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Umweltsenator Jens Kerstan testet Reinigungs-Hotline für die Cleanteams
FDP: App kein Ersatz für effektive Stadtreinigung
Hamburgs neue Sauberkeits-App: Gesehen, gemeldet, in 72 Stunden geräumt

Wie einfach es sein kann, sich um Hamburgs Sauberkeit zu kümmern, zeigten Hamburgs Senator für Umwelt und Energie, Jens Kerstan, und Prof. Dr. Rüdiger Siechau, Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg (SRH), am 8. Februar mit der Sauberkeits-App der Stadtreinigung. Seit genau einem Monat ist die App schlanker und schneller: Die meistbenutzte Funktion „Müllecke melden“ ist nun eine Sache von wenigen Sekunden. Und bis die Stadtreinigung kommt und die Müllecke beseitigt, dauert es auch nicht lange.

Umweltsenator Jens Kerstan machte mit der App einfach ein Foto einer ordnungswidrigen Müllablagerung und schickte die Meldung mit einem Klick an die Stadtreinigung Hamburg. Anhand der mitgelieferten Ortungsdaten wird die Meldung automatisch an die richtige Betriebseinheit versendet. In weit mehr als 90 Prozent ist die Verschmutzung innerhalb von drei Tagen beseitigt, meistens schon am nächsten Tag.

Umweltsenator Jens Kerstan: „Die Sauberkeitsoffensive soll die Sauberkeit in Hamburg sichtbar verbessern. Und zwar nicht nur in den Schaufenster-Quartieren, sondern in der ganzen Stadt. Die Sauberkeits-App hilft da sehr. Sie ist einfach, schnell und effektiv. Ihr Merkmal: Müll gesehen, gemeldet, geräumt in nur 72 Stunden. So soll es sein. Ursächlich aber für diesen Schmuddel sind Müll-Sünder, die ihre Sachen einfach irgendwo hinwerfen und das finde ich unverantwortlich. Jeder ist und bleibt verantwortlich für den Müll, den er hinterlässt.“

SRH-Geschäftsführer Prof. Dr. Rüdiger Siechau: „Seit Januar sorgt die Stadtreinigung Hamburg mit rund 400 zusätzlichen Reinigungskräften in Hamburgs Straßen und Parks, auf Plätzen und Grünstreifen noch gründlicher als bisher für die Sauberkeit. Mit dem Einsatz von sogenannten ‚Cleanteams‘ machen wir auch die Abarbeitung von ‚Hotline‘-Meldungen noch schneller. Neben unseren ureigenen Aufgaben haben wir auch die sogenannte Steuerungsverantwortung übernommen. Das bedeutet, dass wir auch Meldungen, die nicht in unseren Verantwortungsbereich fallen, bis zur endgültigen Erledigung intensiv weiterverfolgen. Entweder beseitigt die zuständige Stelle den Missstand binnen einer kurzen Frist selber, oder wir tun das in deren Auftrag. Das ist neu. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Anlieger nicht aus ihrer bestehenden Reinigungsverpflichtung entlassen sind; sie müssen wie auch schon zuvor selbst vor der eigenen Tür kehren.“

In den ersten gut drei Wochen vom Start der neuen App am 8. Januar bis Ende Januar gingen bei der Hotline „Saubere Stadt“ insgesamt über 4.000 Verschmutzungsmeldungen ein. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es etwa die Hälfte. Diese enorme Steigerung der Meldungszahlen ist insbesondere der neuen SauberApp zu verdanken. Rund 40 Prozent der Meldungen kamen per App. Im Vergleichszeitraum waren es – zusammen mit der Website (damals noch nicht getrennt erfasst) – gerade einmal 530 Meldungen.

Anlässlich der Vorstellung der ‚Sauber-App‘ durch die Umweltbehörde erklärt der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Kurt Duwe: „Das Clean-Team rückt angeblich in Minutenschnelle an, wenn ein Nutzer per App eine ‚Müllecke‘ meldet. Diese Do-it-Yourself-Show von Umweltsenator Kerstan kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich ‚Hamburg – gepflegt und grün‘ mit Hunderten neuer Mitarbeiter der Stadtreinigung in der Realität erst noch beweisen muss. Dass aufmerksame Bürger mithelfen, die Stadt sauber zu halten, ist selbstverständlich zu begrüßen. Doch es darf nicht als Ersatz für effektive Reinigung des öffentlichen Raums dienen.“

Die wichtigen Dienstleistungen der Stadtreinigung Hamburg (SRH) in einer App.

Die nützliche App für iPhone, Android und Co. gibt es kostenlos im App Store und im Play Store. Einfach in der Suche "Stadtreinigung Hamburg" eingeben oder QR-Code unten einscannen.

Die saubere App der Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist seit Anfang 2018 noch schlanker und schneller als vorher. Die meistbenutzte Funktion "Müllecke melden" ist nun in wenigen Sekunden abgeschlossen: Bei der ersten Nutzung einmalig die eigene Mailadresse eingeben, künftig nur noch die Kamerafunktion aktivieren und ein Foto von der Müllecke machen. Nach Bestätigung oder weiteren Fotos nur noch auf die Funktion "senden" drücken und die Meldung mit den aktuellen Geodaten und dem Foto an die SRH versenden.

Die Verschmutzungsmeldungen gehen direkt in die Hotline-Datenbank der SRH und sind dadurch sekundenschnell bei den verantwortlichen Betriebseinheiten. Dort wird sich so schnell wie möglich um die Verschmutzung gekümmert.

Das bietet die App der SRH neben der Funktion "Müllecke melden":

Toilettenfinder: Über Geo-Ortung oder über Eingabe der Straße die nächste öffentliche Toilette finden.

Müllabfuhr: Der Abfuhrkalender zeigt nach Eingabe der Adresse die nächsten Abfuhrtermine. Wer möchte, kann sich per Mail rechtzeitig an die Abfuhr erinnern lassen.

Das Abfall-ABC kennt für (fast) jede Abfallart nicht nur die richtige Entsorgung. Es zeigt mit einer Berührung auch, wo der nächste Recyclinghof oder der nächste Depotcontainer für Glas, Papier, Elektroaltgeräte und Textilien steht.

In der Nähe: Wer schon weiß, wie Abfall entsorgt wird, der kann sich direkt den nächsten Recyclinghof und die nächsten Depotcontainer anzeigen lassen.

Und außerdem: Eine Übersicht über die wichtigsten Gebühren und Preise und die wichtigsten Telefonnummern runden das Angebot ab.

Die App ist eine sogenannte Web-App, bei der Aktualisierungen und Verbesserungen ständig im Hintergrund laufen. Ein Update der App ist somit nicht nötig.

Bild: Bei der Stadtreinigung gehen die Meldungen ein. Von hieraus wird gesteuert. (Bild: BUE)

erschienen am: 2018-02-13 im europaticker


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