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Das in Deutschland geförderte Nassöl besteht nur zu 1 bis 5 % aus Erdöl. Der Rest ist Lagerstättenwasser
Landkreis Gifhorn: Öl aus einer Leitung im Feld Hankensbüttel ausgetreten

In der Nacht zu Dienstag ist es an einer Nassölleitung der ExxonMobil Production Deutschland GmbH (EMPG) im Bereich Hankensbüttel (Landkreis Gifhorn) an der Kreisstraße 122 zu einem Ölaustritt gekommen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und der Landkreis wurden noch in der Nacht informiert. Mitarbeiter des LBEG sind zurzeit vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die laufenden Reinigungs- sowie Sanierungsarbeiten zu überwachen. Die Schadensursache wird derzeit ermittelt.

Das Unternehmen hat nach Feststellung des Schadens umgehend erste Maßnahmen eingeleitet. Ein Mitarbeiter der Betreiberfirma hat die betroffene Leitung außer Betrieb genommen. Nach ersten Schätzungen sind rund zehn Kubikmeter Nassöl ausgetreten. Durch den Austritt des Nassöls (Ölanteil zwei Prozent) wurde der Straßengraben auf einer Länge von etwa 150 Meter verunreinigt. Wasserführende Gräben oder Vorfluter sind nicht betroffen.
Der Betreiber hat die Reinigungsarbeiten bereits in Angriff genommen. Das Öl wurde aufgesaugt. Zurzeit wird das verschmutzte Erdreich aufgenommen. Ein unabhängiger Sachverständiger begleitet die Sanierungsarbeiten.

Die DEA Deutsche Erdoel AG (DEA) plant eine neue Ölbohrung im Erdölfeld Hankensbüttel-Süd – die Hankensbüttel-Süd 96. Im Falle der Fündigkeit soll eine weitere Bohrung zur Rückführung des abgetrennten Flutwassers niedergebracht werden – die Hankensbüttel-Süd 97. DEA geht davon aus, dass durch die zusätzlichen Bohrungen die Förderung des qualitativ hochwertigen Hankensbüttel-Öls erhöht werden kann. Es wird erwartet, dass die tägliche Ölförderung von 45 Kubikmeter auf eine Produktionsrate von 100 Kubikmeter mehr als verdoppelt werden kann.

Entdeckt wurde die Lagerstätte Hankensbüttel-Süd im Jahr 1954. Seitdem wurden etwa 91 Millionen Barrel Öl gewonnen. Das entspricht etwa 14,4 Millionen Kubikmeter oder 12,5 Millionen Tonnen Öl. Damit ist die Lagerstätte Hankensbüttel hinsichtlich der Gesamtproduktion das drittgrößte Erdölfeld in Deutschland. Am 7. April 1954 strömte erstmals Erdöl aus den in 1.500 Meter Tiefe liegenden Dogger-Beta Sandsteinen.

erschienen am: 2018-02-13 im europaticker

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