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Grüne unterstützen Petition der Naturschutzorganisationen gegen den Stausee am Schwarzköpfle
Vorarlberg: Es gibt Grenzen des sinnvollen Maßes

„Da ist ein sinnvolles Maß überschritten worden! Dem vermeintlichen Wachstum und dessen vermuteten wirtschaftlichen Segen für die ganze Talschaft werden der Wert einer intakten Naturlandschaft als wichtige Zukunftsressource geopfert“, resümiert Klubobmann Adi Gross das Beschneiungsprojekt der Silvretta Montafon.

Der geplante Stausee zur Beschneiung hat eine riesige Dimension. Über 300.000 m3 Fassungsvermögen, ein Stauwerk mit 26 Metern Höhe, das Ausbaggern einer hochalpinen Moorlandschaft, die Errichtung eines Gebäudes mit 50 m Länge und neun Metern Höhe mitten einer hochalpinen Landschaftskammer.

„Eine langfristige Sicherung des Tourismus im Montafon kann auf diese Art und Weise nicht erfolgen. Er nimmt Eingriffe in die Natur in Kauf, die selbst das eigentliche Kapital sind. Die Kosten für Erhalt und Betrieb werden damit systematisch hinaufgeschraubt“, ist Gross überzeugt. Das sei eine unseelige Spirale zwischen den Skigebieten wer früher dran, größer und schneller sei. „Es ist doch absurd, ab Anfang Oktober ein ganzes Skigebiet binnen 70 Stunden beschneien zu wollen“, meint Gross.

Man versuche damit gar, sich gegen die Entwicklung der Jahreszeiten und des Klimas zu stemmen. Das werde auf Dauer keinen Erfolg haben. Es sei vielmehr ein verrückter Wettlauf der Technik gegen unumkehrbare Entwicklungen.

Es sei an diesem Beispiel eine wichtige öffentliche Diskussion zu führen, da sie die Bevölkerung breit betreffe. Schließlich sei es unser Lebensraum. Nämlich, wo sind die Grenzen des Eingriffs in die Natur im Namen des Wachstums?

„Wir Grüne sind nicht prinzipiell gegen jede Beschneiung, das mag selektiv vertretbar sein. Aber hier ist wohl ein vertretbares Maß überschritten, die Unterordnung der Natur ökonomischen Interessen gegenüber, einhergehend mit massiven Eingriffen in vormals intakte Landschaftskammern“, ist Gross überzeugt.

Wir unterstützen daher die Petition der Naturschutzorganisationen und des Alpenvereins „für eine maßvolle Weiterentwicklung des Wintertourismus und gegen den geplanten überdimensionierten Beschneiungsstausee“ und rufen dazu auf diese zu unterstützen.

erschienen am: 2018-02-12 im europaticker

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