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Die Tierschutzorganisation PETA hat die schlimmsten Skandale des vergangenen Jahres aufgelistet

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BSE, Gammelfleisch, Pferdefleisch... - Was kommt als nächstes?

Die Skandale um illegale Praktiken in der Tierwirtschaft häufen sich. Längst sind Gammelfleisch, BSE, Antibiotikarückstände und Dioxinbelastung keine Fremdwörter mehr und lassen auch den unbekümmerten Konsumenten ins Grübeln kommen. In den heutigen Formen der Tierhaltung sind alle Prozessabläufe auf Kostensenkung und Gewinnmaximierung ausgerichtet. Die Bedürfnisse der Tiere und die Gesundheit der Verbraucher finden kaum Beachtung. Die Tierschutzorganisation PETA hat die schlimmsten Skandale des vergngenen Jahres aufgelistet. Die Organisationen wurden gegründet, um Politiker und die Öffentlichkeit über die anhaltende, weitverbreitete und nicht zu akzeptierende Tierquälerei aufzuklären sowie die Einsicht zu fördern, dass Tiere einen naturgegebenen Anspruch darauf haben, mit Respekt und Achtung behandelt zu werden. PETA handelt nach dem einfachen Prinzip, dass wir Menschen nicht das Recht haben, Tiere in irgendeiner Form auszubeuten, zu misshandeln oder zu verwerten.

Dezember 2017: Rückruf von „ja! King Prawns“-Garnelen wegen Antibiotikarückständen
Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft REWE das Produkt „ja! Kings Prawns Garnelen 225g TK“ mit Mindesthaltbarkeitsdatum 14.04.2019 zurück. In einzelnen Proben wurden Ruckstände eines Antibiotikums gefunden, es wird vom Verzehr abgeraten. Weitere Informationen zum Rückruf finden Sie hier. Für ein schnelles Wachstum der Garnelen und zur Bekämpfung von Krankheiten werden in der Garnelenzucht Antibiotika verabreicht. Diese können als Rückstände in den toten Tieren verbleiben und zu Antibiotikaresistenzen führen. Weitere Informationen zu Garnelen finden Sie hier.

November 2017: Erneut Listerien in Cheddar-Käse
Erneut ruft „The Little Milk Company“ vorsorglich vier Käseprodukte aufgrund eines Verdachts auf Listerien zurück. Betroffen sind die Produkte Irischer Bio Cheddar Mild, Irischer Bio Cheddar Mild red, Irischer Bio Cheddar Vintage und Irischer Bio Brewers Gold. Betroffen sind alle Mindesthaltbarkeitsdaten. Bereits im Oktober 2017 rief das Unternehmen Cheddar-Käse wegen eines möglichen Listerienbefalls zurück. Listerien können eine Infektionskrankheit, die Listeriose, auslösen. Diese führt meist zu grippeähnlichen Symptomen und Magen-Darm-Beschwerden. Insbesondere die Gesundheit von Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschwächten ist gefährdet.

November 2017: Zwiebelmettwurst mit E. coli belastet
Die Franken-Gut Fleischwaren GmbH ruft im Rahmen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ihre Zwiebelmettwurst mit der Chargennummer 311 zurück. Im Rahmen einer Kontrolle wurden verotoxinbildende E. coli nachgewiesen. Eine Infektion mit E. coli äußert sich innerhalb einer Woche mit Durchfall und Bauchkrämpfen. Insbesondere bei Säuglingen, Kleinkindern, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann ein schwerer Krankheitsverlauf mit blutigem Durchfall auftreten. In besonders schweren Fällen kann es zu Nierenversagen kommen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Oktober 2017: Update Fipronil: Deutsche und niederländische Behörden blockieren Veröffentlichung über belastete Eier.
Die Nachwirkungen des Fipronil-Skandals vom Sommer 2017 halten noch immer an. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) beantragte die Herausgabe der Meldungen und Zahlen aus dem europäischen Schnellwarnsystem RASFF. Deutschland und die Niederlande verweigerten die Herausgabe jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen bzw. zum Schutz der meldenden Unternehmen. Angesichts dieser Blockade ist weiterhin fraglich, wie viele Eier in Umlauf gekommen und verarbeitet worden sind. Nach Bekanntwerden des Skandals wurden belastete Produkte aus Deutschland in Osteuropa aus dem Verkehr gezogen. Die Blockade der Behörden dient nicht dem Schutz der Bürger, sondern verschleiert das wahre Ausmaß des systembedingten Fipronil-Skandals.

Oktober 2017: Weiterhin Salmonellen in Salami
Nachdem in der „Salami Piccolini Mediterran“ der Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG Salmonellen festgestellt wurden, erweitert das Unternehmen den Rückruf vom September 2017 im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes auf alle Artikel gleicher Bezeichnung. Salmonelleninfektionen können zu Unwohlsein, Durchfall, Erbrechen und Fieber führen. Vor allem immungeschwächte Menschen, Kinder und ältere Menschen können an einem schwereren Krankheitsverlauf leiden. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens.

Oktober 2017: Listerien in Cheddar-Käse
Aufgrund eines möglichen Listerienbefalls ruft „The Little Milk Company“ ihren in Bayern vertriebenen Irish Cheddar zurück. Listerien können auch längere Zeit nach dem Verzehr betroffener Produkte neben Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auch grippeähnliche Symptome auslösen. Insbesondere die Gesundheit von Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschwächten ist gefährdet. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Mitteilung des Unternehmens (englisch).

Oktober 2017: Rohmilchkäse wegen Salmonellen zurückgerufen
Wegen eines möglichen Salmonellen-Befalls ruft der Hersteller Société Capt et fils seinen Rohmilchkäse „Reblochon de Savoie AOP“ zurück. Die betroffene Ware soll entsorgt werden. Diese Bakterien können schwere Magen-Darm-Erkrankungen hervorrufen. Weitere Informationen des Herstellers finden Sie hier.

September 2017: Erneut Salmonellen in Salami
Die Firma Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG ruft ihre „Salami Piccolini Mediterran“ vorsorglich zurück, nachdem in einer Packung Salmonellen festgestellt wurden. Salmonelleninfektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen mit Unwohlsein, Durchfall, eventuellem Erbrechen und Fieber. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung des Unternehmens.

September 2017: Salmonellen in Eiern 
Aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes ruft die Firma Eifrisch Eier mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis 12. Oktober 2017 des Lieferanten Parey aufgrund des Verdachts einer Salmonellenkontamination zurück. Die Eier werden in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Bayern über den Lebensmitteleinzelhandel vermarktet. Ein Verzehr der belasteten Eier kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Weitere Informationen finden Sie hier.

September 2017: Listerien in Lyoner Wurst
Wegen des Nachweises von Listeria monocytogenes in dem Produkt „Lyoner, in Streifen geschnitten“ in 300-Gramm- und 1-Kilo-Packungen ruft die Otto Nocker GmbH dieses Produkt vorsorglich zurück. Eine Infektion mit Listerien kann harmlos verlaufen und sich lediglich mit Fieber und Kopfschmerzen äußern. Kinder und immungeschwächte Personen können jedoch auch schwer erkranken. Schwere Formen einer Infektion umfassen Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen. Bei Schwangeren besteht zwar lediglich die Gefahr einer leichten Erkrankung der werdenden Mutter, aber eine erhöhte Infektionsgefahr für das Kind sowie ein erhöhtes Risiko für eine Früh- oder Totgeburt. Weitere Informationen des Herstellers finden Sie hier und hier.

September 2017: Staphylokokken in Gourmet-Rohschinken
Der Erzeuger Schwarz Cranz ruft vorsorglich sein Produkt „Fettreduzierter Gourmet Rohschinken in Scheiben 175g“ wegen einer Staphylokokken-Verunreinigung zurück. Die Verunreinigung wurde bei einer einzelnen Probe nachgewiesen. Staphylokokken geben sogenannte Enterotoxine ab. Eine Vergiftung mit Staphylokokken-Enterotoxinen kann zu Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Weitere Informationen finden Sie hier.

September 2017: Ausmaß des Fipronil-Skandals noch immer nicht absehbar
Mittlerweile sind 45 Länder vom Ausmaß des Fipronil-Skandals betroffen. In der Europäischen Union sind bislang nur in Kroatien und Litauen keine belasteten Eier nachgewiesen worden. 26 EU-Staaten sowie 19 weitere, darunter Russland, die USA und die Türkei, meldeten belastete Produkte

August 2017: Verdacht auf Escherichia coli in französischem Weichkäse
Weichkäse des französischen Herstellers Monts de Joux und dessen Inverkehrbringer FROMI GmbH wurde wegen des Verdachts auf Kontamination mit Escherichia coli 026:H11 vorsorglich zurückgerufen. Der Weichkäse mit dem Namen Morbier coque – Morbier Tradition wird als SB-Ware und Thekenware verkauft. Eine Infektion mit E. coli 026:H11 kann innerhalb weniger Tage zu teils fieberhaften Magen-Darm-Störungen, möglicherweise mit Blutungen, führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Weitere Informationen zum betroffenen Produkt finden Sie hier.

August 2017: Verschiedene Sorten Ziegenrohmilchkäse zurückgerufen
Wegen des Verdachts der Belastung mit Listerien (Listeria monocytogenes) hat der französische Hersteller Gaec Caperan gleich 12 Sorten Ziegenrohmilchkäse zurückgerufen. Listerien können die sogenannte Listeriose auslösen. Diese verläuft im besten Fall mit grippeähnlichen Symptomen oder Magen-Darm-Beschwerden, kann aber für Menschen mit einem schwachen oder noch nicht ausgeprägten Immunsystem lebensbedrohlich sein. Genaueres zu den betroffenen Produkten erfahren Sie hier und hier.

August 2017: Der Fipronil-Skandal zieht weitere Kreise
Nach Aussagen der Bundesregierung sind die Ausmaße des Fipronil-Skandals in Deutschland unklar. Es kann keine verlässliche Auskunft über die Zahl der betroffenen Eier geben, da die Warenströme schnell und komplex seien. Unter anderem ist Anfang des Monats in Bulgarien eine Lieferung mit 500 Kilogramm belastetem Eipulver aus Deutschland sichergestellt worden. Ende des Monats wurde eine weitere Lieferung, aus der Mayonnaise und Eiscreme hergestellt werden sollte, beschlagnahmt. Auch in der Slowakei tauchten in Deutschland verarbeitete Produkte aus niederländischen Eiern auf.
Insgesamt wurden in 15 EU-Ländern, der Schweiz und Hongkong mit Fipronil belastete Eier oder daraus hergestellte Lebensmittel entdeckt.
Des Weiteren berichten Medien, dass der Skandal bereit bis mindestens in den September 2016 zurückreicht. 

August 2017: Fipronil-Skandal weitet sich aus – verarbeitete Produkte sind ebenfalls betroffen
Während die Zahl der belasteten Eier, die aus den Niederlanden nach Deutschland gelangten, steigt, wird auch in den ersten verarbeiteten Produkten Fipronil nachgewiesen. So ruft die Neue MAYO Feinkost GmbH aus Lübeck verschiedene Fertigsalate zurück. Bei der Herstellung der betroffenen Produkte waren mit Fipronil belastete Eier verwendet worden. Um welche Produkte es sich handelt, erfahren Verbraucher u. a. hier und in der Presseerklärung des Unternehmens. Die Salatprodukte wurden in mehreren Bundesländern vertrieben.
In einer Fabrik für Backmischungen in Nordrhein-Westfalen wurde ein ebenfalls mit Fipronil belastetes Volleipulver eines niedersächsischen Lieferanten gefunden. Bei dem betroffenen Backmittelhersteller handelt es sich laut wa.de um die UNIFERM GmbH & Co. KG. Medienberichten zufolge war das Volleipulver bereits in Backmischungen verarbeitet worden, die jedoch noch nicht in den Handel gelangt waren.
Laut einer dpa-Meldung wurde in Ungarn aus Deutschland kommende, mit Fipronil belastete Tiefkühlware sichergestellt. Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um tiefgekühlte Pfannkuchenmasse.

August 2017: Schon wieder Eier zurückgerufen: Salmonellen auch bei Eiern
Bei Eiern aus Bodenhaltung des Regensburger Vertreibers Avitalis GmbH wurde im Rahmen einer Untersuchung das Bakterium Salmonella entertidis nachgewiesen. Das Unternehmen rief die Eier mit der Printnummer 2-DE-0358851 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 4. August bis 16. August zurück. Eine durch Salmonellen ausgelöste Infektion kann zu Magen-Darm-Erkrankungen mit Fieber führen. Bei Kindern, Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können diese Erkrankungen allerdings einen schweren Verlauf annehmen. Weiter Informationen finden Sie hier und hier.

August 2017: Katenschinken von Netto mit Salmonellen belastet
In Katenschinken der Gelderland Frischwarengesellschaft mbH mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.09.2017 und 08.09.2017 wurden im Rahmen einer Eigenkontrolle Salmonellen nachgewiesen. Betroffen ist die Chargennummer 419941. Die Waren, die beim Netto Marken-Discount angeboten werden, wurden vorsorglich aus dem Handel genommen. Salmonellen verursachen Durchfallerkrankungen, die bei Risikogruppen wie Kleinkindern und Senioren gravierende Folgen haben können. Nähere Informationen zum Produkt finden Sie beim Produzenten und hier.

Juli/August 2017: Millionen Eier mit Biozid belastet.
Mehrere Millionen Eier aus den Niederlanden mussten aufgrund einer Belastung mit dem Insektizid Fipronil zurückgerufen werden. 2,2 Millionen der belasteten Eier sollen in den Handel in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelangt sein. Auch Bio-Eier waren belastet. Die niederländische Lebensmittelkontrollbehörde empfiehlt, vorerst keine Eier mehr zu essen, bis alle 180 gesperrten Betriebe kontrolliert wurden.

Fibronil ist ein Kontaktgift mit schneller und lang anhaltender Wirkung. Es wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt und ist für die Anwendung bei „Lebensmittel liefernden Tieren“ verboten. Allerdings wurde der Wirkstoff in Reinigungsmitteln für die Stallreinigung eingesetzt. Über Haut und Gefieder nehmen die Hennen das Insektizid auf. Rückstände davon befinden sich später in Eiern und dem Fleisch der Tiere. Dieses Reinigungsmittel wurde laut Presseberichten vermutlich auch in deutschen Betrieben eingesetzt. In höheren Dosen kann Fipronil bei Menschen Haut und Augen reizen sowie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen bis hin zu Schäden an Leber, Schilddrüsen und Nieren verursachen. Das Bundesamt für Risikobewertung warnt vor erhöhten Risiken bei Kindern.

UPDATE: Der Skandal weitet sich aus: Inzwischen wird von 12 betroffenen Bundesländern ausgegangen. Als Reaktion darauf haben die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd den Verkauf von Eiern eingestellt. Der grüne Landwirtschaftsminister aus Niedersachen, Christian Meyer, fordert regelmäßige Proben, um die Belastung mit Fipronil zu überprüfen. Bereits am Mittwoch sagte er: „Bei diesem toxischen Stoff gilt die Nulltoleranz. Er hat in Lebensmitteln nichts zu suchen. “Auch verarbeitete Produkte wie Nudeln, Mayonnaise und Backwaren könnten betroffen sein. „[…]man muss dem nachgehen. Wenn es eine hohe Belastung gibt, besteht möglicherweise auch hier eine Gesundheitsgefahr“, so der Minister.

Juli 2017: Auch Frühstücksmettwurst mit Salmonellen belastet
In der traditionellen Heidemetzger Frühstücksmettwurst der Gmyrek Fleisch- und Wurstwaren GmBH & Co KG wurden im Rahmen einer Kontrolle Salmonellen in einer getesteten Probe nachgewiesen. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft das Unternehmen das Produkt „Heidemetzger Frühstücksmettwurst nach Art einer Zwiebelmettwurst“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 25.07.2017 zurück. Salmonelleninfektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen. Weitere Informationen entnehmen Sie der Pressemitteilung.

Juli 2017: Salmonellen-Salami
In einer Produktprobe Bauernsalami im Ring der Fleischerei Schmidt und Sohn GmbH wurden Salmonellen (Salmonella Livingstone) nachgewiesen. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft das Unternehmen dieses Produkt zurück. Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonella-Bakterien belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Juni 2017: Erneut E.-coli-Keime bei Rohmilchkäse
Der Hersteller B. Cordier ruft den aus Rohmilch hergestellten Schafskäse Brebis Fermier wegen Nachweis von gesundheitsgefährdenden Bakterien, den sogenannten Verotoxin produzierenden E. coli (VTEC), zurück. Dieser wurde auf einem regionalen Markt als lose Ware verkauft. VTEC können bei Verzehr gesundheitliche Beschwerden wie Magen-Darm-Entzündungen hervorrufen.

Juni 2017: Zweimal Salmonellen in Fleischprodukten
Im Rahmen von Eigenkontrollen wurden in „Salami Sticks“ der Marken „Jeden Tag“, „GUT&GÜNSTIG“, „Jean Luc“ und „Gut Bartenhof“ Salmonellen nachgewiesen. Die verarbeitende Firma Mar-Ko Fleischwaren GmbH & Co. KG rief diese Produkte vorsorglich zurück. Weitere Informationen finden Sie hier. Auch in gewürfeltem Katenschinken der Marke „Gut Bartenhof“, produziert von der Firma Hermann Wein GmbH & Co. KG, konnten im Rahmen einer Eigenkontrolle Salmonellen nachgewiesen werden. Die betroffene Charge wurde vorsorglich zurückgerufen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Der Verzehr von Lebensmitteln, die mit Salmonella-Bakterien belastet sind, kann zu Unwohlsein, Durchfall, eventuell Erbrechen und Fieber führen. Diese Symptome können verstärkt bei immungeschwächten und älteren Menschen sowie bei Kleinkindern auftreten.

Juni 2017: Shigatoxin bildende E. coli in Rohmilchkäse
Anlässlich einer Kontrolle wurden in dem seit Anfang Mai abverkauften „Coulommiers au lait cru“ Escherichia coli nachgewiesen. Verbraucher wurden dazu aufgefordert, dieses bereits gekaufte Produkt nicht mehr zu verzehren. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann innerhalb einer Woche zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Personen mit diesen Symptomen wurden aufgefordert, einen Arzt zu aufsuchen.

Mai 2017: Colibakterium in Trockenwurst
Die Fleischerei Grund ruft vorbeugend eine Charge ihrer Wildknacker zurück. Bei einer Probe wurden Shigatoxin bildende Escherichia coli (STEC) nachgewiesen. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen. Bei Kindern besteht zudem die Gefahr von schweren Nierenkomplikationen. Näheres erfahren Verbraucher hier.

Mai 2017: Rückruf von Teewurst – Listerien in Stichprobe festgestellt
In einer Stichprobe der losen Teewurst des Landschlachthofs Mühlberg GmbH & Co. KG wurden Listerien nachgewiesen. Vorbeugend rief der Hersteller daher die gesamte Charge zurück. Listerien (Listeria monocytogenes) sind Bakterien, die schwere Magen-Darm-Erkrankungen und grippeähnliche Symptome hervorrufen können. Bei anfälligen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen kann dies schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben.

Mai 2017: Gefährlicher Giftstoff in Trockenfisch
Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz warnt vor Trockenfisch mit der Produktbezeichnung „Plötze ausgenommen, getrocknet und gesalzen“. Nachdem ein Patient mit den Symptomen einer Botulismusvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, konnten im Trockenfisch das Bakterium Clostridium botulinum und Neurotoxin E nachgewiesen werden. Der Verzehr des Trockenfischs kann zur lebensbedrohlichen Botulismusvergiftung führen. Diese führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfall und Lähmungserscheinungen. Die Lähmungserscheinungen betreffen zunächst Augen und Sehvermögen, führen zu Sprechstörungen und Atemnot. Eine Botulismusvergiftung muss dringend behandelt werden, da sie sonst zum Tod führen kann.

April 2017: Listerien in halbfestem Schnittkäse der Erzabtei St. Ottilien in Bayern
Bei einer freiwilligen Kontrolle der Erzabtei St. Ottilien konnten Listeria monocytogenes nachgewiesen werden. Alle Sorten halbfester Schnittkäse wurden als Vorsichtsmaßnahme zurückgerufen. Eine Infektion mit Listerien kann zu Fieber und/oder Kopfschmerzen führen. Zwischen dem Verzehr kontaminierter Produkte und dem Ausbruch der Krankheit können bis zu acht Wochen vergehen. Dies kann bei Kindern, immungeschwächten Personen, Schwangeren und älteren Menschen verstärkt auftreten und bis hin zur Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung führen. Näheres zu den Produkten kann hier nachgelesen werden.

März 2017: Escherichia coli belasteter Scheibenkäse
Die Lactalis Deutschland GmbH ruft ihren Roquefort Société Scheibenkäse wegen eines E. coli Nachweises in einer Probe zurück. Eine Infektion mit E. coli kann innerhalb weniger Tage zu teils von Fieber begleiteten Magen-Darm-Störungen – möglicherweise mit Blutungen – führen. Vertrieben wurde der Käse bei Netto Marken-Discount, der dazu eine Mitteilung veröffentlichte.

März 2017: Salmonellen auf Eiern
Aufgrund einer Salmonellenkontamination auf der Außenschale von Eiern aus Bodenhaltung ruft die Hühnerhof Heidegold GmbH Eier zurück. Diese wurden von Netto Marken-Discount in Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vertrieben sowie an weiterverarbeitende Hersteller verkauft. Die Eier wurden umgehend zurückgerufen. Salmonelleninfektionen führen vor allem bei Kindern und älteren Menschen zu sehr schweren Magen-Darm-Erkrankungen.

März 2017: Gammelfleischskandal in Brasilien
Das Land mit den höchsten Fleischexporten weltweit sorgt für einen neuen Skandal. Fleisch, das nicht mehr für den Verkauf bestimmt war, wurde mit noch haltbarem Fleisch gemischt, Schweinsköpfe zu Wurst verarbeitet, Fleisch mit Chemikalien wieder ansehnlicher gemacht und Hühnchenfleisch mit gemahlener Pappe gestreckt. Teilweise wurden die Produkte nach Europa – auch nach Deutschland – exportiert. Die EU verhängte ein Importstopp für in Brasilien betroffene Betriebe.

März 2017: Kaufland ruft Königsberger Klopse zurück
Nach internen Qualitätskontrollen wurden in einzelnen Packungen der Königsberger Klopse der Eigenmarke K-Classic Salmonellen nachgewiesen. Salmonelleninfektionen können zu Unwohlsein, Durchfall, Erbrechen und Fieber führen. Vor allem immungeschwächte Menschen, Kinder und ältere Menschen können an einem schwereren Krankheitsverlauf leiden.

Februar 2017: Weiterer Rückruf bei LIDL – Bakterienkontamination von haltbarer Vollmilch
Nachdem bei Eigenuntersuchungen des Herstellers der Erreger Bacillus cereus nachgewiesen wurde, ruft LIDL in mehreren Bundesländern das Produkt „Milbona Haltbare Vollmilch 3,5 % Fett, 1 l“ zurück. Das gefundene Bakterium produziert zwei verschiedene Toxine (Giftstoffe) und ruft damit Lebensmittelvergiftungen hervor. Je nachdem, welches Toxin ausgeschüttet wird, leiden Erkrankte unter Erbrechen oder krampfartigen Bauchschmerzen mit Durchfall. Auch schwerere Krankheitsverläufe wurden schon beobachtet. Weitere Details können u. a. Presseberichten und dem Statement des Herstellers entnommen werden.

Januar 2017: Rückruf von milchhaltigem Brotaufstrich
Der Hersteller Smaak & Co B.V. ruft verschiedene Sorten des Produktes „Meine Käserei Brotaufstrich“ zurück. Zuvor waren in einer Sorte Listeria monocytogenes nachgewiesen worden. Die betroffenen Produkte wurden hierzulande in mehreren Bundesländern von LIDL Deutschland verkauft.
Listerien dieses Typs können zu schweren Magen-Darm-Erkrankungen und Symptomen führen, die einem grippalen Infekt ähneln. Bei anfälligen Personengruppen kann dies auch schwere Krankheitsverläufe zur Folge haben. Nähere Informationen finden Verbraucher auf dem Filialplakat, das auf Lebensmittelwarnung.de veröffentlicht wurde.

Januar 2017: Rückruf von Mettwurst
Wegen des Verdachts einer Salmonellen-Kontamination ruft die JUMA GmbH das Produkt „Ostermeier Puten-Zwiebel-Mettwurst“ zurück. Angeboten wurde die Wurst regional bei Netto Marken-Discount. Weiterführende Informationen auf der Seite des Unternehmens.

Januar 2017: Erneut Salmonellen in Würstchen
Die Ager GmbH muss innerhalb von zwei Monaten erneut Würste wegen der Kontamination mit verotoxinbildenden E.coli zurückrufen. Betroffen ist das Produkt „Hirschlandjäger – gereifte Rohwurst“, das als gesundheitsschädlich eingestuft wurde. Eine Erkrankung mit dem Erreger kann zu starker Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen bis hin zu Durchfall führen.

PETAs aufsehenerregende Kampagnen waren im Jahr 2017 erfolgreich wie nie zuvor.

erschienen am: 2017-12-29 im europaticker



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