017 in NRW

Kunststoffrecycling wird in der Fachwelt und in Städten und Gemeinden kontrovers diskutiert
Die getrennte Sammlung von rezyklierbaren Abfällen ist besser als die gemischte Sammlung. Die Studie «KuRVe» bestätigt einen wichtigen Grundsatz der Schweizer Abfallpolitik. Dies gilt gemäss der Studie auch für Kunststoffe: Unter dem Strich hat die gemischte Sammlung von Kunststoffabfällen bei hohen Kosten einen nur geringen ökologischen Nutzen. Mit dem Studienergebnis sehen sich die Recyclingverbände der öffentlichen Hand und der Wirtschaft in ihrer Position bestätigt: Es sollen nur Recycling-Fraktionen gesammelt werden, die nachweisbar rezykliert werden können.
Schweiz: Nationales Sammelsystem für Plastikflaschen aufbauen


Am 25. und 26. September 2017 findet in Münster die diesjährige Landesfachtagung statt. Das zentrale Thema der Tagung lautet: „Die Kreislaufwirtschaft als zentraler Beitrag zum Klimaschutz“.

Eine wichtige Fragestellung wird sein, wie wir gemeinsam wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten können. Wir können nur durch gute und nachhaltige Entwicklungen Einfluss auf das Klima nehmen. Es liegt in unserer Verantwortung, dieser Verpflichtung nachzukommen.

Wir werden darüber hinaus praxisnahe Themen behandelt, wie den Einsatz von Rückfahrassistenten bei Entsorgungsfahrzeugen, alternative Fahrzeugantriebe aber auch vergaberechtliche Implikationen des LKW-Kartells. Es werden die verschiedenen Aspekte der Gewerbeabfallverordnung wie z.B. die Auswirkungen als auch die Umsetzung dieser Verordnung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Spannend wird sicher auch die Vorstellung der Entwicklung der klassischen Straßenreinigung, die besonders in Großstädten ein immer nachhaltigeres Thema wird. Der Trend geht weg von der separaten Straßenreinigung zur Stadtbildpflege.
Kreislaufwirtschaft als zentraler Beitrag zum Klimaschutz

BMUB und Chemieverband setzen erfolgreiche Kooperation beim Human-Biomonitoring fort
Die Nachweismöglichkeiten für Chemikalien im menschlichen Körper werden seit 2010 kontinuierlich verbessert. Im Fokus stehen dabei Stoffe, die in Alltagsprodukten eingesetzt werden, wie zum Beispiel Flammschutzmittel, Weichmacher für Kunststoffe, Konservierungsmittel und Duftstoffe. Die dafür notwendigen Nachweismethoden werden mit Unterstützung des Umweltbundesamtes im Rahmen eines Projekts zwischen Bundesumweltministerium und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) entwickelt. Das Projektprogramm wurde nun um fünf neue Stoffe erweitert.
Weitere neue Nachweismethoden für Alltagschemikalien beim Menschen

Unter Beachtung der Brutphase konnten die Arbeiten zur erneuten Ausbaggerung begonnen werden
Der Nothafen Darßer Ort kann seit Mittwoch (16.08.2017) wieder zu Zwecken der Seenotrettung angelaufen werden. Nachdem die Arbeiten zur Ausbaggerung der Fahrrinne vor einigen Tagen abgeschlossen worden waren, hat das Wasser und Schifffahrtsamt Stralsund die Sperrung der Zufahrt heute aufgehoben.
Baggerung beendet: Nothafen Darßer Ort wieder frei

Im Auftrag der Stadt wird derzeit vom Rathaus bis zum Monheimer Tor gereinigt
Es brummt gewaltig, wenn Ingo Ploschke seine Maschine startet. Dann geht es los. Doch es handelt sich nicht um ein Motorrad – Ingo Ploschke ist von der Firma Gum-Ex aus Kleve. Im Auftrag der Stadtverwaltung reinigt diese derzeit vor dem Rathaus, bis zum Eingang Monheimer Tor und am Busbahnhof. Vor allem achtlos weggeworfene Kaugummis werden entfernt – und das biologisch voll abbaubar.
Kaugummiresten geht es biologisch an den Kragen

Zeit der "Kümmerer": Bundeswirtschaftsministerin besucht Sortieranlage für Verpackungsabfälle
Bei einer Besichtigung der ALBA-Sortieranlage in Berlin-Mahlsdorf am gestrigen Nachmittag informierte sich Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries über die Gewinnung von Wertstoffen aus Verpackungsabfällen. Zypries: „Da wir bei vielen Rohstoffen – wie z. B. beim Erdöl oder den Metallerzen – fast vollständig auf Importe angewiesen sind, ist die Recyclingwirtschaft ein wichtiger Rohstofflieferant für Deutschland. Ihre Bedeutung wird in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. In diesem Zusammenhang kann die Entwicklung von Verpackungsmaterial und auch von Produkten, die eine bessere Recyclingfähigkeit aufweisen, hilfreich sein.“
Zypries: Recyclingwirtschaft ein wichtiger Rohstofflieferant für Deutschland

Air Berlin: Konstruktive Gespräche für Lösung im Rahmen des EU-Rechts
Nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin prüft die EU-Wettbewerbsaufsicht den Überbrückungskredit der bundeseigenen KfW-Bank für die Fluggesellschaft. „Die deutschen Behörden haben die Kommission frühzeitig informiert. Wir sind zuversichtlich, dass Lösungen im Rahmen des EU-Rechts gefunden werden können“, sagte eine Kommissionssprecherin heute (Mittwoch) in Brüssel. Es gebe konstruktive Gespräche mit den deutschen Behörden. Die Kommission bestätigte, dass es Beschwerden von Wettbewerbern gegeben hat. Diese werden sorgfältig geprüft, haben jedoch keine aufschiebende Wirkung.
Bundesregierung hält Air Berlin vorübergehend in der Luft

Landwirte sind das erste Glied der Kette. Ohne sie gäbe es keine Lebensmittel zu verarbeiten, zu verkaufen und zu verbrauchen
Die Europäische Kommission startet Mittwoch (16.08.2017) eine EU-weite öffentliche Konsultation zu der Frage, wie fair die Lebensmittelversorgungskette in der EU ist und in welchem Maße Markttransparenz gegeben ist. Es gibt Hinweise darauf, dass die Wertschöpfung nicht auf allen Stufen der Kette gerecht verteilt ist – besonders nicht für Landwirte und kleinere Unternehmen. Landwirte, Bürger und andere interessierte Kreise werden aufgefordert, sich im Rahmen einer Online-Konsultation bis zum 17. November zum Funktionieren der Lebensmittelversorgungskette zu äußern.
Für eine gerechtere Lebensmittelkette

Eineinhalb Millionen Euro für einen Fonds mit "Geschmäkle"
Die Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt wird ein kleines Stückchen länger. Mittwoch (16.08.2017) erfolgte der erste Spatenstich für den Weiterbau. Ab Colbitz entsteht für mehr als 70 Millionen Euro ein fast 9 Kilometer langer Abschnitt in Richtung Norden. Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) hofft, dass es keine weiteren Klagen gibt. Er sagte, man bemühe sich um möglichst wenige Eingriffe in die Natur. Der Weiterbau soll auf Vermittlung der Umweltministerin Claudia Dalbert (GRÜNE) zustande gekommen sein. Schwierigkeiten seien überwunden worden, heißt es, nachdem der Landesvorstand des BUND Sachsen-Anhalt auf seiner Sitzung am 19.10. 2016 die ordentliche Kündigung des Landesgeschäftsführers Oliver Wendenkampf zum 31.5. 2017 beschlossen zu hatte.
Spatenstich für Weiterbau der A14

Dringender Handlungsbedarf: landwirtschaftliche Kompostanwendung wird in naher Zukunft stark eingeschränkt sein
Der VHE-Nord hat erneut die Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in der Region Nord angeschrieben und auf die Defizite in der vorliegenden StoffBilV, die in der vorgelegten Fassung die Recycling- und Kompostwirtschaft bedroht, aufmerksam gemacht. Werden diese Mängel innerhalb der StoffBilV nicht korrigiert, wird die landwirtschaftliche Kompostanwendung in naher Zukunft stark eingeschränkt werden bzw. z.T. unmöglich, und infolge dessen die vom KrWG geforderte getrennte Erfassung und Verwertung von Bioabfällen ad absurdum geführt. Denn bislang finden über 60 % der Komposte ihren Absatz in der Landwirtschaft!
Düngerecht: getrennte Erfassung und Verwertung von Bioabfällen wird ad absurdum geführt

Würzburg: team orange unterstützt den Verein Deckel drauf e.V.
Mit Plastikdeckeln gegen Kinderlähmung

Der derzeitige Grenzwert für Blei im Blut liegt in Deutschland für Männer bei 40 Mikrogramm Blei pro Deziliter Blut (40 µg Blei/dl)
Signifikante Reduzierung bei Bleiexposition

Förderbescheid für den Abwasserverband Bickenbach-Seeheim-Jugenheim zum Aufbau einer vierten Reinigungsstufe
Beseitigung von Spurenstoffen im Hessischen Ried

Der Abfallbetrieb Kreis Viersen und die Stadt stellen 13 neue Container auf
Tönisvorst dehnt Altkleidersammlung aus

Standard-Kenngrößen berücksichtigen nicht die Gegebenheiten in Münster
AWM: Grundlagen für Abfallgebührenvergleich in Münster nicht zutreffend

Geplante Maßnahmen sind Aktionen zur Bewerbung der blauen und braunen Tonne
GELSENDIENSTE baut Informations- und Beratungsangebot zum Thema Abfall aus

Trend des schonenden Umgangs mit Ressourcen hat auch den Bereich der Windeln erreicht
ST. Pölten: 2017 schon 31.000 kg Windelmüll weniger

Zur BGZ gehören die GNS-Zwischenlagern in Ahaus und Gorleben auch die für die Organisation der Zwischenlagerung
notwendigen rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ahaus, Gorleben sowie am Standort Essen

Zwischenlageraktivitäten der GNS an den Bund abgegeben

Sieben Beispiele aus der ganzen Schweiz
Wie Kantone und Gemeinden bei Revitalisierungsprojekten vorgehen

NRW-Landwirtschaftsministerium startet Projekt für eine verstärkte Bejagung
Afrikanische Schweinepest und Wildschweine

Abwasserbranche nimmt an Weltmeisterschaft der Berufe teil
Endspurt für Abu Dhabi

Befragte betrachten Gas als technisch sicheren, komfortablen und sauberen Energieträger
Mehrheit erwartet steigende Energiewende-Kosten

Meinungsbildner sehen grünes Potenzial von Erdgas

Papiere sollen im Lichte der Richtlinien des Europäischen Rates und der
Verhandlungsrichtlinien des Rates sorgfältig studiert werden

Brexit-Verhandlungen: Britische Papiere sind für EU-Kommission ein „positiver Schritt“

Insgesamt ist den Deutschen das eigene Land immer noch am liebsten
Studie: Beliebtheit von Großbritannien und den USA gesunken

Ganz gleich, ob Abfälle richtig getrennt und umweltgerecht entsorgt werden oder kurz
geduscht wird statt lange zu baden

Umweltbewusstsein gehört ins Reisegepäck

Landkreis Uelzen: LBEG genehmigt Aufsuchungserlaubnis für Erdöl und Erdgas
Die Geo Exploration Technologies GmbH darf nach Erdöl und Erdgas suchen


ARCHIV: Mittwoch, 16. August 2017


Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Mitglied im Deutschen Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 17. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.