EUROPATICKER aktuell
Montag, 25. September 2017

Stoffstrombilanz-Verordnung muss nachgebessert werden

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Das Wahlplakat wird zum Kaffeebecher - Wiederverwertung durch Ascon in Bonn
Die Grünen machen Plakate, wir machen Plakate grün, erklären die Generalsekretärin der FDP Baden-Württemberg, Judith SKUDELNY und Lörracher Bundestagskandidat Dr. Christoph Hoffmann: Nach der Wahl am Sonntag stellt sich die Frage: Wohin mit den Millionen Plakaten? Die FDP hat das Problem für sich schon gelöst. Die Meldung wurde am Sonntag vor Schluss der Wahl aufgenommen.
FDP recycelt Wahlplakate

Mantelverordnung für Ersatzbaustoffe und Bodenschutz: Der Einsatz von Substitutionsstoffen hat ökologische und ökonomische Grenzen
In einem Gutachten vom Februar 2017 hat sich das Unternehmen Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH (CUTEC) im Auftrag von „FEhS - Institut für Baustoff-Forschung e.V." mit der „Bewertung der Substitution von industriellen Nebenprodukten der Stahl- und Kupfererzeugung durch Primärrohstoffe beim Einsatz im Straßenbau" beschäftigt. Das Institut CUTEC kommt dabei laut dem Gutachten zu folgendem Ergebnis: „Nutzungseinschränkungen der Schlacken-basierten Gesteinskörnungen im Straßenbau und deren einhergehende Deponierung liefe dem Ziel der Reduzierung von zu deponierenden Stoffströmen entgegen," heißt es in einer Anfrage der Abgeordneten Burkhard Jasper und Martin Bäumer (CDU). die der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel beantwortet.
Qualitätsgeprüfte Schlacken - Sinnvolle Nutzung oder Deponierung?

Basel: Im Durchschnitt sind 15 Prozent eines Bebbi-Sack-Inhalts noch essbare Lebensmittel
2‘460‘000‘000 Kilogramm – das ist die Menge an Lebensmitteln, die in der Schweiz pro Jahr weggeworfen wird. Dies entspricht ungefähr einem Drittel der jährlichen Lebensmittelproduktion der Schweiz. Eine stolze Menge, auf die wir jedoch nicht stolz sein können. Zwischen 19. und 23. September 2017 werden auf dem Petersplatz und im Schützenmattpark praktische Tipps abgegeben, wie jede und jeder dazu beitragen kann, die Lebensmittelverschwendung auf ein Minimum zu reduzieren.
Ein Drittel der jährlichen Lebensmittelproduktion der Schweiz landet auf dem Müll

Stand der Umsetzung der Maßnahmen aufgrund des Explosionsereignisses in Ritterhude
Wenzel zum Explosionsunglück in Ritterhude: CDU bestätigt Fehler ihrer eigenen früheren Landesregierung
Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat die Vorwürfe der CDU-Landtagsfraktion im Zusammenhang mit dem Explosionsunglück vor drei Jahren in Ritterhude zurückgewiesen. In der heutigen (Freitag) Pressekonferenz der Opposition seien vielmehr Erkenntnisse des von seinem Ministerium im Mai 2015 vorgestellten Berichts bestätigt worden. „Die über lange Jahre vorgenommen Ausbauten und Änderungen an den Anlagen wurden von der Firma mehrfach ohne die erforderlichen Genehmigungen vollzogen." Schwerwiegende Fehler wurden in den Jahren 1998, 2003 und 2012 gemacht. Es sei daher zu begrüßen, dass die CDU nun Fehler ihrer damaligen Landesregierung einräumt!"
CDU-Gutachten belegt: Anlage hätte unter Seveso-Richtlinie fallen müssen

Privatwirtschaft muss die Regel und Aktivitäten von kommunalen oder staatlichen Unternehmen die Ausnahme in unserer markwirtschaftlich geprägten Wirtschaftsordnung bleiben
Mehr als 300 Teilnehmer trafen sich in diesem Jahr bei der Jahrestagung des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. in Potsdam. Dabei betonte bvse-Präsident Bernhard Reiling, dass der Mittelstand der Recycling- und Entsorgungsbranche den Bundestagswahlkampf genau beobachtet habe. Reiling: "Mit den politischen Thesen unseres Verbandes und in mehreren Stellungnahmen gemeinsam mit anderen Wirtschaftsverbänden haben wir uns aber auch aktiv eingeschaltet und zu Wort gemeldet."
bvse will starken Mittelstand in der Recycling- und Entsorgungsbranche

AfD-Fraktion legt Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Untätigkeit der Staatsanwaltschaft Stendal ein
Am 1. Juni 2017 hatte die AfD-Fraktion Strafanzeige wegen des Verdachts der möglichen Begehung von Straftaten durch den Betreiber der Bohrschlammdeponie Brüchau bei der Staatsanwaltschaft Stendal gestellt sowie zusätzlich im August weitere Informationen zur Gefahrenlage übermittelt und den Sachstand angefragt. Bis heute ist hierzu keine Information ergangen. Daher hat die AfD-Fraktion Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt. Brüchau ist ein zur Ortschaft Kakerbeck der Stadt Kalbe (Milde) in Sachsen-Anhalt gehörendes Dorf. Es liegt abgelegen von größeren Verkehrswegen nordwestlich von Kakerbeck. Südlich von Brüchau liegt die Bohrschlammdeponie Brüchau. Im Norden Brüchaus verläuft der dann in die Untermilde einmündende Moorgraben.
Bohrschlammdeponie Brüchau Gefahr für Mensch und Umwelt

Regierungsverordnung zur Bilanzierung von Düngemitteln in der Landwirtschaft von der Tagesordnung abgesetzt
Die von Bundesminister Christian Schmidt im Alleingang ohne Beteiligung der Länder dem Bundesrat heute (Freitag) zur Abstimmung vorgelegte Stoffstrombilanz-Verordnung muss nachgebessert werden. Das hat der Bundesrat in seiner heutigen Sitzung beschlossen und die Verordnung zurück in die Ausschüsse verwiesen. Die Stoffstrombilanz-Verordnung, nach der Betriebe ihre Gülleströme kontrollieren müssen, gilt als das Kernstück der neuen Düngegesetzgebung in Deutschland. Die EU hatte Deutschland wegen zu hoher Nitratbelastungen im Grundwasser verklagt. Wasserverbände beklagen seit langem steigende Kosten wegen zu hoher Nitratwerte wegen Überdüngung der Felder.
Stoffstrombilanz-Verordnung muss nachgebessert werden

Europaweit sind mineralische Abfälle, zu denen insbesondere Bau- und Abbruchabfälle gehören, der mit Abstand größte Abfallmassestrom


Die geltenden Rahmenbedingungen beeinflussen die Abfallwirtschaft und die vorgelagerten wirtschaftlichen Tätigkeiten erheblich, finanziell ebenso wie unter dem Aspekt der Entsorgungssicherheit. Die fachlichen und rechtlichen Anforderungen an die Entsorgung mineralischer Abfälle sind deutlich in Bewegung. Die Rechtsprechung nimmt in aktuellen Entscheidungen Stellung zur Geltung und Anwendbarkeit der LAGA-Mitteilung 20 und zu weiteren Fragen zum bestehenden Rechtsrahmen. Durch die POP-AbfallÜberwVO, die am 1. August gerade in Kraft getreten ist, hat der Verordnungsgeber aktuell einen zwar speziellen, aber praktisch relevanten Abfallstrom neu geregelt. Mit dem Regierungsentwurf für die sog. Mantelverordnung von Anfang Mai hat die Bundesregierung ein zentrales Regelwerk so weit vorangebracht. Nicht nur die ohnehin bereits viel diskutierten Regelungen der Mantelverordnung, sondern vor allem auch ihre fachliche Grundlagen und Ableitungen von Werten verdienen besondere Aufmerksamkeit. Schließlich gilt es, Märkte und Nachfrage für die Verwertung von mineralischen Abfällen zu entwickeln, denn andernfalls lässt sich die Abfallhierarchie mit ihrem Vermeidungs- und Recyclingvorrang nicht in die Praxis umsetzen. All diese Aspekte werden in der Veranstaltung von erfahrenen und in der Praxis tätigen Referenten aus Verwaltung, Verbänden, Unternehmen und Anwaltschaft vorgestellt. Die Fachkonferenz erläutert die anstehenden Veränderungen und ihre praktischen Auswirkungen in der Abfallwirtschaft.

Die Fachkonferenz richtet sich an abfallerzeugende Unternehmen, Sammler und Beförderer von Abfällen, Unternehmen der Entsorgungswirtschaft, öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, Betreiber von Recycling- und Sortieranlagen, MVA-Betreiber und Mitarbeiter von Umweltbehörden.
Geltender Rechtsrahmen und aktuelle Rechtsprechung zur Ablagerung von Abfällen

Können staatlichen Stellen den Vollzug des neuen Rechts gewährleisten?
Am 01.08.2017 trat die Neufassung der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) in Kraft. Sie soll vorrangig das Recycling der im Gewerbeabfall und bestimmten Bau- und Abbruchabfällen enthaltenen Wertstoffe stärken. Die neue Verordnung enthält u. a. geänderte und erweiterte Vorgaben für die Getrennthaltung von Abfallfraktionen, für die Vorbehandlung von gemischten Abfällen in Sortieranlagen sowie Kontroll- und Dokumentationspflichten. Die technischen Anforderungen an Sortieranlagen wurden mit Wirkung ab 01.01.2019 neu definiert.
DGAW e.V. Regionalveranstaltung zur Novelle der Gewerbeabfallverordnung

Computertomograph analysiert Schäden in Werkstoffen unter Last
Unterschiedlichste Materialien zerstörungsfrei prüfen zu können, ist für Industrie und Wissenschaft in vielen Bereichen essentiell. Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat jetzt eine neue Methode entwickelt, die erstmals die mechanische Prüfung eines Bauteils unter realistischen Belastungen mit einer radiologischen Durchstrahlungsprüfung kombiniert. Die Methode dient dazu, Materialien zu charakterisieren, und sie erleichtert die Beurteilung von Einschlüssen oder Schädigungen im Werkstoff bezüglich deren Einflusses auf die Festigkeit und Lebensdauer. Damit liefert das Fraunhofer LBF Materialentwicklern und Herstellern sowie Wissenschaftlern wichtige Informationen zum besseren Verständnis von Materialverhalten und Materialcharakterisierung.
Strahlender Durchblick

Speditions- und Logistikverband zur andauernden Sperrung der Rheintalbahn
Die Sperrung einer seiner wichtigsten Verbindungen hat zu einer nachhaltigen Schädigung des schienengebundenen Transports geführt, bilanziert der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) den seit dem 12. August 2017 bestehenden völligen Stillstand auf der Rheintalbahn bei Rastatt. Angesichts der nicht ausreichend nutzbaren Alternativstrecken wurde deutlich, dass die DB Netz über keinen wirkungsvollen Notfallplan verfügt, um die negativen Folgen vergleichbarer Ausfälle zu begrenzen. Zusätzliches Hemmnis für ein erfolgreiches Krisenmanagement sind die regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa, durch die selbst im Ausland theoretisch verfügbare Ausweichstrecken nicht genutzt werden können, weil zum Beispiel der Lokführer die Landessprache nicht spricht.
Politik und DB Netz müssen Lehren aus Rastatt-Desaster ziehen

Bauernverband begrüßt Votum des EU-Parlaments
In der jüngsten Plenarabstimmung über die Regeln zur Erfassung der Kohlendioxid-Bilanz der Land- und Forstwirtschaft (LULUCF) sprach sich das EU-Parlament dafür aus, dass die Waldnutzung intensiviert werden darf, wenn Wälder zugleich eine Treibhausgassenke sind. "Dies ist ein wegweisendes Signal für grünes Wachstum im ländlichen Raum und einen wirtschaftlich nachhaltigen Klimaschutz durch die Land- und Forstwirtschaft", kommentierte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, die Entscheidung.
Klimaschutz und Bioökonomie gestärkt

Aus dem Wurzelwerk von Pilzen wachsen Bausteine, die sich zu selbsttragenden Strukturen aufeinanderschichten lassen
Welche Wege zu ihrer nachhaltigen Erzeugung auf Basis von Biomasse, Reststoffen oder „Power-to-X“-Konzepten gangbar sind, skizziert der ProcessNet-Arbeitsausschuss „Alternative flüssige und gasförmige Kraft- und Brennstoffe“ in seinem aktuellen Positionspapier. Aus Sicht der Experten aller relevanten Branchen aus Wissenschaft, Verbänden und Industrie sind dafür nicht nur gezielte Technologieentwicklungen notwendig, auch die Rahmenbedingungen müssen entsprechend gestaltet werden.
Nachwachsende Baustoffe für die Städte der Zukunft

Verbesserung des Habitats für Äschen und Forellen
Die Saane ist ein 126 km langer Fluss in der Schweiz. Sie entspringt oberhalb von Gsteig am Sanetschhorn unterhalb des Col du Sénin als La Sarine, fliesst nach Norden nach Gstaad und weiter nach Saanen, dann Richtung Westen durch das Pays d’Enhaut. Sie gab damit den Namen für die Gemeinde Saanen und den Hauptort des Amtsbezirks Saanen. Bei Montbovon wendet sie sich wieder nach Norden und fliesst durch das Haute Gruyère in den Stausee Greyerzersee. Von dort verläuft sie weiter nach Norden bis Freiburg, dann nach Nordosten durch den Schiffenensee (ebenfalls ein Stausee), bis sie westlich von Bern in die Aare mündet. Der Fluss wird gerne mit dem sogenannten Röstigraben, der Sprachgrenze zwischen der deutschen und französischsprachigen Schweiz, gleichgesetzt.
Kies zur Revitalisierung der Saane

Hybride Indium-Lithium-Anoden mit raschem Grenzflächen-Transport von Ionen
Bald bessere Akkus?

Einsatzübung Eisenbahn- und Chemieereignis Kantonaler Krisenstab Basel-Landschaft
Verbundsübung „Rotaia“ im Rangierbahnhof in Muttenz

Vizedirektor tritt Nachfolge von Urs Zaugg an
Bern: Christian Hofer wird neuer Leiter des kantonalen Amts für Landwirtschaft und Natur

33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie an der BTU Cottbus–Senftenberg
Gewässerforscher treffen sich in Cottbus

CAU-Forschungsteam belegt erstmals, dass Wirtstiere die Funktion ihrer bakteriellen
Symbionten steuern können

Nesseltiere steuern Bakterien fern

Outsourcing von Dienstleistungen wird möglich
Bundesrat stärkt Rechtssicherheit für Berufsgeheimnisträger

Stadtservice mit Grätzlaktionen als rasche Problemlöser
Wien: Stadt und Polizei gemeinsam für Bürgeranliegen vor Ort

Kostenstudien 2016 und geplante weitere Revision der Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung
Schweizer Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: Jahresberichte 2016

Die Zeiten, in denen Pilze ausschließlich auf unseren Tellern landen, sind vorbei
Nachhaltiger Baustoff: Pilze als Dämmmaterial nutzen

Im Gegensatz zum Regierungsrat will die Kommission kein absolutes Verbot von
Ölheizungen in neuen Wohnbauten

Bern: Kommission für Änderung des Energiegesetzes

An der dreitägigen Übung beteiligen sich erstmals auch mehrere Spitäler des Kantons Bern
Gesamtnotfallübung: Störfall im Kernkraftwerk Mühleberg als Übungsszenario

Bundesverwaltungsgericht: Keine Zurechnung eines Gutachterverschuldens
Haftung nach dem Umweltschadensgesetz

Schweitzer: Ceta liefert gute Argumente für offene Märkte
Wansleben: Höchste Zeit für Lösungen beim Brexit

Briten bekommen die Hängepartie bereits zu spüren

Eva Kühne-Hörmann: Klares Zeichen gegen den Irrsinn auf unseren Straßen
Bundesrat beschließt hessische Gesetzesinitiative zu Strafbarkeit illegaler Autorennen

Dialog zur verkehrsverträglichen Tidesteuerung am Emssperrwerk fortgesetzt
Zukünftig drei Kreuzfahrtschiffe pro Jahr aus Papenburg

Flüssige Brenn- und Kraftstoffe sind auf absehbare Zeit im Verkehrssektor ebenso unverzichtbar wie flüssige Brennstoffe im Wärmemarkt
Fortschrittliche alternative flüssige Brenn- und Kraftstoffe


ARCHIV: Freitag, 22. September 2017


Quelle: EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)
Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 17. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.
Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
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Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.