europaticker:
Anlässlich des Welt-Städteforums wurde ein neuer Aufruf zur Bewerbung für mindestens 25
weitere Partnerschaften gestartet
EU-Städteagenda als Vorbild für nachhaltige globale Stadtentwicklung

Zu den globalen Zielen für eine nachhaltige Stadtentwicklung  konnte die EU-Kommission heute (Freitag) auf dem Welt-Städteforum in Malaysia eine positive Bilanz präsentieren. Corina Crețu, EU-Kommissarin für Regionalpolitik, erklärte am Rande des Welt-Städteforums: „Ähnlich wie beim Klimaschutz wollen wir eine Vorreiterrolle im Hinblick auf saubere, sichere und prosperierende Städte auf der ganzen Welt übernehmen. Europa und seine Partner kommen diesen drei konkreten Verpflichtungen rasch nach und tragen damit zur Gestaltung der Städte von morgen bei.“

Auf der UN-Konferenz Habitat III im Oktober 2016 haben die UN-Habitatpartner, zu denen auch die EU und ihre Mitgliedstaaten gehören, Verpflichtungen zur Umsetzung der Neuen Städteagenda vorgestellt und angenommen. Die Verpflichtungen umfassten:

Im Rahmen dieser drei Verpflichtungen wird die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (link is external) und des Übereinkommens von Paris unterstützt. Seit Ende 2016 konnten folgende Fortschritte erzielt werden:

Umsetzung der Neuen Städteagenda durch die Städteagenda für die EU

Zu folgenden drei der 12 Schwerpunktthemen im Rahmen der Städteagenda für die EU (link is external) wurden bereits Aktionspläne ausgearbeitet: städtische Armut, Integration von Migrantinnen und Migranten sowie Luftqualität. Teil dieser Aktionspläne sind Empfehlungen, bewährte Verfahren und Projekte, die EU- und weltweit zur Nachahmung empfohlen werden sollen. Ende 2018 werden wahrscheinlich alle Aktionspläne erstellt worden sein.

Nachahmenswert sind nicht nur die thematischen Aktionspläne; auch die der EU-Städteagenda zugrunde liegende Methodik kann weltweit als Vorbild für eine neue Städtepolitik dienen. Dabei arbeiten Städte, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen sowie Vertreter der Mitgliedstaaten und der EU-Organe und -Einrichtungen partnerschaftlich an einer integrierten und ausgewogenen nachhaltigen Stadtentwicklung.

Entwicklung einer weltweit einheitlichen Definition von „Stadt“

Um das Monitoring, den Leistungsvergleich und letztendlich die Konzeption politischer Maßnahmen zu verbessern, muss weltweit dieselbe Definition des Begriffs „Stadt“ gelten. Zusammen mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO (link is external)), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD (link is external)) und der Weltbank (link is external) arbeitet die EU an einer solchen Definition, die im März 2019 den Vereinten Nationen vorgestellt werden soll.

Im Hinblick darauf hat die Kommission bisher Schätzwerte zum Verstädterungsgrad der einzelnen Länder der Welt zusammengetragen und diese Daten kostenlos zur Verfügung gestellt, um einen Abgleich mit den nationalen Definitionen zu ermöglichen. Anlässlich des Welt-Städteforums stellt die Gemeinsame Forschungsstelle im Auftrag der Kommission die globale Datenbank zu städtischen Ballungsgebieten zur Verfügung. Diese Datenbank enthält Daten zu allen 10 000 städtischen Ballungsgebieten der Welt und ist damit die größte und umfassendste Datensammlung zu städtischen Gebieten, die je veröffentlicht wurde.

Förderung der Zusammenarbeit der Städte bei der nachhaltigen Stadtentwicklung

Im Hinblick auf dieses Ziel hat die EU 2016 ihr Programm für internationale Städtezusammenarbeit (International Urban Cooperation – IUC) aufgelegt, mit dem Städtepartnerschaften auf der ganzen Welt eingerichtet werden.

An dem Programm beteiligen sich zurzeit 70 Städte (35 aus der EU und 35 aus Nicht-EU-Ländern), die in 35 Partnerschaften organisiert sind. Beispiele hierfür sind Frankfurt und Yokohama (Japan), Bologna (Italien) und Austin (USA) sowie Almada (Portugal) und Belo Horizonte (Brasilien). Grundlage aller Partnerschaften ist die Ausarbeitung lokaler Aktionspläne zu gemeinsamen städtepolitischen Prioritäten (wie Wasserversorgung, Verkehrssysteme und Gesundheitswesen) sowie der Austausch von Wissen und bewährten Verfahren, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Anlässlich des Welt-Städteforums wurde ein neuer Aufruf zur Bewerbung für mindestens 25 weitere Partnerschaften gestartet. Interessierte Städte können sich bis zum 9. März online (link is external) bewerben.

Weitere Informationen:

Welt-Städteforum (link is external)

Habitat-III-Konferenz (link is external)

Stadtentwicklungspolitik der EU

Plattform für städtepolitische Daten der Gemeinsamen Forschungsstelle

Portal der Regionen der Gemeinsamen Forschungsstelle

 

erschienen am: 2018-02-09 im europaticker

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Beitrag:
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Impressum (Kurzfassung):
EUROPATICKER mit den Magazinen: Umweltruf, Korruptionsreport und Green IT
Das Magazin mit Hintergrund aus der Entsorgungsbranche
Deutscher Presserat (ID-Nummer 3690)

Herausgeber Hans Stephani
Beratender Betriebswirt - Journalist - Autor
Blumenstr. 11, 39291 Möser
Telefon: 039222 - 4125 Telefax: 039222 - 66664
Der EUROPATICKER Umweltruf erscheint im 18. Jahrgang. Das Ersterscheinungsdatum war der 20. März 2000.

Für die Titel: EUROPATICKER, KORRUPTIONSREPORT und UMWELTRUF nehmen ich Titelschutz nach § 5 Abs. 3 MarkenG. in Anspruch.
Ich unterliege dem Presserecht des Landes Sachsen-Anhalt.
Verantwortlich im Sinne des Presserechtes und nach Telemediengestz (TMG) ist: Diplom-Betriebswirt Hans Stephani.

Anzeigenverwaltung:
EUROPATICKER - Verlag  GmbH, Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer B 2311, Geschäftsführer: Beatrix Stephani, Steuerliche Angaben: Finanzamt Genthin Steuernummer: 103/106/00739, Blumenstr. 11 D-39291 Möser Telefon: 039222 4125, Telefax: telefax@europaticker.de

    Zurück zum Nachrichtenüberblick                                    Diese Meldung ausdrucken