EUROPATICKER aktuell
Montag, 28. August 2017

Fremdwasser in Fischfilet und Noroviren in Himbeergrieß

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Die Stadt Nürnberg hat in der Vergangenheit keinen Recyclingbaustoff eingesetzt und in Ausschreibungen wurde dieser auch explizit ausgeschlossen
Als Ergebnis eines erfolgreich verlaufenen Pilotprojektes soll künftig der Einsatz von Recyclingbaustoffen für den Straßenbau grundsätzlich möglich sein. SÖR bietet vielfältige Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nürnberg. „Keine andere städtische Dienststelle hat ein derart breitgefächertes Aufgabenspektrum: von Ampeln, städtischen Brücken und Grünanlagen über Straßen, Wege und Plätze bis hin zu Straßenbeleuchtung, Spielplätzen und Winterdienst“, sagt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. SÖR gliedert sich in fünf Abteilungen: Planung und Bau, Betrieb und Unterhalt, Straßen- und Verkehrsrecht, Frankenschnellweg und Verwaltung.
bvse: Nürnberg setzt künftig auf Recyclingbaustoffe im Straßenbau

Prämien der Automobilindustrie werden Neumarkt ankurbeln
Verschrottung sollte nur mit Verwertungsnachweis möglich sein
Die vorgeschlagenen Prämien zur Verschrottung von alten Dieselfahrzeugen werden von der Recyclingwirtschaft überwiegend positiv aufgenommen. Kai Lohmann, COO der Scholz Recycling GmbH, unterstützt das Engagement der Automobilindustrie: „Dies ist endlich ein Signal in Richtung der Verbraucher, die über viele Monate den Wert ihres alten Schätzchens schwinden sahen.“ Die Scholz Gruppe, als eines der wenigen europäischen Recyclingunternehmen, die den Nachweis erbracht hat, dass ein Fahrzeug zu mehr als 95 % verwertbar ist, sieht durchaus Chancen für die Branche. Je mehr Fahrzeuge zurückgegeben bzw. gegen ein Neufahrzeug getauscht werden, desto mehr Altfahrzeuge könnten auch in die Shredderanlagen der Scholz Gruppe gelangen.
Scholz Recycling warnt vor Abfluss der Altfahrzeuge aus der EU

Die Grünen wollen bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen
Deutschland erzeugt Strom im Überfluss. In den letzten fünf Jahren haben sich die deutschen Stromexportüberschüsse fast verzehnfacht und lagen 2016 bei rund 54 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht der Stromerzeugung der fünf größten deutschen Atomkraftwerke im Jahr 2016. Eine aktuelle Analyse zeige anhand von acht Beispielphasen, dass die starre Fahrweise konventioneller Kraftwerke zu den Überschüssen führt. Vor allem Braunkohle- und Atomkraftwerke passen ihre Stromerzeugung viel zu wenig auf die erneuerbaren Energien und den tatsächlichen Verbrauch an. Steinkohlekraftwerke werden zwar variabler betrieben, ihre Leistungsreduzierung reicht aber nicht aus, um bei hoher Windenergie- und PV-Einspeisung eine ausgeglichene Angebot-Nachfrage-Situation im Strommarkt zu erreichen. Und so entstanden im letzten Jahr häufig Situationen, in denen Überschussstrom schnell ins Ausland exportiert wurde. Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung: "Auch im Wahlkampf darf nicht davon abgelenkt werden, dass konventionelle Kraftwerke für die jederzeit sichere Energieversorgung heute noch dringend gebraucht werden. Die Stromnachfrage muss bei jeder Wetterlage gedeckt und das Stromnetz stabil gehalten werden."
BDEW zum aktuellen Kraftwerke-Papier der Grünen

BGA: Drohgebärden der Deutschen Umwelthilfe helfen der Luftreinhaltung nur wenig
Das Vorgehen der Deutschen Umwelthilfe ist unverständlich. Die Städte zu verklagen dient nicht dem Umweltschutz, sondern vorrangig den finanziellen Interessen der Umwelthilfe, die sich scheinbar mehr und mehr als Abmahnverein versteht. Viel sinnvoller wäre es die Städte bei der Gestaltung einer modernen Infrastrukturplanung zu unterstützen, anstatt dringend benötigte, personelle Ressourcen durch die Klageverfahren abzuziehen, sagt Carsten Taucke, Vorsitzender des Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen..
Rund 300 000 Euro 5-Diesel stehen bei Vertragshändlern

IK neuer Trägerverband der Netzwerkinitiative der Bundesregierung
Seit Anfang Juli ist die IK Mitunterzeichner der deutschlandweiten Initiative Energieeffizienz-Netzwerke der Bundesregierung. Gemeinsam mit 22 Wirtschaftsverbänden setzt sich die Initiative unter Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums dafür ein, bis zum Jahr 2020 rund 500 neue Netzwerke zu gründen. Erklärtes Ziel ist dabei, durch die Netzwerkarbeit eine Einsparung von 5 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen zu erreichen.
Kunststoffverpackungsindustrie gründet Energieeffizienznetzwerk

Niedersachsen legt Verbraucherschutzbericht 2016 vor
Fisch steht bei ernährungsbewussten Verbraucherinnen und Verbraucher weit oben auf dem Speiseplan. Jährlich isst jeder Bundesbürger rund 14 Kilogramm Fisch und Fischereierzeugnisse. Häufig wird den Produkten jedoch Fremdwasser zugesetzt. Bei der Untersuchung von unverarbeiteten Fischereierzeugnissen, etwa tiefgefrorenen Fischfilets, wurde in jeder fünften Probe der unerlaubte Zusatz von Carbonaten nachgewiesen, berichtete Freitag (25.08.2017) Ernährungsminister Christian Meyer (GRÜNE) bei der Vorstellung des aktuellen Verbraucher- schutzberichts. Als Zusatzstoff erhöht das Carbonat das Wasserbindungsvermögen und damit das Gewicht des Fischfilets.
Fremdwasser in Fischfilet und Noroviren in Himbeergrieß


Chemical Regulations in Asia-Pacific

Vorgesehene Veränderungen auf dem Gelände der Zentraldeponie Emscherbruch
Seit 1968 ist die Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) in Gelsen­kirchen fester Bestandteil der Infrastruktur, mit der die Entsorgungssicherheit in der Region hergestellt wird. Sie wird auf Basis des gültigen Planfeststellungsbeschlusses und der entsprechenden Änderungsgenehmigungen von der AGR mbH betrieben. Deponiert werden auf der ZDE heute Abfälle der Deponieklassen (DK) I bis III nach den Vorgaben der Deponieverordnung (DepV) in jeweils voneinander getrennten Schüttbereichen. Im Nordosten des Geländes befindet sich derzeit noch ein Zwischenlager für Sonderabfälle, das bis Ende 2017 zu dem etwa zweieinhalb Kilometer entfernt liegen­den Abfallkraftwerk RZR Herten verlegt wird. Durch die Verlagerung werden alle Sonderabfall-Transporte zwischen dem Zwischenlager und dem Abfallkraftwerk RZR Herten entfallen. Zugleich werden Ablagerungskapazitäten auf der ZDE frei.
AGR schafft Entsorgungssicherheit ohne neuen Flächenverbrauch

Bundestagswahl entscheidend für neue Weichenstellung im Artenschutz und in der Landwirtschaft
Bienen und andere Insekten zeigen einen dramatischen Rückgang vor allem in der Agrarlandschaft. BUND und Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) fordern daher einen nationalen „Bienenaktionsplan“ von der Bundesregierung, zentrale Forderungen sind ein Verbot bienenschädlicher Pestizide und eine Umsteuerung der EU-Agrarzahlungen. BUND und BN haben auch die Wahlprogramme der Parteien daraufhin analysiert. „Es gibt genügend Beweise für die Schädlichkeit von Neonikotinoiden für Bienen,“ so Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND und des BUND Naturschutz in Bayern (BN). Neonikotinoide sind eine Gruppe von Insektiziden, die für Bestäuber besonders gefährlich sind. „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie mit einem nationalen Neonikotinoid-Verbot vorangeht und sich auf EU-Ebene für ein unbefristetes Verbot aller Neonikotinoide einsetzt. Auch Glyphosat darf nicht weiter zugelassen werden“.
BUND Naturschutz fordert Bienenaktionsplan

Hochwassersoforthilfe, Luftreinhaltepläne, Wolfsmanagement, Atommülllagersuche und weitere Projekte dulden keinen Aufschub
Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel (GRÜNE) hat am Freitag in Hannover Schwerpunkte seines Arbeitsprogramms für die letzten sieben Wochen bis zur vorgezogenen Landtagswahl vorgestellt. Dazu gehörten die Hochwasser-Soforthilfe, die Luftreinhaltepläne der Städte nach dem Diesel-Skandal, weitere Unterstützungsmaßnahmen im Wolfsmanagement und die ersten Umsetzungsschritte für das Standortauswahlgesetz nach dem Neubeginn bei der Endlagersuche, teilt seine Pressestelle mit. Der Minister kritisierte, dass die durch „politische Manöver der Opposition“ erforderliche Auflösung des Landtages zur Blockade führen könnte. „Als Wähler und Steuerzahler erwarten die Niedersachsen zu Recht, dass ihre Regierung arbeitet. Viele Maßnahmen und Projekte dulden keinen Aufschub“, entdeckte der Minister.
Niedersachsen: Umweltminister stellt sein Arbeitsprogramm für die letzten sieben Wochen vor

Mit dem Klimawandel wächst auch die Wahrscheinlichkeit für Hochwasser
„Der Klimawandel ist auch in Hessen heute schon zu spüren. Die extremen Wetterereignisse wie Starkregen und Hagel führen zu steigende Flusspegeln und haben zum Teil heftige Folgen für die Kommune und ihre Bürgerinnen und Bürger. Umso wichtiger ist, rechtzeitig in nachhaltigen Hochwasserschutz zu investieren“, sagte Umweltministerin Priska Hinz bei der Einweihung des neu errichteten Hochwasserrückhaltebeckens an der Bauna, einem Nebenfluss der Fulda. Die Gesamtkosten für das Hochwasserrückhaltebecken Hunsrückstraße betragen etwa 5,3 Millionen Euro, das Land Hessen fördert die Maßnahme aus dem Programm für Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz mit rund 3,7 Millionen Euro.
Zeit der "Kümmerer": Umweltministerin Priska Hinz weiht Hochwasserrückhaltebecken ein

Kostendruck: Auch Kali-Projekt in Kanada auf unbestimmte Zeit auf Eis
Der australische Bergbaugigant BHP Billiton will sich aus der Schieferöl-Produktion in den USA gänzlich zurückziehen, auch ein milliardenschweres Kali-Projekt soll auf unbestimmte Zeit eingestellt werden. BHP-Verwaltungsratsvorsitzender in spe Ken MacKenzie hat den Schritt nach einem Gespräch mit Investoren beschlossen. BHP ist auf Platz acht der Schieferöl-Förderer in den Vereinigten Staaten.
BHP Billiton will Altlast Schieferöl schnell loswerden

PV Austria: Fördertopf möglichst rasch leeren
Genau 100 Tage steht die PV-Förderung für Kleinanlagen bis 5 kWp noch zur Verfügung (die Anlage kann auch größer gebaut werden). Am 30. November 2017 ist dann Schluss. Bis dahin müssen sich Interessenten für die Förderung registrieren. Danach hat man noch 12 Wochen Zeit, um die Anlagen zu errichten, sie bei der Förderstelle einzureichen und die Fördersumme von 1.375 Euro bzw. 1.875 Euro (für gebäude-integrierte Anlagen) zu lukrieren. Die Förderung steht für private und gewerbliche Anlagen zur Verfügung, aber auch Vereinen.
Endspurt bei der Klimafondsförderung für PV-Anlagen

Phase-II-Untersuchung des geplanten Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto
Die Europäische Kommission hat am Dienstag beschlossen, die Phase II in der Untersuchung des geplanten Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto einzuleiten. Aufgrund der Größe und des Umfangs der geplanten Übernahme von Monsanto hat Bayer eine nähere Untersuchung erwartet. Bayer ist von den Vorteilen des geplanten Zusammenschlusses für die Landwirte und Kunden überzeugt und wird die EU-Kommission bei der Untersuchung wie bisher eng und konstruktiv unterstützen.
Bayer bietet konstruktive Zusammenarbeit mit der EU-Kommission an

BUND Baden-Württemberg zieht positive Projektbilanz: Viel bewegt bei
Energieeffizienz und Energiesparen

Projekt Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb endet

Behörden kontrollieren Kennzeichnung
Bundesweite Aktionstage des Energielabels 2017

Umweltsünder „Klopapier“: Dusch-WC als umweltfreundliche Alternative
Am 26. August war der „Internationale Tag des Toilettenpapiers“

In einem Boot aus Plastikmüll für den Umweltschutz
Wien: NaturPutzer stechen in See

Hövelmann: Im Abgasskandal gibt es Täter, die zur Verantwortung gezogen werden müssen
Deutsche Umwelthilfe hat weitere 45 formale Rechtsverfahren "eingeleitet"

Verhältnis der Regierungen zur Autoindustrie

Demonstration am Tagebau Hambach: "Rote Linie gegen Kohle"
Klima- und Umweltschützer fordern schnellen Kohleausstieg

Deutliche Mehrheit für wirtschaftlichen Druck auf die Türkei
Linke, FDP und AfD legen leicht zu – SPD und CDU/CSU verlieren

ZDF-Politbarometer August II 2017

Rohstoffe sind ein wertvolles Gut
Umweltschutz im Bausektor: So werden Fenster und Türen recycelt

Müllendorf stand im Zeichen der Wiederverwertung: Jährlich werden rund 870 Mio.
bzw. 21.900 Tonnen PET-Flaschen wiederverwertet

PET to PET feiert 10-jähriges Jubiläum

Schadens- und Bedrohungspotenzial in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau
Mafiakriminalität in Deutschland

Kooperation mit Quantified Planet: Bayer stellt eigene Daten für Forschung zur
Biodiversität frei zur Verfügung

Per Crowdsourcing erfasste Pflanzendaten ermöglichen neue Forschungsansätze

Marine Biotoxine - Bisher kein Tetrodotoxin in Niedersächsischen Muscheln
Untersuchungen zu Vibrionen in Miesmuscheln und Austern

Volle Kraft voraus in Richtung Nachhaltigkeit: Belüftung der Hybridfähren neu gedacht
Hybrid-Fähre spart zwei Millionen Kilowattstunden pro Jahr

GRÜNE LIGA: Landesregierung handelt offenbar als Befehlsempfänger des Kohlekonzerns
Aufweichen von Brandenburgs Klimazielen nicht nachvollziehbar

ARCHIV: Freitag, 25. August 2017

Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
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Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
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Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 17. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
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