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Regierungspräsidium Gießen lobt erneut Managementsystem für Arbeitsschutz bei
der Firma Henkel in Herborn-Schönbach
Selbst Detailfragen decken die Anforderungen ab

Die Firma Henkel war 2014 das erste Unternehmen in Mittelhessen, dem per Urkunde bescheinigt wurde, dass es am Standort Herborn-Schönbach die Erfordernisse des Arbeitsschutzes systematisch und vorbildlich einhält. „Mit einem engagierten Arbeitsschutz im Betrieb werden aktiv Unfälle und Erkrankungen in der Belegschaft verhindert“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, dessen Verwaltung für die Überwachung in den fünf Landkreisen zwischen Limburg und Schlitz sowie Biedenkopf und Hungen verantwortlich ist. Nun, nach Ablauf der dreijährigen Laufzeit der AMS-Bestätigungsurkunde, wurde das Unternehmen nach einer weiteren Überprüfung erneut ausgezeichnet.

Vorausgegangen war zunächst ein umfassendes Begutachtungsverfahren, bei dem während einer sogenannten ASCA-AMS-Bestätigung die Fachleute des Regierungspräsidiums Gießen (RP) das Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) der Firma genau unter die Lupe nahmen. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis: Die Regelungen bei Henkel deckten selbst in Detailfragen die Anforderungen an den Arbeitsschutz ab. Die aktuelle, neuerliche Überprüfung bestätigte den hohen Standard des Systems.

„Auch neue und aktuelle Prozesse werden erfolgreich in das bestehende Arbeitsschutzmanagementsystem eingebunden, was dessen Funktionsfähigkeit eindrucksvoll bestätigt“, sagt Rainer Thielmann, ASCA-AMS Beauftragter des Regierungspräsidiums Gießen, im Rahmen der Urkundenübergabe an den Geschäftsführer der Henkel AG, Josef Wollmann. In allen untersuchten Bereichen hätten die Prüfer einen vorbildlich gelebten Arbeitsschutz vorgefunden. Ein Großteil der Belegschaft hat beispielsweise eine Ausbildung zum Ersthelfer absolviert und die Firma hat eine eigene, sehr gut ausgestattete Werksfeuerwehr etabliert.

Der Standort der Fa. Henkel in Herborn-Schönbach existiert seit 1925 (vormals Gerhard Collardin GmbH) und gehört seit rund 62 Jahren zum Henkel-Konzern. Am Standort werden Chemikalien zur Metallvorbehandlung für den Korrosionsschutz produziert. Diese finden Anwendung in der Automobil-, Elektronik-, Stahl- und Luftfahrtindustrie. Bemerkenswert sind auch die detaillierten Anweisungen und Gefährdungsbeurteilungen für Fremdfirmen, berichtete Rainer Thielmann. Das heißt konkret: Instandhaltungsarbeiten dürfen von Fremdfirmen erst durchgeführt werden, wenn diese Arbeitsanweisungen gemäß internen Freigabescheinen von entsprechend verantwortlichen Personen bestätigt sind.

Unternehmen mit Sitz in Hessen, die ein Arbeitsschutzmanagementsystem führen, können dieses einer Bewertung durch Experten der Arbeitsschutzaufsicht bei den Regierungspräsidien  unterziehen lassen. Bei erfolgreichem Abschluss erhaltens die Unternehmen eine ASCA-AMS Bestätigungsurkunde mit dreijähriger Gültigkeitsdauer. Mit der ASCA-AMS-Bestätigung werden die besonderen Leistungen des Unternehmens im Arbeitsschutz gewürdigt. Hinzu kommt die Außenwirkung: Gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und anderen externen Partnern können Unternehmen darlegen, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen unter sicheren, gesundheits- und menschengerechten Arbeitsbedingungen entstehen. Bei potenziellen Bewerbern, aber auch bei Verbraucher stößt dies zunehmend auf Interesse. „Durch ihre Teilnahme an der Überprüfung lassen die Unternehmen erkennen, dass sie dem Thema eine hohe Bedeutung beimessen“, sagt Regierungspräsident Ullrich über das Projekt.

Voraussetzung für Unternehmen zur Teilnahme am Programm ist ein eingerichtetes Arbeitsschutzmanagementsystem. Interessierte Unternehmen können sich an Michèle Wachkamp (Telefon: 0641 303-3277, E-Mail: michele.wachkamp@rpgi.hessen.de) beim Fachzentrum für systemischen Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung des Regierungspräsidiums Gießen für ein unverbindliches Beratungsgespräch wenden.

Stichwort: ASCA

ASCA ist ein Arbeitsschutz und sicherheitstechnischer Check in Anlagen, den das Land Hessen im Jahr 1993 für die Aufsichtsbehörden erstellt hat. Er besteht aus diversen Checklisten, zum Beispiel für die Meisterebene oder für die Dokumente im Arbeits- und Gesundheitsschutz, die das Auffinden und Beseitigen von Systemfehlern in der Arbeitsschutzorganisation von Anlagenbetreibern ermöglichen.

Stichwort: AMS

Ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) soll Unternehmen in prozesshafter Weise dazu dienen, in ihren Betrieben Arbeitsunfälle, arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen zu vermeiden sowie generell die Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz zu schützen. Verschiedene Leitfäden und Standards beinhalten Vorgaben dazu.

erschienen am: 2018-02-12 im europaticker


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