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Peter Liese: Keine Vorteile aber Probleme für viele Menschen
Erster Schritt zur Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung

Das Europäische Parlament hat sich in einer Resolution zur halbjährlichen Zeitumstellung geäußert. Die Abgeordneten beziehen sich auf eine Reihe von Bürgerinitiativen, in denen sich Menschen gegen die Umstellung der Uhren im März und Oktober aussprechen. Auch werden wissenschaftliche Studien erwähnt, die deutlich zum Ausdruck bringen, dass die Zeitumstellung die erweiterten Vorteile (Energieeinsparung) nicht gebracht haben, aber sich bei vielen Menschen negativ auf die Gesundheit auswirken. Deshalb fordern die Abgeordneten die Europäische Kommission auf, die Richtlinie, die die Zeitumstellung vorsieht gründlich zu bewerten und gegebenenfalls einen Vorschlag zur Überarbeitung zu machen.

Sommerzeit ist vorteilhaft da die Abende länger hell sind und so mehr Lebensqualität bieten alles andere wäre ein Rückschritt 
Abends arbeiten viel weniger Leute als in der früh. Daher lohnt sich nicht am Abend wesentlich mehr
MfG
F handerek

Als aktiver Mensch, der jedenfalls 8 Stunden pro Tag in einem Büro arbeiten darf, befürworte ich die Zeitumstellung. Ich gewinne tatsächlich eine Stunde pro Tag. Dieser Zeitgewinn geht in meine Freizeit, die ich in der warmen Jahreszeit umso besser genießen kann. Ich ziehe also einen persönlichen Vorteil daraus, der sich über ein halbes Jahr erstreckt. Es ist ungleich schöner bei Sonnenlicht Freizeitaktivitäten durchführen zu können, bzw. die Nachmittagssonne einfach nur zu genießen.

Die Zeitumstellung ist eine kurzzeitige Herausforderung, die nicht nur uns Menschen trifft. Bauern gewöhnen ihre Tiere langsam an die Zeitumstellung. Auch Menschen, die ein Problem haben, können sich selbst langsam umgewöhen, sind aber meistens zu faul dazu.

Wir leben in einer Zeit, wo sich einige Menschen gegen jede Form der Herausforderung auflehnen. Es kann druchaus sein, dass die selben Menschen nach einer Beendigung dieser Zeitumstellung draufkommen, dass es doch ganz toll war, was man da gehabt hat.   Im Übrigen kriegen wir ja jedes Jahr die Stunde im Herbst wieder dazu. Also diejenigen, die bei der Zeitumstellung im Frühjahr glauben es fehle ihnen eine Stunde, die bekommen im Herbst eine Stunde geschenkt und würdigen das nicht entsprechend!

LG
Peter Knoll

Sollte das halbjährliche Umstellen der Zeit für viele Menschen eine gesundheitliche Herausforderung sein – was offen gestanden schwer nachvollziehbar ist- so sollte man in jedem Fall die Sommerzeit beibehalten. Es wäre auch in den Wintermonaten vorteilhaft, wenn es Nachmittags etwas länger hell bleiben würden. Es bringt im Sommer keinen Mehrwert, wenn die Sonne bereits um 4:30 Uhr morgens aufgeht. Ich bin sicher, dass die meisten Menschen es bevorzugen, wenn es abends länger hell bleibt. Davon dürfte der Einzelhandel aber insbesondere auch die Gastronomie profitieren.

Beste Grüße
Markus Strippmann

sinnlose Sommerzeitumstellung

nachdem ich ein ausgesprochener Gegner der Sommerzeit bin, ist diese Diskussion für mich ein Schritt in die richtige Richtung.
Sehr viele Studien belegen bereits, dass eine Zeitumstellung der Gesundheit abträglich ist. Keinem Tier würde es einfallen, vor Sonnenaufgang wirklich aktiv zu werden. Wir entfernen uns immer weiter vom natürlichen Tagesablauf.
Vor allem die „Randbereiche“ März und Oktober sind eine Herausforderung. Im März freut man sich, dass es in der Früh heller wird und dann wird das Licht mit der Umstellung wieder „abgedreht“. Dafür sitze ich bei künstlichem Licht beim Frühstück.
Andererseits wäre es im Oktober in der Früh noch länger hell, müsste ich nicht wegen der Sommerzeit eine Stunde früher aufstehen. Was ich an Energie abends nicht verbrauche, gleicht sich in der Früh wieder aus. Die propagierte Energieersparnis wurde somit ad adsurdum geführt.
Für Kinder ist diese Umstellung ebenfalls eine Belastung. Sie gehen während der Schul- und Kigazeit bei helllichtem Tag schlafen. Nicht zu vergessen die Probleme der Bauern mit Tierhaltung.
Und für Kerzen ist es am Abend noch zu hell und wenn es finster genug wird, gehe ich dann auch ins Bett.
In der Gesamtheit betrachtet, überwiegen die Nachteile der Sommerzeit eindeutig die Vorteile, die sich auf „länger hell am Abend“ einschränken lassen.

Die Anregung, die „Winterzeit“ (die es ja nicht gibt, weil es sich hier um unsere Normalzeit handelt) abzuschaffen, widerspricht zur Gänze einem natürlichen Tagesablauf und wäre meinerseits eine Sinnhaftigkeit in Frage zu stellen.

Für mich persönlich hoffe ich, dass sich diese sinnlose Sommerzeitumstellung bald erledigt hat.

Mit besten Grüßen
Eveline Spreitzer

Der federführende Verkehrsausschuss hatte eigentlich eine schärfere Resolution vorgeschlagen, danach sollte die Kommission sofort einen Vorschlag zur Überarbeitung oder Abschaffung der entsprechenden Richtlinie machen. Die Richtlinie, die im Jahr 2000 zuletzt überarbeitet wurde, sieht eine einheitliche Zeitumstellung in der EU vor. Die Entschließung wurde mit 384 gegen 153 Stimmen bei 12 Enthaltungen angenommen.

Die EU hat die Umstellung nicht zu verantworten, vielmehr haben das die Mitgliedsstaaten in den 70er und 80er Jahren beschlossen. Damit aber wenigstens überall in der EU zur gleichen Zeit die Uhren umgestellt werden, gibt es nun diese Vorschrift. Ohne Änderung können die Mitgliedsstatten die Zeitumstellung im März und Oktober nicht wieder abschaffen. Meinungsumfragen in Deutschland zeigen, dass kontinuierlich deutlich mehr als zwei Drittel der Bevölkerung die Uhrumstellung ablehnen. Peter Liese ist zwar enttäuscht, dass die klare Resolution des Verkehrsausschusses nicht die Mehrheit gefunden hat, freut sich aber, dass nach jahrelanger Diskussion endlich Bewegung in die Sache kommt: „Die Zeitumstellung hat die erhofften Vorteile nicht erbracht, aber es gibt Probleme für viele Menschen und wenn die Mehrheit der Bevölkerung eine Sache ablehnt die keine Vorteile hat, muss die Politik entsprechend reagieren“, so Peter Liese.

erschienen am: 2018-02-10 im europaticker


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